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Die Evangelien wurden ca. 40-50 Jahre nach Jaschuas Lebzeiten aufgeschrieben. An vielen Stellen wurden einfach nachträglich aus dem AT Zitate eingefügt oder spezifisch darauf hingewiesen, dass dies schon früher „geschrieben steht“, um den noch immer ungläubigen Juden zu beweisen, dass sich die Tora in Jaschua erfüllt hat. Dies zeigt uns auch, dass man in den ersten Jahrhunderten keineswegs glaubte, dass Evangelien oder Apostelbriefe Gottes Wort seien. Sie wurden offensichtlich auch zu evangelistischen Zwecken benutzt und zu diesem Zweck auch ergänzt. Heute machen Bibelherausgeber das ähnlich. Besonders in der Stuttgarter Erklärungsbibel finden sich immer in Klammern die Texte aus dem AT angegeben, auf die sich Jaschua oder die Apostel bezogen haben könnte. Sie sollen eine Hilfe sein und sind aus menschlicher Sicht geschehen.

 

Sogenannte Erfüllungszitate sind eine Spezialität des Matthäus-Autors, wobei er zehnmal mit dem Satz beginnt: „Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht ….“ Vgl.1:22; 2:15,17,23; 8:17; 12:17; 13:35; 21:4; 27:9 Der Matthäus-Autor will aufgrund der Tenach den jüdischen Lesern beweisen, dass Jaschua der verheißene Messias ist.

Ein Beispiel, indem das Ganze ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, findet sich in Mat.27:9, wo es um den Blutacker und die 30 Silberstücke geht. Es soll ein Hinweis auf Jeremias Aussage sein, der aber nichts dergleichen sagt.

Damals erfüllte sich das Wort des Propheten Jeremia (Sach 11,12-13; Jer 32,6): »Sie nahmen die dreißig Silberstücke, den Geldbetrag für den so Gewerteten, auf den man von seiten der Israeliten einen solchen Preis ausgesetzt hatte, 10 und gaben sie für den Töpferacker, wie der Herr es mir geboten hatte.« Mat.27:9-10 Menge

Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN ist an mich so ergangen: 7 Siehe, Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und sagen: Kaufe dir mein Feld, das bei Anatot liegt; denn dir steht das Lösungsrecht zu, es zu kaufen! Jer.32:6-7

Die Elberfelder gibt einen Querverweis zu Sach.11:12f an, wo es zwar um 30 Silberlinge geht, die aber in keinem Zusammenhang mit den Ereignissen in Mat.27 mit Judas stehen. Einige sehen dann diese alttestamentlichen Stellen sogar als Prophetien an.

McDonalds kommentiert entsprechend:
Als Sacharja nach seinem Lohn fragt, erhält er dreißig Silberschekel – das Lösegeld für einen Sklaven, der von einem Stier getötet worden war. Dieser Lohn wird dem Töpfer hingeworfen, eine Weissagung im Hinblick auf das, was Judas nach dem Verrat an dem Herrn tun würde.

So kann man auch in biblische Aussagen Dinge hineinlesen, die absolut nichts mit dem zu tun haben, was hunderte von Jahren später einmal geschieht. Sind solche Hinzufügungen zu den Jesu-Worten tatsächlich als inspiriert anzusehen?

 

Ein weiteres Beispiel findet sich in Mat.1:22f
„Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus geben sollst; denn er ist es, der sein Volk von ihren Sünden erretten wird.« (Ps 130,8) 22 Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Jes 7,14): »Siehe, die Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden, dem man den Namen Immanuel geben wird«, das heißt übersetzt: ›Mit uns ist Gott.‹ –

Was hat Immanuel mit Jesus (oder besser Jahuschua) zu tun? Gar nichts! Aber in Jes.7 wird von einer Jungfrau (oder besser „jungen Frau“) berichtet und das schien dem Kopisten gut dazu zu passen, dass Maria (Miriam) Jungfrau war, wenngleich sich beim Lesen des Kontextes bis Kap.8 herausstellt, dass es ganz und gar nicht passt und Jesus auch nie Immanuel genannt wurde.

Vergleiche die nächsten beiden Texte:

Matthäus 2, 16-18:

Herodes … befahl in und um Bethlehem alle Kinder bis zwei Jahre zu töten. Diese Zeitspanne hatte er von den Sterndeutern. So traf ein, was der Prophet Jeremia vorausgesagt hatte:
In Rama hört man Klagen und Weinen. Rahel weint um ihre Kinder
und lässt sich nicht trösten. Alle wurden ihr weggenommen.

