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Die zwei Gottesbilder der Bibel – endlich Licht!

Leser der Beiträge über die Entstehung der Bibel oder des Buches „Wer schrieb die Bibel?“ von Elliott Friedman wissen um die verschiedenen Schreiber der Bibel, die als J,E, D und P bezeichnet werden und sie wissen darum, dass wahrscheinlich Esra beim Nachschreiben der zerstörten Schriften ein Vermischungswerk vollbrachte, indem er die verschiedenen Autoren miteinander kombinierte und wahrscheinlich auch noch sein eigenes Gedankengut hinzufügte. Was dabei heraus kam waren nicht nur zwei unterschiedliche Schöpfungsberichte und zwei unterschiedliche Sintflutberichte, sondern auch zwei unterschiedliche Gottesbilder. Jahwe ist also nicht gleich Jahwe! Welch ein Dilemma!

 

Das kommt auch der bereits dargelegten Priestersekten-Hypothese sehr nahe, in der man vermutet, dass eine abtrünnige, herrschaftssüchtige Priesterbande (wahrscheinlich die Priester von Silo) den „wahren Jahwe (Jahuwah)“ fälschte, indem man ihm Opfergesetze und Ausrottungsaufträge unterschob, die er nie angeordnet hatte. Vielleicht treffen beide Vermutungen gleichzeitig zu, was es nicht einfacher macht.

 

Wie sollen wir denn nun aus der Bibel erkennen können, wie Gott wirklich ist. Ist er so wie der Mensch, denn er schuf ja den Menschen nach seinem Bilde? Oder ist er so, wie ihn der Autor J oder E darstellt: Ein sehr personaler Gott, der auf Erden erscheint in sichtbarer Gestalt, mit den Menschen um Menschenleben verhandelt, bereut und zornig sein kann. Oder ist er eher unsichtbar, transzendental und kosmisch wie P ihn darstellt – und letztlich auch Jesus (Jaschua), Paulus und Johannes? 1.Ti.3:6 An welchen Schriften orientierten die beiden sich eigentlich?

Ich zitiere Elliott Friedman:
In P´s Erzählung von der Schöpfung und von der Sintflut bleibt Gott über und jenseits von allem, er beherrscht und steuert Mensch und Natur. In J´s Erzählung geht Jahwe persönlich durch den Garten Eden, macht den Menschen die ersten Kleider, verschließt die Arche und riecht Noahs Opfer.
In der Erzählung, wie Mose in Meriba an den Felsen schlägt, steht bei E Gott auf einem Felsen, in P´s Version nicht.
In J´s Erzählung vom Berg Sinai steigt Jahwe persönlich im Feuer auf den Berg herab. 2.Mo.19:18 In P nicht. 2.Mo.24:16
In J und E sieht Mose Gott wirklich. 2.Mo.33:34 in P nicht. (?)
In J fleht Abraham Gott an, das Schicksal der Städte Sodom und Gomorra abzuwenden, und in der Kundschafter-Erzählung setzt Mose sich um das Schicksal des Volkes willen ein. Auch in E fleht Mose für das Volk in der Erzählung vom goldenen Kalb und später interveniert er leidenschaftlich und beredt bei einem Gott, den er kennen gelernt hat „wie ein Mann, der mit seinem Freund redet“. Er kann sogar zu Gott selbst sagen: „Warum bekümmerst du mich?“ oder „Und willst du also mit mir tun, so erwürge mich lieber“. In D bittet Mose Gott eindringlich, ihn die Ankunft im gelobten Land erleben zu lassen, aber Gott lehnt das ab.
P (dagegen) lässt Menschen niemals mit solcher Vertraulichkeit zu Gott reden.
In P ist Gott transzendentaler, distanzierter. Es gibt Gebote und sein Wille wird getan.
S.314 Zitat-Ende

 

Als der Redakteur die verschiedenen Schriftquellen miteinander vereinigte, vermischte er damit auch zwei ganz unterschiedliche persönliche, menschliche Gottesvorstellungen!!! Und er machte uns damit die großen Probleme, welche ich im Folgenden aufzeigen will.

