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„Liebet eure Feinde!“ und „Du sollst nicht töten!“

War Jaschua Pazifist? – Dürfen wir uns verteidigen?

Feurige-Kohlen-Praxis und Linke-Wangen-Theorie

Der Herr Jaschua (Jesus) in Mat.5:43


Ihr habt g e h ö r t, daß (den Alten) geboten worden ist ›Du sollst deinen Nächsten lieben, und deinen Feind hassen!‹ 44 Ich dagegen sage euch: Liebet eure Feinde und betet für eure Verfolger.

Menge gibt zu dieser Aussage von Jaschua 3.Mose 19,18 an, wobei dort dann aber nichts dergleichen zu lesen ist, denn in der Tora steht etwas Derartiges nicht wortwörtlich. Ich fand nur den Umgang mit den leidenden Tieren der Feinde in 2.Mose 23:4f und in den Sprüchen 24:17 und 25:21 wird von der Feindesliebe gesprochen. Aber es gibt unter den 613 Gesetzen der Tora keines, das die Feindesliebe ansprechen würde, wohl aber den Fremdling, der sich wohlwollend Israel anschließt. David Stern meint, dass diese Anweisung, „die die Alten gehört haben“ sicher ihren Ursprung in den Lehren und falschen Auslegungen derer haben müsste, die „von Menschen gemachte Regeln verkünden, als seien sie Lehren Gottes“. Jes.29:13 zitiert von Jaschua in Mat.15:9

Im 1.Jahrhundert aber, als Jaschua im Begriff war, für alle Menschen zu sterben und jedem, egal ob Feind oder Freund, die Option der Umkehr zu schenken, sollte diese Feindesliebe zu einem christlichen Kennzeichen werden, besonders bei denen, die uns wegen des Evangeliums verfolgen würden!

Fazit: Die Feindesliebe war auch im Tenach Bestandteil, wurde aber durch Schriftgelehrte, die es anders lehrten, im Laufe der Zeit verwässert, was Jaschua im 1.Jhd. richtigstellte.

Doch wie kann es angesichts dieser Rechtsordnungen von Seiten Jahuwahs unter den Israeliten zu so viel Mord und Totschlag kommen? Wieso haben sie ihre Feinde nicht geliebt?

Lange habe ich darüber sinniert, bis mir Gott dafür eine Sicht gab. Es waren nicht Israels Feinde, sondern Gottes Feinde und Jahuwah gab den Israeliten den Auftrag sie auszurotten, kein Mitleid mit ihnen zu haben und radikal an ihnen den Bann zu vollstrecken. Israel war in diesem Fall Gottes Gerichtsvollstrecker an seinen Feinden. Es handelte sich in der Regel um Nationen, die in direkter Rebellion gegen Gott standen, wie Babylon und Assyrien, oder um Nationen in Kanaan, deren Bewohner aus Vermischungen durch die Nephilim, die Göttersöhne, die in Rebellion gegen Gott auf die Erde kamen, entstanden waren. Gott hat das Recht Seine Feinde zu vertilgen, sich an ihnen zu rächen, denn Gott ist der Schöpfer aller Kreatur und ihr Erhalter und er ist heilig und vollkommen. Somit ist auch seine Rache an diesen widerspenstigen Geschöpfen gerecht, weil sie aus seiner vollkommenen Natur entspringt. Er allein hat das Recht, sich zu rächen. Jer.50:15

Römer 12:19
Rächet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum (= überlaßt das) dem (göttlichen) Zorn (oder: Strafgericht); denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr.«

Und er benutzte sein abgesondertes Volk Israel dazu, diese Seine Feinde zu vernichten. Deshalb sagte der Psalmist in

Psalm 139:21
Sollte ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, und keine Abscheu empfinden vor deinen Widersachern?

Und auch Mose stimmt mit Gott darin überein:
4.Mose 10:35 HERR, stehe auf, dass deine Feinde zerstreut werden, und dass vor dir fliehen, die dich hassen!

