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Ist Jaschua Jude gewesen?

Auszug aus dem Buch „Streit um Zion“ von Douglas Reed

Das englische Wort „Jew“ und das deutsche Wort „Jude“ sind neuzeitlichen Ursprungs und den zur Zeit Jesu verwendeten aramäischen, griechischen oder lateinischen Ausdrücken für die „Judäer“ keineswegs gleichzusetzen. Für „Jew“ bzw. „Jude“ gibt es nämlich keine allgemein anerkannte Definition, so dass gewisse ansonsten peinlich auf Genauigkeit bedachte Wörterbücher offenkundig absurde Definitionen wie „Person hebräischer Rasse“ feilbieten.

Wenn die Behauptung „Jesus war ein Jude“ einen Sinn haben soll, gilt es also die Maßstäbe Seiner Zeit anzulegen, und diesen zufolge musste Er, um Jude zu sein, eine von drei Bedingungen erfüllen:

1) Er musste dem Stamme Juda angehören
2) Er musste Seinen Wohnsitz in Judäa haben
3) Er musste Seinem Glauben nach ein „Jude“ sein

…. falls es damals überhaupt eine solche Religion gab.

Kurzum: Die drei möglichen Kriterien waren Rasse, Wohnsitz und Glaubensbekenntnis.

 

Der Stammbaum Marias wird im Neuen Testament nicht erwähnt, doch gibt es drei Stellen, die darauf hinzudeuten scheinen, dass Sie dem Hause Davids entstammte. Bei Matthäus 1,20 nennt der Engel Joseph den „ Sohn Davids “, und bei Lukas 1,27 lesen wir, dass die Jungfrau Maria „ vertraut war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David “, aber Joseph war nicht der leibliche Vater Jesu. Jüdische Gelehrte tun diese Hinweise auf Josephs Abstammung mit dem Argument ab, sie seien nachträglich eingefügt worden, um die Geschichte Jesu mit den alten Prophezeiungen vereinbar erscheinen zu lassen.

Gehen wir zum zweiten Punkte über. Jesus wurde in Bethlehem geboren (Matthäus 2,1), doch lässt sich nicht ausschließen, dass sich Seine Mutter aus Galiläa dorthin begeben hatte, um sich registrieren zu lassen. Abermals wenden die jüdischen Gelehrten ein, man habe den Hinweis auf Bethlehem eingeflochten, um folgender alttestamentarischer Prophezeiung gerecht zu werden: „Und du, Bethlehem Ephratha, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll der kommen, der in Israel Herr sei…“ (Micha 5,1.)

In der Jewish Encyclopedia heißt es, die Heimatstadt Jesu sei Nazareth gewesen; in der Tat ist man sich allgemein darüber einig, dass Er Galiläer war, wo auch immer Er das Licht der Welt erblickt haben mag. Galiläa, wo Er fast sein ganzes Leben verbrachte, war politisch völlig von Juda getrennt, unterstand einem eigenen römischen Tetrarchen und galt Juda als „fremdes Land“ (so Heinrich Graetz in seinem 1888 erschienenen Werk Volksthümliche Geschichte der Juden). Eheschließungen zwischen Judäern und Galiläern waren verboten, und schon vor Jesu Geburt hatte einer der maccabäischen Prinzen, Simon Tharsi, sämtliche in Galiläa ansässigen Judäer nach Judä abschieben lassen.

Dies bedeutet, dass sich die Galiläer rassisch und politisch von den Judäern unterschieden.

War der Galiläer Jesus in religiösem Sinne das, was man heutzutage einen „Juden“ nennen würde? Es versteht sich von selbst, dass die jüdischen Autoritäten dies mit Haut und Haaren bestreiten, und der bei politischen oder interkonfessionellen Veranstaltungen sowie auf den Kanzeln christlicher Kirche oft getane Ausspruch „Jesus war ein Jude“ könnte in einer Synagoge leicht einen Tumult auslösen. In der Tat ist nicht klar, was sich prominente Persönlichkeiten denken, wenn sie diesen Satz aussprechen. Zur Zeit Jesu gab es keine „jüdische“ oder auch nur „judaistische“ Religion. Es gab den Jahwe-Kult, und es gab verschiedene Sekten wie die Pharisäer, Sadduzäer und Essener, die sich gegenseitig befehdeten und sich die Macht über das Volk streitig machten. Sie waren nicht nur Sekten, sondern zugleich politische Parteien und die Mächtigste davon waren die Pharisäer, die für sich in Anspruch nahmen, die Moses von Gott offenbarten „mündlichen Überlieferungen“ zu kennen.