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Wie ist Gott aber wirklich? Werden wir das je erfahren?

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Zwei Gottesbilder

Gerade erklärt Jahwe (Jahuwah) Mose noch persönlich, er sei langsam zum Zorn und groß an Gnade und Vergebungsbereitschaft und bald danach rastet er bei jedem Problem komplett aus.

2.Mose 34:5f
Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue; 7 der Gnade auf Tausende hin (oder: Tausenden; vgl. 20,6) bewahrt, der Unrecht, Übertretung und Sünde vergibt, doch auch (den Schuldigen) keineswegs ungestraft läßt, sondern die Schuld der Väter an Kindern und Kindeskindern heimsucht, am dritten und am vierten Glied.«

Joel 2;13, Psalm 86:15, sowie bei Jona und Nahum
So zerreißt denn eure Herzen statt eurer Kleider und kehret zurück zum HERRN, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und reich an Güte, und er läßt sich das Unheil leid sein:

In Hesekiel 18:18 sagt dieser Gott (?), dass er keinesfalls die Schuld der Väter bei den Kindern heimsuchen wird und dass ihr Sprichwort „Die Väter essen die Trauben und die Zähne der Kinder werden stumpf“ falsch sei und hier in 2.Mose 34:7 sagt er genau das Gegenteil!

Der angebliche „Gott der Lebenden und nicht der Toten“, „der Gott des Erbarmens“ begeht also gleich nach seiner Vorstellung vor Mose einen Massenmord nach dem anderen und zwar nicht nur in Ägypten und Kanaan, sondern auch unter seinem eigenen Volk, das er doch eigentlich erst einmal erziehen müsste in der Gerechtigkeit, die ihm so vorschwebt.

Dazu wieder Elliott Friedman sehr passend:
„Das Wort Barmherzigkeit wird in P nicht ein einziges mal verwendet. Ebenso wenig werden die Wörter „Gnade“ oder „Buße“ verwendet. Auch die Treue Jahwes wird nie erwähnt. Der Priester, der P geschrieben hat, betont vielmehr den göttlichen Aspekt der GERECHTIGKEIT. Das heißt, man bekommt, was man verdient. Gehorsam wird belohnt. Übertretungen werden bestraft. Da gibt es keine Barmherzigkeit des göttlichen Richters, der man sich anvertraut.
J und E bilden dazu praktisch den Gegensatz. Sie betonen den göttlichen Aspekt der Barmherzigkeit. Für Übertretungen kann durch Buße Vergebung erlangt werden. Gott ist gnädig und in großzügigerweise seinem Bunde treu. Die menschliche Grunderfahrung des Göttlichen wird bei J dargestellt, als Mose Gott wirklich auf dem Sinai sieht und Jahwe erklärt: 2.Mose 34:5 s.w.o. Die Begriffe die P nie nennt, tauchen in J, E und D ungefähr siebzigmal auf. Es ist keineswegs nur eine Frage des Vokabulars!“ S.317 noch mehr Beispiele.

Fazit: Der P-Autor stellt in erster Linie die göttliche Gerechtigkeit heraus – das ist SEIN Gottesbild!
Die anderen Quellen heben IHREN Gott dagegen als den Barherzigen hervor. Der Redakteur der Bibel versuchte diese beiden Göttervarianten in Einklang zu bringen, was ihm aber m.E. nicht unbedingt gelang. Wie kann man auch einen opferfordernden Gott mit einem opferablehnenden Gott in Einklang bringen? Ich will auch darüber nicht weiter spekulieren, denn ich wollte nie einen spekulativen Gott, einen Gott, den sich andere so oder so vorgestellt haben – nein, das kann nicht Wahrheit sein!