Und König Josaphat wurde gerügt:
2.Chron.19:2 »Solltest du so dem Gottlosen helfen und die lieben, welche den HERRN hassen? Deswegen ist Zorn auf dir vonseiten des HERRN!

Richter 5:31 So müssen umkommen alle deine Feinde, HERR!

Die Hebräer selbst durften weder töten, noch sich rächen. Explizit aber betrafen diese Gesetze „Du sollst nicht töten (morden)!“ und „Liebe deine Nächsten!“ die ganze Gemeinde Israel, denn es waren Bundesgesetze für diejenigen, die im Bund eingeschlossen waren. Auch unter ihresgleichen konnte einer zum Feind des anderen werden und solche Feinde innerhalb Israels sollten geliebt werden und nicht bekämpft. Einen Ausschluss wegen falscher Lehre gab es seinerzeit noch nicht und Widerspenstige wurden nicht, wie im NB nach Paulus in Eph.5, offen angeprangert, sondern gesteinigt. Eine Änderung der Tora, die viele derjenigen, die heute noch die Tora wörtlich einhalten wollen, gerne übersehen.

Eine weitere Tatsache gilt es zu berücksichtigen:

Israel gehört Jahuwah; es ist Gottes Eigentumsvolk mit dem er einen Bund geschlossen hatte, in dem es üblicherweise um einen Tausch ging: Was dein ist, ist mein und was mein ist, ist dein! (Mehr dazu in „Der Neue Bund“) Und deshalb kommt es auf dasselbe heraus, ob man nun Gott persönlich angreift oder Israel. Auch Israels Feinde aus den Nationen waren Gottes Feinde! Derzeit ist diese alttestamentliche Gegebenheit nicht mehr so schwarz-weiß in Israel zu beurteilen, da nicht ganz Israel Gottes Bundesvolk ist, sondern nur ein geringer Teil.

Schauen wir uns aber einmal ein Beispiel genauer an.

Die Zuchtrute Israel wird gestraft!

Babel wurde von Jahuwah als „Gottes Zuchtrute“ für Juda benutzt, indem er dem König ins Herz gab, sie gefangen ins Exil zu führen, weil sie ihm ständig widerstrebten und ihn mit Götzendienst zur Eifersucht reizten. Deshalb nennt er Nebukadnezar sogar „seinen Knecht“, weil er quasi einen Dienst für ihn tat, indem dieser Seine Rache, Sein Gericht an Juda ausführte. Jer.25:8-11, Habakuk 1;12

Doch Nebukadnezar ging über seinen Auftrag weit hinaus, indem er die Edlen Judas einfach abschlachtete, statt sie lediglich gefangen abzuführen. Jer.39:6-9


In Jer.50:7 lesen wir, dass sie einfach dachten: „Wir werden nicht schuldig! – deshalb weil sie gegen Jahuwah gesündigt haben.“ Doch Vers 14-15 lesen wir dann:

„Stellt euch ringsum zum Kampf gegen Babylon auf, ihr Bogenschützen alle! Schießt nach ihm, spart die Pfeile nicht! Denn an Jahuwah hat es sich versündigt. 15 Erhebt ringsum ein Jubelgeschrei über es: »Es hat sich ergeben! Gefallen sind seine Festungswerke, niedergerissen seine Mauern!« Weil dies die Rache des HERRN ist, nun, so vollzieht die Rache an ihm! Verfahret mit ihm, wie es selbst verfahren ist!“

Babel wurde also ebenfalls der Rache Gottes preisgegeben, da sie zwar als Zuchtrute beauftragt waren, es aber gewaltig übertrieben hatten. Lies auch Vers 17-18!