Jeremia 31,15-16:

In Rama hört man Klagen und Weinen. Rahel weint um ihre Kinder und lässt sich nicht trösten. Alle wurden ihr weggenommen.

Doch JHWH sagt: Lass das Klagen und Weinen, du hast deine Kinder nicht umsonst großgezogen. Sie kehren aus dem Land deiner Feinde zurück. Es gibt Hoffnung. Deine Kinder kehren in ihre Heimat zurück. Ich JHWH sage es.

Wenn du mit offenem Verstand prüfst, wirst du selbst feststellen können, dass hier etwas zum Matthäus-Evangelium hinzugefügt wurde, was zur Bestätigung einer Prophetie beitragen sollte, aber in Wirklichkeit ist es eine Lüge, eine so offensichtliche noch dazu. Wie konnte man nur so mit den Schriften umgehen? Und wir dummen Christen sehen sie als heilig, inspiriert und irrtumslos an und versuchen dann diese Stelle noch irgendwie zu erklären. Aber es ist das gleiche Dilemma wie mit der Jungfrauengeburt und Jesaja 7 – es gibt keinen Zusammenhang!

Manches wurde dementsprechend zurecht gebogen und wenn wir die Augen davor nicht verschließen, können wir ganz leicht diese ganz und gar nicht böswillige Absicht dahinter erkennen:

Vergl. einmal Jes.8:23; 9:1 mit Matt.4:15f und Mark.1:2f mit Mal.3:1 und Mat.2:14 mit Hos.11:1f Bei Paulus Aussage bin ich mir da nicht so sicher, wie er das meinte? Er verleugnete eigentlich, dass Abraham von einem Samen in Mehrzahl, nämlich von vielen Nachkommen sprach und behauptete er hätte nur von einem Samen, nämlich Christus gesprochen. Vergl. 1.Mose 22:17f mit Gal 3:16

Eine ziemlich eindeutige Stelle befindet sich in Markus 15:28, die du in der Elbf. vergeblich suchst. Doch die Fußnote klärt uns exakt über den Umstand auf, den ich dir hier auch darlege:

Spätere Handschriften fügen hinzu: Und die Schrift wurde erfüllt, die sagt: „Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden“

Frei erfunden sind dagegen diese „Wie-geschrieben-steht-Bezeugungen“: Joh.7:38; Eph.5:14, Jak.4:5, Mat.2:23

Der evang. Theologe Markus Barth sagte dazu: „Wir geben zu, dass seit dem 1.Jhd.n.Chr. Christen prophetische Aussprüche aus der hebräischen Bibel (AT) gesucht, gesammelt und wiederholt haben, um den Juden die Messianität Jesu zu beweisen.“
Newsletter 2 des Komitee Kirche und das jüd. Volk, Weltkirchenrat Genf

Darüber hinaus wurden aber auch von Gläubigen ganze Absätze nachträglich hinzugefügt, um ihre eigenen Thesen zu beweisen oder um bestehende Aussagen noch aussagekräftiger zu machen oder um Missverständnisse auszuschließen. Es muss also nicht zwangsläufig eine böse Absicht dahinter stecken, im Gegenteil! Man geht z.B. davon aus, dass im Johannesevangelium von Schülern des Johannes nach seinem Tod der Schluss Kap.21 (vergl.21:24-25) ergänzend hinzugefügt. Das mag geschehen sein, um im Nachhinein etwas mehr über den Auferstandenen zu erzählen und auch um über den Tod ihres Lehrers zu berichten. Auch innerhalb des Evangeliums befinden sich lt. Stuttgarter Erklärungsbibel Abschnitte und knappe Sätze, die den Eindruck machen, von späterer Hand eingefügt worden zu sein. Zu den längeren Abschnitten gehören die Kap.15-17. Der Kommentar schreibt:

„Viele heutige Ausleger rechnen damit, dass diese Sätze Hinzufügungen des Schüler- und Freundeskreises sind, der verhindern wollte, dass die radikale Konzentration des Evangelisten auf die Gegenwärtigkeit des Heils (vgl. 5:24-27; 6:32f; … 11:24-26; 3:18-21,36) missverstanden würde – so als habe er die Zukunftsdimension des Heils nicht gesehen oder sogar leugnen wollen.“