Wenn die heutigen Zionisten „die Juden“ sind (was alle großen westlichen Nationen anerkennen), so bildeten die Pharisäer zur Zeit Jesu in Judäa die Entsprechung zu den Zionisten. Jesus hat die Pharisäer mit besonderer Schärfe angegriffen. Gewiss, er hat auch die Sadduzäer und die Schriftgelehrten getadelt, doch die Evangelien vermitteln Aufschluss darüber, dass er die Pharisäer als Feinde Gottes und der Menschen betrachtete und dass sich sein Zorn in besonderem Masse gegen sie richtete. Was er ihnen, und nur ihnen, vorwarf, waren dieselben Dinge, die laut den heutigen Zionisten die Merkmale der Juden, des Jüdischseins und des Judentums sind.

Vom religiösen Standpunkt aus verkörperte Jesus zweifellos das Gegenteil von all dem, was heutige für einen orthodoxen Juden kennzeichnend ist und damals für einen Pharisäer kennzeichnend war.

Niemand kann mit absoluter Sicherheit sagen, welcher Bevölkerungsgruppe und welchem Glauben Jesus angehörte, und die propagandistischen Behauptungen nichtjüdischer Politiker klingen ebenso hohl und falsch wie die höhnischen Worte über den „Bastard“, die einst in den jüdischen Ghettos die Runde machten.

Der Sohn eines Zimmermanns aus Galiläa hatte offensichtlich keine formelle Erziehung genossen, keine Rabbinerschule besucht und keine Ausbildung als Priester erhalten. „Woher kommt diesem solche Weisheit und Taten? Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? […] Woher kommt ihm denn das alles?“ fragten die Schriftgelehrten bestürzt. (Matthäus 13,54-55.)

Was die Lehre dieses dem einfachen Volk entstammten jungen Mannes zum blendenden Licht der Offenbarung macht, ist der dunkle Hintergrund des levitischen Gesetzes und der pharisäischen Tradition, gegen die Er sich wandte, als er in Juda wirkte. Noch heute hat jemand, der das Alte Testament aufmerksam und kritisch studiert hat und sich dann der Bergpredigt zuwendet, den Eindruck, aus der Finsternis ins Licht getreten zu sein.

Das Gesetz, das zu „erfüllen“ Jesus gekommen war, hatte sich zu einem ungeheuer umfangreichen, in seiner schwindelerregenden Kompliziertheit erstickenden und lähmenden Wust von Regeln entwickelt. Die Thora war lediglich der Anfang gewesen, der Unterbau, auf dem eine Unmenge von Interpretationen und rabbinischen Urteilen Fußte; wie fromme Seidenraupen spannen die Schriftgelehrten den Faden unentwegt weiter, um jede denkbare Handlung des Menschen erfassen und beurteilen zu können.

Um die Bücher, die das Gesetz mitsamt den dazu gehörenden Kommentaren enthielten, unterbringen zu können, brauchte es mittlerweile eine regelrechte Bibliothek, und um all seine Facetten auch nur zu resümieren, hätte man ein ganzes Komitee von Juristen einberufen müssen. Der junge Mann aus Galiläa schob diesen Kram mit einer Handbewegung beiseite und verkündete eine Wahrheit, die zugleich die herrschende Häresie enthüllte, indem er „das ganze Gesetz und die Propheten“ auf zwei Gebote reduzierte: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte“ sowie „Du sollst denen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Matthäus 22,37-38.)

Es war dies die Bloßstellung und Verurteilung der grundlegenden Häresie, mit der Leviten und Pharisäer das Gesetz im Verlauf der Jahrhunderte in sein Gegenteil verkehrt hatte. Das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ findet sich zwar schon im Buch Leviticus (3. Mose 19; 18), doch unter dem „ Nächsten “ war einzig und allein der Mitjude zu verstehen. Jesus stellte die frühere, in Vergessenheit geratene Tradition der Liebe zum Nächsten unabhängig von seiner Rasse oder seinem Glauben wieder her; hierin lag ganz offensichtlich der Sinn Seines Ausspruchs: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ (Matthäus 5,17.) Er fügte hinzu: Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen, bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel.“ (Matthäus 5,43-44.) Ende Reed

 

Und nun mache dir selbst ein Bild von der Verwirrung und den Widersprüchen:

Joh.4:9
Da sagte die Samariterin zu ihm: »Wie kommst du dazu, da du doch ein Jude bist, von mir, einer Samariterin, einen Trunk zu erbitten?« – Die Juden haben nämlich mit den Samaritern keinen Verkehr.