Babel wurde so zum Feind Gottes und zwar:


„Weil du Krieg mit Jahuwah angefangen hast!“
50:24

„Vergeltet ihm nach seinem Tun, tut ihm nach allem, was es getan hat! – Denn es hat vermessen gehandelt gegen Jahuwah, gegen den Heiligen Israels!“ 50:29

Erkennst du, wie gerecht es in dieser Sache zugeht? Es wurde ihm vergolten, wie es selbst gehandelt hat! Gott ist auch in der Rache gerecht, dazu noch langsam zum Zorn, aber Straffreiheit gibt es bei ihm nur „in Christus“, denn er hat unsere Strafe auf Golgatha auf sich genommen! Jes.53:5, 1.Petr.2:24f

Nahum 1:2-3
„Ein eifernder (oder: eifersüchtiger) und rächender Gott ist JAHUWAH, ja ein Rächer ist der HERR und voller Zornesglut; Rache übt der HERR an seinen Widersachern und trägt seinen Feinden (ihre Verschuldungen) nach.

JAHUWAH ist wohl langsam zum Zorn und groß an Gnade, läßt aber (den Schuldigen) keineswegs ungestraft.“

Bleibt zuletzt die Frage:
Wie gehen wir denn nun mit den Feinden Gottes im neutestamentlichen Zeitalter um?

Ich würde sagen, dass wir unsere Verfolger-Feinde segnen, sie nicht verfluchen, d.h. für mich: Ich wünsche ihnen Erkenntnis Gottes und bete für sie; das heißt aber auch vor allem nicht, dass ich sie emotional lieben muss. Doch die vielen Antichristen, die Feinde Gottes und Christi kann ich ablehnen (wird meist mit hassen übersetzt), denn das zeigt uns ja die Schrift dadurch, dass es heißt: „Und von solchen wende dich weg!“ Sie sind „Ungläubige, Götzendiener, Lästerer u.v.a.“ Welche Gemeinschaft besteht zwischen Licht und Finsternis – sondert euch ab! Seid nicht ihre Mitteilhaber. „Meidet das Böse in jeder Gestalt!“ 1.Thess.5:22

Wie ging denn Jaschua mit den Pharisäern um, welche sich zu Feinden Gottes machten, indem sie sein Wort verwässerten und sich „auf den Stuhl Mose setzten“? Ich würde sagen: Er gab ihnen ordentlich Zunder! Nannte sie Heuchler, Schlangenbrut, blinde Leiter und prangerte sie öffentlich an! Mat.23:32f; 12:34, Joh.8:43 Von Liebe zu ihnen keine Spur! Es war die Liebe zu Gott die ihn antrieb und die Liebe zu den von den Pharisäern geknechteten Menschen! Mat.15:3-14 Dass er sie gesegnet hätte – davon lese ich nirgends etwas! Das allerdings mag damit zu tun haben, dass er zu diesem Zeitpunkt noch nicht für alle Menschen gestorben war, aber auch damit, dass sie ihn als Retter schon jetzt ablehnten. Ich schlussfolgere: Er hat sie verflucht! – sagte aber zu den Jüngern: „Lasst sie!“ Sie waren Feinde Gottes und Jaschua hatte die Vollmacht sie zu richten; die Jünger aber sollten sie „lassen“, sich nicht selbst rächen, sich abwenden von ihnen.

Feurige Kohlen-Praxis

Paulus ist der „Erfinder“ der Feuerkohlen-Praxis.

Vergeltet niemand Böses mit Bösem; seid auf das bedacht, was in den Augen aller Menschen löblich ist! 18 Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so lebt mit allen Menschen in Frieden! 19 Rächet euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt Raum (= überlaßt das) dem (göttlichen) Zorn (oder: Strafgericht); denn es steht geschrieben (5.Mose 32,35): »Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht der Herr.« 20 Vielmehr: »Wenn deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so gib ihm zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«

Es ist sicher ein hebräischer Ausdruck, der in etwa bedeutet, seinen Feind in dessen Feindschaft gegen uns zu beschämen, indem man sie ignoriert und stattdessen außergewöhnliche Freundlichkeit walten lässt. Einige Christen übertreiben es aber auch schon mal in diesem Bestreben. Deshalb sage ich hier gerne einmal meine Auffassung dazu, von der ich meine, dass sie mit dem Geist Gottes in Einklang ist:

Renne nicht deinen weltlichen Feinden hinterher, um dich mit ihnen zu vertragen und „feurige Kohlen auf ihr Haupt zu häufen“! Nein, sondere dich mit gutem Gewissen ab! Sollte es sich dennoch ergeben, dass du die „Feurige-Kohlen-Praxis“ anwenden kannst, dann tue es „beiläufig“, was heißt: Wenn dein Feind hungrig ist und du es mitbekommst, dann gib ihm zu essen – aber verbünde dich nicht mit ihm in Freundschaft, denn es ist wichtiger, nicht mit der Welt und deren Genießern gemeinsame Sache zu machen, sondern sich getrennt von ihr zu halten. Wenn der Feind „Glück hat“, erkennt er die Liebe, die auch Christus hat, in dir und fragt nach deinem Glauben und bekehrt sich!

Jesus (Jaschua) lehrt nicht, dass man das Böse unwidersprochen hinnehmen oder sich dem Bösen unterwerfen soll; er tat das, wie wir gerade gesehen haben, auch nicht. Nein, er lehrte, dass darauf wir verzichten sollen uns an einem streitsüchtigen Nachbarn, der uns zum Feind wurde, zu rächen. Darüber sind Christen in den letzten zweitausend Jahren aber weit hinausgegangen! Sie haben sogar ihre Feinde in Afrika oder sonst wo geliebt, indem sie ihnen Geld schickten oder meinten sonstige Aktionen unterstützen zu müssen.
Jaschuas Lehre entspricht auch der Tora, die er nicht abgeschafft hat!
Sage nicht, wie er mir getan hat, so will ich ihm tun, will jedem vergelten nach seinem Tun. Spr.24:29

In diesem Sinn sagt Paulus das Gleiche:

Seht zu dass niemand einem anderen Böses mit Bösem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach, gegeneinander und gegen alle. 1.Thess. 5:15

Widerstand leisten oder Streicheleinheiten verteilen?

In den gängigen Kommentaren lesen wir meist in diesem Zusammenhang, dass Christen nicht nur keinen Widerstand gegenüber ihren Feinden leisten, sondern darüber hinaus dem Feind Gutes tun. Frage ist: Sollten wir wirklich keinen Widerstand leisten, wenn die Gefolgschaft des Drachen uns nachstellt und unsere Kinder raubt oder Ehepartner ins Gefängnis wirft oder unsere Häuser beschlagnahmt? Eine schwierige Sache in Anbetracht der vielen falschen Belehrungen, die über Jahrhunderte über uns ausgeschüttet wurden.

Biblische Grundsätze zum Widerstand gegen Gottes Feinde, den Teufel und gegen das Böse überhaupt finden wir in allen Briefen! Mach dich schlau! Lies Jak.4:7 u.v.a.

Sie werden uns ins Gefängnis werfen, Off.2:10, uns hinrichten, weil sie dem Satan, dem Tier aus Off.13 direkt unterstehen. Von Liebe lese ich da nirgends etwas! Sicher ist es ein Unterschied, ob man von einem „Saulus“ verfolgt wird, der einen Mangel an genauer Erkenntnis hat und irrig für die Sache Gottes streitet, Rö.10:2, oder ob man von einem Satansanbeter verfolgt wird! Satansanbeter und Antichristen sind Feinde Gottes!

War Jaschua (Jesus) Pazifist?

Zwei Bibelstellen haben zu der Ansicht unter Christen geführt, dass Jaschua den Pazifismus lehrte.

Luk.6:29
Wer dich auf die Wange schlägt, dem halte auch die andere hin, und wer dir den Mantel wegnimmt, dem verweigere auch den Rock nicht! 30 Jedem, der dich (um etwas) bittet, dem gib, und wer dir das Deine nimmt, von dem fordere es nicht zurück! 31 Und wie ihr von den Leuten behandelt werden wollt, ebenso behandelt auch ihr sie! 32 Denn wenn ihr (nur) die liebt, die euch lieben: welchen (Anspruch auf) Dank habt ihr dann? Auch die Sünder lieben ja die, welche ihnen Liebe erweisen. 33 Und wenn ihr (nur) denen Gutes erweist, die euch Gutes tun: welchen (Anspruch auf) Dank habt ihr dann? Auch die Sünder tun dasselbe. 34 Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr (das Geliehene) zurückzuerhalten hofft: welchen (Anspruch auf) Dank habt ihr dann? Auch die Sünder leihen den Sündern, um ebenso viel zurückzuerhalten. 35 Nein, liebet eure Feinde, tut Gutes und leihet aus, ohne etwas zurückzuerwarten! Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig (auch) gegen die Undankbaren und Bösen. 36 Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!« 37 »Und richtet nicht, dann werdet ihr auch nicht gerichtet werden; und verurteilt nicht, dann werdet ihr auch nicht verurteilt werden; laßt (eure Schuldner) frei, dann werdet ihr auch freigelassen werden.