Ich bin froh diese Erklärung von E.Friedman zu meinem zuvor aufgestellten Fragekatalog der entgegengesetzten Gottesbilder noch rechtzeitig in diesem Buch gefunden zu haben. So kann ich auch euch gleich eine Begründung dafür mitliefern und nicht allein die gegensätzlichen Fakten. Doch nun geht’s erst mal noch meiner Textsammlung weiter:

Bei Abraham vermittelt er, dass er keine Menschenopfer will (auch bei Hosea) und bei Mose erfahren wir von „geweihten Söhnen“ von „gebannten Menschen“, die er für sich beansprucht. Als Jephta durch eine übereilte Entscheidung nichtsahnend seine Tochter als Opfer verspricht und zu seinem Wort stehen muss, greift Jahwe nicht ein, wie bei Abraham und Isaak, sondern lässt die Menschenopferung durchführen. Ri.11:34ff

Einerseits gibt es einen ganzen Katalog von Opfervorschriften für alle Gelegenheiten; andererseits sagt Gott, er habe ihnen nie Opfervorschriften gegeben, als sie durch die Wüste zogen. Vgl. auch Hosea 6:6, Micha 6, Jes.1:11

3.Mose 7:38
38 das der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai gegeben hat, an dem Tag, da er den Kindern Israels gebot, dem HERRN ihre Opfer darzubringen, in der Wüste Sinai.

Jer.7:22 und Amos 5:25
Denn ich habe euren Vätern damals, als ich sie aus Ägypten wegführte, nichts von Brandopfern und Schlachtopfern gesagt und geboten,

Mose gibt er einerseits wunderbare Gesetze, wie „Du sollst deinen Nächsten lieben“, „du sollst nicht morden“, „Du sollst nicht begehren ….“, „sollst dir kein Bildnis machen“ usw. Andererseits hält er sich selbst nicht daran, sondern erweist sich als zorniger Rachegott, der mordet und plündert, indem er sein Volk dazu anstiftet und der gelassen zuschaut, wenn die Hebräer selbst hinterlistige Anschläge schmieden und auch untereinander huren und morden. Viele schlimme Taten der 12 Stämme bleiben ungestraft, werden noch als berichtenswert über Jahrhunderte weitererzählt und aufgeschrieben, wie z.B. Davids Hinterlist gegen Saul und seine Söhne, die er trotz des Versprechens, sie zu verschonen, umbringen lässt.

Einerseits sagt er, er sei der einzige Gott, außer ihm gäbe es keinen … und andererseits wird immer wieder von vielen Göttern gesprochen, die gemeinsam etwas beschließen (Lasset uns … machen), sogar von ganzen Götterversammlungen und den Göttern Kanaans, z.B. Moloch, der ja ein wirkliches Zwitterwesen, ein Hybride von großer Statue war. Dieser andere Gott war der „Gott der Götter“! – einer unter vielen, aber natürlich der Oberste.

Einerseits macht er einen riesigen Katalog von Fluchbestimmungen auf, 5.Mose 28; 29:11,19f, und andererseits bringt er die Gemeinde Gottes eh sofort um, wenn sie ihm ungehorsam sind.

Einerseits nennt er sich „Gott der Rache“ und andererseits „Gott des Friedens“, wenngleich er auch im NT ordentlich Grimm und Rache übt durch seinen Gesalbten. Off.19

Einerseits ist er der „Gott der Liebe“, der Liebesgebote erstellt und andererseits ist er darin wenig Vorbild, wenn er z.B. Jakob liebt und Esau hasst – und das schon im Mutterleib, wo sie weder Gutes noch Böses getan haben. Rö.9:11-13 Dagegen heißt es bei Johannes, dass wer seinen Bruder hasst, bereits ein Menschenmörder ist. Welche Schlussfolgerung lässt das nun zu? 1.Joh.3:15

Ziemlich bipolar klingt auch diese Aussage:

Jes.45:7
Der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Frieden gebe und Unheil schaffe: ich, der HERR, bin es, der dies alles wirkt!«

Wieviel Unheil (Unglück) er bringt erfährst du besonders im Buch Jeremias, der die Israeliten heftig damit bedroht. Und in Amos 3:6 „Geschieht auch ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht gewirkt hat?“

Einerseits will er die Nephilim in Kanaan ausrotten und bringt eine Sintflut über die ganze Erde, andererseits überleben dann doch so viele, dass er neue Ausrottungspläne für Kanaan schmieden muss und dann schafft er es wieder nicht, weil seine irdischen Heerscharen sich nicht an seine Ausrottungsgebote halten und sich immer wieder mit den Frauen Kanaans vermischen.