 

In den ersten drei Jahrhunderten wurden die christlichen Texte nicht von professionellen Schreibern kopiert, sondern von Mitgliedern der Gemeinde, die sich dazu befähigt sahen. Origenes schrieb dazu eine Beschwerde im 3.Jhd., sodass wir einen kleinen Einblick in diese Problematik gewinnen können:

„Die Unterschiede zwischen den Manuskripten sind groß geworden, entweder durch die Nachlässigkeit einiger Kopisten oder durch die eigensinnige Unverfrorenheit anderer; sie vernachlässigen es entweder, zu überprüfen, was sie abgeschrieben haben oder sie machen im Prozess des Überprüfens Hinzufügungen oder Auslassungen, wie es ihnen gefällt.“

Von Marcion, dem Philosophen und Theologen des 2.Jhds wissen wir, dass er seinen Bibelkanon erst veröffentlichte, nachdem er die Abschnitte gestrichen hatte, die seiner Ansicht über den Gott des AT und den des NT widersprachen. Irenäus schrieb dazu in „Gegen die Häresie 1.27.2:

„Er zergliederte die Briefe des Paulus und entfernte alles, was der Apostel darüber sagt, dass Gott, der die Welt erschuf, der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist, und ebenso all die Textstellen aus den prophetischen Schriften, die der Apostel zitiert, um uns zu lehren, dass diese im Voraus das Kommen des Herrn ankündigten.“

Wir sollten uns also nicht wundern, wenn in der Weissagung des Johannes am Ende die Warnung angebracht wurde, dass Gott jedem die Plagen der Weissagung auferlegen würde, der etwas diesen hinzufügen würde. Off.22:18-19 Ähnliche Verwünschungen und Drohungen finden sich in vielen alten Schriften, denn solange es keine Druckmaschinen gab und jeder einfach von allem, was im Umlauf war, Kopien anfertigen konnte, war diese Gefahr der nachlässigen Veränderung, aber auch der absichtlichen Meinungsangleichung offen vorhanden.

Ich denke hier wie folgt:

So ist ja alles, was vor Zeiten geschrieben worden ist, für uns zur Belehrung geschrieben … Rö.15:4

Inspiriert oder nicht – der Geist der Wahrheit, die Salbung in uns kann uns zeigen, was wir aus dem Ganzen lernen können. Doch werde ich mich hüten, weiterhin diese vor fast 2000 Jahren geschriebenen Aussagen in den Mund Gottes hinein zu legen! Es sind noch nicht einmal Weissagungen, sondern Bemühungen von Jüngern, die Ereignisse rund um den Messias für die Evangelisation der Nachwelt festzuhalten. Ferner sind es Briefe an die Gemeinden seinerzeit, die Paulus z.B. nicht selbst schrieb, sondern einem Schreiber diktierte. Wir können nur hoffen, dass hier nicht bereits die ersten Fehler aufgetreten sind, spätestens aber dann, wenn der Brief in Galatien angekommen war und dort mehrfach abgeschrieben in allen Gemeinden dort vorgelesen wurde. Dort waren sie sogar dem Missbrauch eines Kopisten ausgeliefert, der eventuell nicht mit Paulus Anweisungen einverstanden war und die eine oder andere Kleinigkeit änderte oder hinzufügte?

 

Nun aber kommt hinzu, dass wir heute als Gottes Wort ansehen, was noch nicht einmal ein Original des Paulusbriefes, noch eine Kopie dessen ist, geschweige denn eine Kopie der versandten Kopien! Nein, wir haben heute Fragmente aus dem 2.Jhd, also eine 150 Jahre nach dem Verfasser gefertigte Abschrift (P46). Dieser Brief war ca. 150 Jahre im Umlauf, wobei er immer wieder abgeschrieben wurde. Von der letzten Abschrift haben wir dann eine „endgültige Kopie“ in unserer Bibel, die aber durch die vielen Übersetzungen auch wieder im Wortlaut verändert wurde. Wie kann man dazu noch „Gottes Wort“ sagen?