Was aus diesem Textzusammenhang hervor geht ist vor allem, dass es sich nicht um Weltmenschen, nicht um Feinde Gottes handelt, sondern um Anordnungen für Brüder, die natürlich auch zum persönlichen Feind mutieren können. Es wäre ja absurd, wenn wir unsere weltlichen, geschäftlichen Schuldner „freilassen“ sollten, ihnen die Schulden erlassen würden. Auch würden weltliche Feinde uns ja nicht um etwas bitten, das wir ihnen dann nicht verweigern sollten. Wie meist sprach Jaschua also die „interne Gemeinschaft“ an. Juden waren unter sich. Er wusste nur zu gut, dass die Juden sich aufgrund seines Wirkens spalten würden und man ihn und seine Anhänger als Sekte bezeichnen und heftigst verfolgen würde. Und im weiteren Verlauf spricht Jaschua auch die anfangs erwähnten Sätze zur Feindesliebe, die wie folgt weitergehen:

Denn wenn ihr (nur) die liebt, die euch lieben, welches Verdienst habt ihr da (oder: welchen Lohn habt ihr dafür zu erwarten)? Tun das nicht auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur eure FREUNDE grüßt, was tut ihr da Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Mat.5:46-47 Menge

Leider übersetzt die Schlachter hier nicht mit Freunde, sondern mit Brüder, was zu einem völlig falschen Ergebnis führte, denn der Kontrast zu Brüdern ist natürlich der Weltmensch außerhalb des Glaubens, wodurch man annahm Jaschua (Jesus) habe von den Feinden in der ganzen Welt gesprochen. Doch das ist hier nicht gemeint, sondern die Freunde unter den Brüdern im Gegensatz zu den Feinden unter den Brüdern.

Paulus nannte sie falsche Brüder. Diese sind hier als Feinde angesprochen. Sie waren gleichsam auch die „Nächsten“, die geliebt werden sollten, egal wie sie grade drauf waren. Und dazu gab Jaschua ein gegenüber der Tora „neues Gebot“!

Joh.13:34
»Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander lieben sollt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

Dieses beinhaltet nämlich für die Zukunft, also nach seinem Tod, die Liebe zum Nächsten, gleichwie Jaschua die Jünger geliebt hatte – nämlich bis zur Hingabe seines Lebens. Diese Liebe sollten wir dem Nächsten zukommen lassen. Eph.5:2, Phil.2:9 Auch wenn er unser brüderlicher Feind ist, denn auch Christus ist für seine „verlorenen Schafe Israels“ gestorben, als sie noch Sünder waren.

In Mat.5:39 heißt es im gleichen Zusammenhang etwas anders, wobei beides Jesu Worte sein sollen, zum gleichen Zeitpunkt gesprochen (zur Differenz befrage den heiligen Geist Gottes, aber lernen können wir aus allem etwas):

Ich dagegen sage euch: Ihr sollt dem Bösen (= der Bosheit) keinen Widerstand leisten; sondern wer dich auf die rechte Wange schlägt, dem halte auch die andere hin, 40 und wer mit dir einen Rechtsstreit anfangen und dir den Rock nehmen (= pfänden) will, dem überlaß auch noch den Mantel, 41 und wer dich zu einer Meile Weges nötigt (= preßt), mit dem gehe zwei.