Einerseits soll man sich kein Bildnis machen, andererseits lässt er in der Wüste eine Standarte mit einem Schlangensymbol anfertigen, welches das Volk anschauen musste, um geheilt zu werden.

Einerseits soll der wahre Gott in einem unzugänglichen Licht wohnen und kein Mensch kann ihn je gesehen haben. 1.Tim.3:6 und andererseits haben alle Patriarchen mit diesem Gott persönlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht, bis hin zu einem Ringkampf zwischen Gott und Jakob.

Einerseits verwirft dieser Gott Israel endgültig laut Hosea 1:6 und 9:15 und andererseits läutet er im gleichen Buch schon wieder Hochzeitsglocken, indem er in 2:21 seine Verlobung mit Israel ankündigt. Irgendwie auch sehr menschlich gedacht und gehandelt (wie auch seine Scheidung, die er durch einen Scheidebrief schriftlich fixiert, Jer.3:8), obwohl er das ja in 11:9 abstreitet:

„Denn Gott bin ich und nicht ein Mensch, in deiner Mitte der Heilige, ich will nicht in Zornglut kommen. – Nicht ausführen will ich die Glut meines Zornes, will nicht noch einmal Ephraim vernichten.“

Dieser Gott muss sich selbst vornehmen, nicht in Wut zu geraten, obschon er doch „langsam zum Zorn ist“; erinnert mich an Hiob 2:3, wo Gott sich über sich selbst ärgert, weil er sich vom Satan hat aufreizen lassen und im nächsten Vers macht ers glatt nochmal – konnte sich wohl nicht beherrschen, dieser Gott Israels? Man merkt daran doch sehr, dass Menschen diese Dinge nach ihrem eigenen Empfinden aufgeschrieben haben, denn es menschelt ein bisserl zu viel! Mehr zu diesem Gott, der seinen Zorn nicht auf die Reihe kriegt, findest du in dem Beitrag „Jesajas Gott – der Schlächter“

Einerseits legt er einen ganzen Katalog von Regeln fest, die jedes Tier in rein und unrein aufschließen, in solche, die man essen darf, und solche die man meiden soll, weil sie den Menschen verunreinigen. Andererseits sagte sein Messias Jesus, dass nichts, was in den Körper rein geht uns verunreinigen könne.

Einerseits soll der wahre Gott allwissend sein; andererseits muss er Dinge bereuen, weil er eben nicht wusste, dass es zu den Ergebnissen kam, die ihm nicht gefielen. Hosea 8:4, Jer.3:19, 4.Mose 23:19

Wie kann ich aus solchen widersprüchlichen und schrecklichen Gottesbeschreibungen den allein wahren Gott und Schöpfer erkennen? Das ist doch unmöglich!

Wer ist Jahwe (Jahuwah, Jehova)?

War er der wahre Gott und man hat ihm später falsche Handlungen untergeschoben und Worte in den Mund gelegt und seine Person mit Baal (HERR) vermischt?

Hosea 2:18
An jenem Tag wird es geschehen, spricht der HERR, dass du mich »mein Mann« und nicht mehr »mein Baal« nennen wirst;

Jer.23:27
haben sie nicht im Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in Vergessenheit zu bringen durch die Träume, die sie einander erzählen, gleichwie ihre Väter meinen Namen vergessen haben über dem Baal?

Ist also Jahwe wirklich der Schlangengott, ein Baal oder aber der wahre heilige Gott, den man lediglich denunziert hat durch Schriftenfälschungen? Wie kann man weiterhin den Namen Jahwe oder Jahuwah benutzen, solange man das nicht wirklich weiß? Möge der wahre Gott uns allen Verständnis geben und uns auch auf dem vermutlich letzten Schritt in Sachen Bibel in alle Wahrheit leiten.

Mai 2014

Aus Liebe zur Wahrheit

Maggie D.

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Viel Erkenntnis und neues Bewusstsein!

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Maggie Dörr
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