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Die Auslösung geweihter Söhne – Was bedeutet dieser Brauch?

2.Mose 13:12; 22:28

»Wenn der HERR dich dann, wie er es dir und deinen Vätern zugeschworen hat, in das Land der Kanaanäer gebracht und es dir zum Besitz gegeben hat, so sollst du dem HERRN alles weihen, was zuerst aus dem Mutterschoß ans Tageslicht hervortritt! Auch jeder erste Wurf des Viehs, der dir zuteil wird (oder: das du besitzest), soweit er männlich ist, gehört dem HERRN.

13 Jedes erstgeborene Eselfüllen aber sollst du mit einem Stück Kleinvieh (oder: einem Lamm) loskaufen; oder, wenn du es nicht loskaufen willst, so brich ihm das Genick! Weiter sollst du jede Erstgeburt vom Menschen bei deinen Söhnen loskaufen!

14 Wenn dann dein Sohn künftig die Frage an dich richtet: ›Was bedeutet dieser Brauch?‹, so antworte ihm: ›Mit starker Hand hat der HERR uns aus Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, weggeführt. 15 Denn weil der Pharao sich hartnäckig dagegen sträubte, uns ziehen zu lassen, hat der HERR alle Erstgeburt in Ägypten sterben lassen, von den Erstgeborenen der Menschen an bis zur Erstgeburt des Viehs; darum opfere ich dem HERRN alle männlichen Erstgeburten, aber jeden Erstgeborenen meiner Söhne kaufe ich los.‹ 16 Und dieser Brauch soll dir gleichsam ein Denkzeichen an deiner Hand und ein Erinnerungsmal auf deiner Stirn sein; denn mit starker Hand hat der HERR uns aus Ägypten weggeführt!«

Die Erklärung zur gestellten Frage gibt uns der HERR selbst in V.14-16 Er hatte sie aus der Knechtschaft Ägyptens befreit und zwar dadurch, dass er letztlich nach vielen erfolglosen Zwangsmaßnahmen in Ägypten alle Erstgeburt sterben ließ. Danach ließ der Pharao sie endlich ziehen. Hebräer 11:28 zeigt uns aber auch einen Aspekt, der in der Exodus-Aussage gar nicht so sehr hervorgehoben wird, nämlich dass Gott den Verderber der Erstgeburt, der durch ganz Ägypten ging, durch das Blut eines Lammes zurückhielt, auch die Erstgeburten Israels zu vernichten. Sie wurden vorübergehend sündlos durch das Lebensblut eines Tieres und der Verderber hatte keine Chance, auch sie zu erschlagen. Nun sollten sie in ewiger Erinnerung an diese Befreiungsaktion ihrem Gott Jahuwah ihre Erstgeburten weihen, wobei die Tiere tatsächlich geschlachtet wurden und die männlichen Erstgeburten der Menschen symbolisch geweiht wurden, denn man sollte sie sodann loskaufen oder auslösen.

Ich habe den geistlichen tieferen Sinn hinter der Auslösung leider nicht erkennen können. Doch so viel steht fest: Der Hebräer-Gott wollte ein Gedenkopfer! – Bis auf einige Ausnahmen, wie immer:

3.Mose 27:28-29

»Jedoch alles mit dem Bann Belegte, das jemand von seinem gesamten Besitz dem HERRN mittels des Bannes weiht, es seien Menschen oder Vieh oder Stücke von seinem ererbten Grundbesitz, darf weder verkauft noch eingelöst werden: alles Gebannte ist dem HERRN hochheilig. 29 Handelt es sich dabei um Menschen, die mit dem Bann belegt sind, so dürfen sie nicht losgekauft, sondern müssen unbedingt getötet werden.«

Nichts, was unter der Todesstrafe stand oder vernichtet werden sollte, durfte ausgelöst werden. Das ist gemeint, wenn hier die Rede von »Gebanntem« ist. So konnte ein Sohn, der seine Eltern verfluchte, nicht ausgelöst werden, sondern er musste getötet werden.

Die Weihung Jeschuas

Interessant ist, dass auch Jaschua (Jesus) im Tempel Gott dar gebracht wurde. Luk.2:22-24 Und es wird nichts von einer Auslösung berichtet.