Matt.3:13
Damals kam Jesus von Galiläa her an den Jordan zu Johannes, um sich (auch) von ihm taufen zu lassen.

Matt.4
Als Jesus aber von der Gefangennahme des Johannes Kunde erhielt, zog er sich nach Galiläa zurück; 13 er verließ jedoch Nazareth und verlegte seinen Wohnsitz nach Kapernaum, das am See (Genezaret) liegt im Gebiet (d.h. Grenzgebiet) von Sebulon und Naphthali, 14 damit das Wort des Propheten Jesaja erfüllt werde (Jes 8,23; 9,1-2), das da lautet: 15 »Das Land Sebulon und das Land Naphthali, das nach dem See zu liegt, das Land jenseits des Jordans, das Galiläa der Heiden, 16 das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Lande und Schatten des Todes saßen, ist ein Licht aufgegangen.«

 

Matt.21:11
Da sagte die Volksmenge: »Dies ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa!«

 

Matt.26:69
Petrus aber saß (unterdessen) draußen im Hof. Da trat eine Magd auf ihn zu und sagte: »Du bist auch bei Jesus, dem Galiläer, gewesen!«

Luk.
1:26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott nach Galiläa in eine Stadt namens Nazareth gesandt

2:4 So zog denn auch Joseph von Galiläa aus der Stadt Nazareth nach Judäa hinauf nach der Stadt Davids, die Bethlehem heißt, weil er aus Davids Hause und Geschlecht stammte,

2:39 Nachdem sie dann alles nach den Vorschriften im Gesetz des Herrn erfüllt hatten, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück.

 

Luk.4:31,44
31 Er begab sich dann nach der galiläischen Stadt Kapernaum hinab und lehrte sie dort am Sabbat. 44 So predigte er denn in den Synagogen des jüdischen Landes.

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Luk.23:5f
Sie aber versicherten immer heftiger: »Er wiegelt das Volk auf, indem er seine Lehre im ganzen jüdischen Lande verbreitet: in Galiläa hat er damit begonnen und bis hierher es fortgesetzt!« (Mat.4:23; 17:22, Mark.1:14,16,28) 6 Als Pilatus das hörte, fragte er, ob der Mann ein Galiläer wäre; 7 und als er vernahm, daß er aus dem Machtbereich des Herodes sei (Galiläa!), sandte er ihn dem Herodes zu, der in diesen Tagen ebenfalls in Jerusalem weilte.

Joh.7:41-42
Andere sagten: »Er ist Christus (= der Messias)«; wieder andere meinten: »Christus kommt doch nicht aus Galiläa! Hat nicht die Schrift gesagt (2.Sam 7,12; Mi 5,1), daß Christus aus dem Samen (= der Nachkommenschaft) Davids und aus der Ortschaft Bethlehem, wo David gewohnt hat, kommen soll?«

Apg.9:31
So hatte nun die Gemeinde in ganz Judäa, Galiläa und Samaria Frieden; sie baute sich innerlich auf, wandelte in der Furcht des Herrn und wuchs auch äußerlich durch den Beistand des heiligen Geistes.

Apg.10:37
Ebenso kennt ihr die Ereignisse, die sich im ganzen jüdischen Lande zugetragen haben und von Galiläa nach der Taufe, die Johannes gepredigt hatte, ausgegangen sind,

Apg.13:31
und mehrere Tage hindurch ist er denen erschienen, die mit ihm aus Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt Zeugen für ihn dem Volk gegenüber sind.

Römer 1:3f
…. nämlich (die Heilsbotschaft) von seinem Sohne. Dieser ist nach dem Fleische aus Davids Samen (= Nachkommenschaft) hervorgegangen, 4 aber als Sohn Gottes in Macht erwiesen nach dem Geist der Heiligkeit aufgrund seiner Auferstehung aus den Toten. Durch ihn, unsern Herrn Jesus Christus

2.Tim.2:8
Halt im Gedächtnis Jesus Christus fest, der von den Toten auferweckt worden ist, der aus Davids Nachkommenschaft stammt – wie meine Heilsbotschaft lautet

Hebr.7:14
Es ist ja doch allbekannt, daß unser Herr (Jesus) aus (dem Stamme) Juda hervorgegangen ist, und in bezug auf diesen Stamm hat Mose nichts verlauten lassen, was sich auf Priester bezieht.

Off.5:5
Doch einer von den Ältesten sagte zu mir: »Weine nicht! Siehe, der Löwe aus dem Stamme Juda, die Wurzel Davids, hat überwunden, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.«

 

 

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