 

Eine offensichtliche Hinzufügung einiger Aussagen befindet sich im Johannes-Evangelium, welches eh einige Erlebnisse von Jaschua enthält, die in allen anderen Berichten der Evangelisten gänzlich fehlen, was doch sehr erstaunt, wenn man sich die Wichtigkeit vor Augen führt. Denn wie sonst wüssten wir, dass „wir von neuem geboren werden müssen“, wenn es uns Johannes nicht erzählen würde und immerhin legt er diese Aussage ja in Jaschuas Mund. Joh.3

 

Schauen wir uns doch einmal die Heilung des Blindgeborenen in Joh.9:1-41 an und vergleichen sie mit der gleichen Erzählung durch Markus in 8:22-26. Allein an der unterschiedlichen Länge wirst du dir denken können, dass die Geschichte sehr verschieden erzählt wird und so erfahren wir dann bei Markus absolut nichts von einem Speichelbrei, den Jaschua trotz eines angeblichen Sabbats angerührt haben soll. Es wurde also kein Sabbat verletzt und der Blinde wurde ohne Brei, nur mit Spucke in die Augen geheilt. Wahrscheinlich kommen die unterschiedlichen Erzählungen deshalb zustande, weil der Blinde ja nicht sehen konnte, was Jaschua denn wirklich tat, um ihn zu heilen? Joh.9:10f Nein, da waren ja auch noch Zuschauer, seine Eltern z.B. Warum sich bei Johannes die Eltern des Geheilten vor den Juden zu fürchten hatten, bleibt bei Markus ebenfalls völlig unerwähnt und bei Johannes unbeantwortet. Hier wurden ganz eventuell Dinge in die Geschichte eingefügt, um das Thema Sabbatbruch hervorzuheben.

Eine weitere Hinzufügung ist ganz offensichtlich der Schluss des Markus-Evangeliums 16:9-20, der nicht als ursprünglich gelten kann und hier besonders die „charismatische Verse“ 17 und 18, die uns alle geläufig sind. Dass diese später hinzugefügt wurden ist nach Textkritikern „nahezu unstrittig“. Die Verse sind in den drei ältesten und besten Manuskripten des Markusevangeliums nicht zu finden, ebenso in weiteren wichtigen Zeugnissen. Außerdem weicht der Schreibstil von dem sonst üblichen ab und der Textübergang vom unmittelbar davor stehenden Textabschnitt ist unverständlich (z.B. wird Maria Magdalena in Vers 9 neu erwähnt, obwohl sie bereits in den Versen zuvor angeführt wird). Angeblich befinden sich auch im zugefügten Text zahlreiche Wörter, die nicht aus dem Wortschatz von Markus stammen. Es gibt allerdings auch die Meinung und Option, dass der Schluss verloren gegangen war und später durch den Autor selbst nachträglich wieder hinzugefügt wurde – nach besten Erinnerungsvermögen. Doch auch dies würde eigentlich anzeigen, wie wenig heilig man die Texte gesehen hätte und wir lässig man damit umgegangen wäre.

 

Die Text-Wissenschaftler haben einige Gründe für ihre Entscheidung angeführt und vor allem die ältesten Manuskripte bevorzugt, die noch von Hinzufügungen verschont waren. Ich möchte noch anfügen, dass ich mich schon immer gefragt habe, wieso hier eigentlich steht, dass die Nachfolger Jaschuas Schlangen aufheben würden und Gift trinken und es ihnen nicht schaden würde? Sie treiben also Dämonen aus, reden dabei in fremden Sprachen und heben so nebenbei Schlangen auf … mir ist das mit den Schlangen ein Rätsel! Paulus wurde zwar einmal von einer gebissen, aber nicht während einer Evangelisations-Predigt. Wann hatte man denn dazu Gelegenheit?

Doch las ich kürzlich, dass auch dies eine der vielen Redewendungen Jaschuas gewesen sei, welche nur zum Ausdruck bringen sollt, furchtlos mit Herausforderungen der Feinde des Evangeliums umzugehen.

Wenn man dann bedenkt, dass heutzutage Prediger das so ernst nehmen, das sie in ihren Versammlungen mit Schlangen hantieren, um zu beweisen, das die Bibel stimmt und das auch noch fortführen, wenngleich es zu tödlichen Unfällen kommt, dann muss man sich doch wirklich mal an den Kopf fassen.

http://www.youtube.com/watch?v=SL6DNUKI608

 

Ich erlaube mir auch die Frage: Hat Jaschua wirklich von sich gesagt, er sei das Alpha und das Omega?