Wenn wir nun Paulus in 1.Kor.6:6f lesen, dann finden wir das gleiche Prinzip:

Aber nein, stattdessen streitet ein Bruder mit dem andern vor den Richtern, und noch dazu vor Ungläubigen! 7 Es ist überhaupt das schon ein sittlicher Mangel an euch, daß ihr Rechtshändel miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht zufügen, warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Aber stattdessen verübt ihr selber Unrecht und Übervorteilung, und noch dazu an Brüdern!

Es geht nur um die brüderlichen Feinde!

Diese falsche Verallgemeinerung der Aussagen Jaschuas (Jesu) hat dazu geführt, dass wenn Christen angegriffen werden, sie keinen Widerstand leisten sollten, sondern „auch noch die andere Wange hinhalten müssen“. Ob das in neuzeitlichen Kriegen praktiziert wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Doch im Makkabäer Krieg war es sicher nicht der Fall! Während des Aufstandes der Juden wurde der Tempel Gottes ganz ordentlich verteidigt! – Und wer ist heute der neuzeitliche Tempel Gottes?

Kann es nun sein, dass Jaschua der erste und einzige Jude war der Pazifismus lehrte? Wieso aber forderte dann Jaschua die Jünger auf Schwerter zu kaufen? Lies Luk.22:35-37
Und wieso waren die Jünger überhaupt bewaffnet? Luk.22:50

 

Nun wirst du als aufmerksamer Leser einwenden: Aber wir sollen doch nicht töten!

Widerstand zu leisten heißt ja nun nicht gleich Totschlag! Und wenn schon diese Bibelstelle angeführt werden soll, dann aber bitte in der richtigen Übersetzung, nämlich mit: „Du sollst nicht morden!“

Nur geplanter niederträchtiger Mord ist verboten, nicht aber das Töten im Krieg gegen den Feind. Die Bibel ist voll davon!

Das Gebot verbietet sehr präzise Mord, aber darf nicht angewandt werden, wenn jemand einem das Leben zu nehmen versucht und man in Notwehr handelt!

Aber es heißt doch auch bei Paulus:

Eph.6:11-13
Ziehet die volle Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die listigen Anläufe des Teufels zu bestehen vermögt! 12 Denn wir haben nicht mit Wesen (oder: Gegnern) von Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den (überirdischen) Mächten, mit den (teuflischen) Gewalten, mit den Beherrschern dieser Welt der Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in der Himmelswelt. 13 Darum nehmt die volle Waffenrüstung Gottes zur Hand, damit ihr imstande seid, am bösen Tage Widerstand zu leisten, alles gut auszurichten und das Feld zu behaupten!

Wir „kämpfen“ in Wirklichkeit nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die geistigen Mächte, die dahinter stehen, die Fleisch und Blut antreiben, gegen uns vorzugehen. Wir sollen also kämpfen, aber nicht mit dem eisernen Schwert, sondern dem geistlichen Schwert. Der geistliche Kampf besteht im Widerstand, nicht im Frontalangriff! In dieser Aussage des Paulus geht es eindeutig aber nur um Verfolgung wegen des Evangeliums! Wir leisten der Synagoge Satans Widerstand – dennoch werden wir ins Gefängnis geworfen oder anderweitig überwunden werden. Off.2:10; 13:7,10,15

Wir sehen, es werden in der Bibel im NT sowohl eiserne Schwerter, als auch geistliche Schwerter verwendet. Lass dich vom Geist Gottes beraten!

Wie sieht das in der Praxis aus? Nehmen wir das Beispiel aus Off.13:15: Wir leisten Widerstand gegen die Machenschaften der Synagoge Satans oder gegen das System des Tieres, indem wir das Malzeichen des Tieres ablehnen, der Implantierung widerstehen und die Folge ist, dass man uns eventuell Enthaupten wird. In einem solchen Fall hat es sicher wenig Zweck, sich mit einem eisernen Schwert zu verteidigen! Aber was machst du, wenn sie bei dir zuhause vorbei kommen, um dein Kind zu entführen, mit dem Ziel, ihm eine Alu-Spritze zu verpassen? (Impfzwang) Auch hier wird ein eisernes Schwert wenig nützen, aber widerstandslos aufgeben und die „linke Wange“ hinhalten sicher auch nicht? Für deine Entscheidungen ist es wichtig, dass du die wahren Ansichten deines Herrn kennst, damit du sein Nachahmer werden kannst. Dabei soll dieser Beitrag ein wenig helfen.