Ich fand eigentlich nur seine Aussagen: Ich bin der Erste und der Letzte! – was er auf seinen Tod und seine Auferstehung bezieht. Off.1:17;2:8

Off.1:8; 22:13; 21:6 beziehen sich auf Jahuwah!

Weiter konnte ich nachlesen, dass die King James in Off.1:11 eine vollständige Selbstaussage Jesu „Ich bin das Alpha und das Omega“ hinzugefügt hat, die in den griechischen Texten nicht vorhanden ist. So muss man auch hier wieder einmal feststellen, dass gewaltige Manipulationen vorgenommen wurden, um die Dreieinigkeitstheorie zu festigen…..

— wie auch in dem „berühmt berüchtigte“ Comma Johanneum“ im 1.Joh.5:7-8 erwähnt, sowie die spätere Hinzufügung von Matt.28:19 Diese Stellen sind die einzigen Textstellen der ganzen Bibel, die die Lehre der Trinität stützen könnten: Drei Personen in einem Gott. Doch sind sie in den ältesten Handschriften nicht zu finden, ja in keiner Handschrift vor dem 16.Jahrhundert. Sie müssen demnach später hinzugefügt worden sein. Hierzu habe ich gesonderte, ausführliche Beiträge verfasst.

Ähnlich verhält es sich mit der Aussage zur Gottheit Jaschuas in 1.Tim.3:16, die im Codex Alexandrinus noch lautete: „Christus, der im Fleisch offenbar gemacht wurde“, dagegen in den späteren Handschriften aber offensichtlich abgeändert war in „Gott offenbarte sich im Fleisch“. Der Text veränderte sich damit so, dass man aus ihm eine Göttlichkeit Christi herauslesen konnte. Beabsichtigt? Eine weitere Parallele findet sich in Joh.1:18 wo es laut älteren Schriften heißt: Niemand hat Gott je gesehen, der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündet“ wohingegen neuere Kopien vom „eingeborenen Gott“ sprechen. Vermutlich handelt es sich bei der Variante „eingeborener Sohn“ um die Wahrheit, denn dieser Ausdruck kommt im Johannesbrief noch an anderen Stellen vor. Joh.3:16,18

Umgekehrt gibt es freilich Textstellen, die hinzugefügt wurden, um die wahre Menschlichkeit unseres Herrn und Heilandes herauszustellen und um Zweifler davon zu überzeugen, dass er nicht Gott war. Dahingehend finden wir im Lukas-Evangelium 22:39-46 eine Stellen, die dies unterstreicht: das Ringen Jaschuas kurz vor seinem Tod, welches im Garten Eden mit Blut-Schweiß zum Ausdruck kam. Dabei stellte Lukas ihn ansonsten immer als den gelassenen, in sich ruhenden Übermenschen vor, der ein ganz klares Ziel vor Augen hatte: Absoluten Gehorsam und seine Aufgabe nur den Willen Gottes zu tun! Und nun die Bitte an den Vater, wenn es möglich sei, diesen Kelch an ihm vorüber gehen zu lassen … Wollte man mit den verzweifelten Versen Jaschua als wahren Menschen hervorheben? Lies es selbst einmal nach und sieh, wie gleich der nächste Vers lautet. In seiner tiefsten Verzweiflung und Angst geht er locker zu den Jüngern und korrigiert diese. Passt das zusammen? Ich komme auf die Passionsgeschichte in den Widersprüchen noch einmal zurück.

 

Abschließend sei noch auf eine Hinzufügung im Tenach, die ziemlich heftig ist, hingewiesen und zwar die Flüche, die Gott angeblich auf die ganze Menschheit legte, weil Adam und Eva eine Sünde begingen. Diese Verfluchungen sind in den ältesten Manuskripten nicht zu finden und passen auch nicht zur begangenen Straftat, die ja allein schon durch die Vertreibung aus dem Paradies und der Verweigerung des Baumes des Lebens abgegolten war. Siehe Näheres dazu den Beitrag über Redewendungen.

 

Alles in Allem kann ich nur resümieren: Wir brauchen eine neue Bibelübersetzung!

Vielleicht ist ja die englische Bibel aus dem Aramäischen übersetzt eine Alternative?

The Holy Bible: From Ancient Eastern Manuscripts“ von Dr.theol. Georg M.Lamsa

Seine Übersetzung soll zwischen 10 000 und 12 ooo große und bedeutende Unterschiede gegenüber der King James Bibel aufweisen!

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

 

 

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