In Rö.12:17-18 rät Paulus uns keine Rache zu üben und wenn’s möglich ist, mit allen Frieden zu halten. Ist es aber möglich, wenn unsere Lieben derartig angegriffen werden?

Nein, wir rächen uns nicht, zahlen nicht mit gleicher Münze zurück. Und Ja, wenn es von uns abhängt halten wir den Frieden, doch wenn wir, wie es die Zukunft sicher zeigen wird, angegriffen und ohne eigenes Verschulden der Freiheit beraubt werden, was ganz und gar nicht Jahuwahs Sinn entspricht, dann dürfen wir uns auch zur Wehr setzen. Keinesfalls dürfen wir in so lebenswichtigen Entscheidungen eine Einzelaussage des Paulus z.B. über den „Obrigkeitsgehorsam“, deren Hintergründe und Absichten wir gar nicht kennen, verabsolutieren, denn Paulus kritisiert auch an anderen Stellen häufig die Herrschaft seiner damaligen Welt. Wir müssen uns keinem Unrechtsstaat beugen, schon gar nicht, wenn er widergöttlich und in Rebellion zu Jahuwah die Weltherrschaft an sich reißen will, also ein Feind des Höchsten Gottes ist. Die NWO ist nicht Gottes Anordnung! Sie ist lediglich als Prüfmittel und als Gericht gegen die Weltmenschen zugelassen.

Abschließend muss ich nun leider noch einen Fall ansprechen, indem ich dein Augenmerk auf Off.18:6 und damit in Verbindung auf 2.Thess.1:6 richte, wobei letzterer klar den Richter Jaschua betrifft, während aber das Urteil an der Hure Babylon uns alle anspricht und hier heißt es doch tatsächlich: Übt Vergeltung! – Es ist auch hier von den Feinden Gottes die Rede, die fast alles über IHN entstellt und verzerrt haben, sei es sein Wesen, sein Gesetz, seine Handlungen in der Vergangenheit oder sein Vorhaben für die Zukunft! Und dabei haben sie sich auch noch dumm und dämlich verdient, haben Schätze aufgehäuft und die Armen verrecken lassen – alles im Namen Gottes! Von ihren Götzenanbetungen, Satansverehrung und Pädophilie ganz zu schweigen.

Tut an ihr, wie auch sie getan hat, und zahlt ihr doppelt heim, wie ihre Taten es verdienen! In dem Becher, in dem sie den Wein gemischt hat, mischt für sie ein doppeltes Maß! 7 Soviel sie geprunkt und Üppigkeit getrieben hat, ebenso viel Qual und Leid fügt ihr zu!

Ich gebe zu, das ist nicht einfach zu unterscheiden! Möge uns der Geist Gottes in jedem einzelnen Fall Erkenntnis darüber schenken, wie wir uns richtig verhalten sollten! Amen! Für dich wäre es sicher gut, wenn du dir eine Zusammenfassung machen würdest, denn möglicherweise wird es dir schwer fallen, eine lange gehegte Ansicht in dieser Sache zu verändern.

Ich grüße daher in Einklang mit Paulus in Phil.1:9-11:

Und dahin geht mein Gebet, daß eure Liebe je länger desto mehr zunehme (oder: reich werde) an Erkenntnis und allem Feingefühl zur Prüfung dessen, was in jedem Fall das richtige sei, damit ihr auf den Tag Christi lauter und ohne Tadel dasteht, 11 voll ausgestattet mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus erwächst (= gewirkt wird), zur Ehre und zum Lobpreis Gottes.

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

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Liebe Leser!

Liebe WAHRHEITSSUCHENDE!
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Viel Erkenntnis und neues Bewusstsein!

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Maggie Dörr
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