 

Lukas 2:22-24 Menge

„Als dann die (vierzig) nach dem mosaischen Gesetz (3.Mose 12,2-8) für ihre Reinigung vorgeschriebenen Tage zu Ende waren, brachten sie das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn darzustellen (= zu heiligen oder: zu weihen) – wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht (2.Mose 13,2.12): »Jedes erstgeborene männliche Kind, das zur Welt kommt, soll als dem Herrn geheiligt (= geweiht; vgl. 1,35) gelten« –; 24 zugleich wollten sie das Opfer nach der Vorschrift im Gesetz des Herrn (3.Mose 12,8) darbringen, nämlich ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.“

Erstlingsopfer haben im gesamten Orient eine große Bedeutung, denn auch die heidnischen Götzenanbeter opferten ihre Erstlinge ihren Göttern. Abraham war aber sicher nicht nur deshalb widerspruchslos dazu bereit, seinen Sohn zu opfern, weil er diese Praxis aus seiner Vergangenheit in Chaldäa kannte, sondern auch weil er sie seit langem von dem Gott kannte, der sich ihm als Jahwe vorgestellt hatte.

Und dieser Jahwe war ja auch selbst dazu bereit, seinen erstgeborenen Sohn Jeschua (Jesus) zu opfern! Auch er sollte als „Lamm Gottes“ geschlachtet werden. Off.13:9

Von daher kann man eventuell auch Jephtas Selbstverständnis im Umgang mit einem Menschenopfer sehen, wie man es in Richter 11 nachlesen kann. Er legte ein Gelübde vor Jahwe ab, worin er diesem Gott aus Dankbarkeit den ersten Menschen opfern wollte, der aus seinem Haus kam – leider war es seine Tochter. Doch er tat dies ja sicher, weil er wusste, dass sein Gott Wohlgefallen an Menschenopfern hatte.

Leider haben wir aber in der hebräischen Bibel auch hier wieder mit Widersprüchen oder eben unterschiedlichen Göttern zu tun, die gleichzeitig unter dem Namen Jahwe (HERR) von den Lügenschreibern der Priestersekte vorgeführt werden. Denn einerseits lesen wir z.B. in den Fluchbestimmungen, wie dieser Gott der Hebräer zu Kindermord eingestellt war, wenn er 5.Mose 28:53 als Fluch festlegte …

5.Mose 28:53
Da wirst du dann in der Angst und Bedrängnis, in die dein Feind dich versetzen wird, deine leiblichen Kinder verzehren, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die der HERR, dein Gott, dir geschenkt hat.

Mehr dazu HIER!

….. und andererseits stellt man ihn uns in Hesekiel als völlig entsetzt wegen solcher Praktiken dar:

Hesekiel 16:20

Auch nahmst du deine Söhne und Töchter, die du mir geboren hattest, und schlachtetest sie ihnen zum Fraß. Genügte deine Buhlerei noch nicht, daß du auch noch meine Kinder schlachten mußtest und sie hingabst, indem du sie ihnen als Opfer verbranntest?

3.Mose 18:21

Von deinen Kindern darfst du keines hingeben, um es dem Moloch zur Opferung zu weihen, damit du den Namen deines Gottes nicht entweihst: ich bin der der HERR!

Es sieht so aus, als ob es für ihn selbst in Ordnung war, aber nicht für andere Götter, welche ihm die Machtstellung streitig machten.

Der Vollständigkeit halber hier noch einige Anweisungen:

Auslösungspraxis

4.Mose 18:15

Alle Erstgeburt unter allem Fleisch, die sie dem Herrn darbringen, es sei vom Menschen oder vom Vieh, soll dir gehören; doch sollst du die Erstgeburt eines Menschen unbedingt auslösen, und auch die Erstgeburt eines unreinen Viehs sollst du auslösen lassen.

Auslösungswerte

3.Mose 27:1-8

Hierauf gebot der HERR dem Mose folgendes: 2 »Teile den Israeliten folgende Verordnungen mit: Wenn jemand dem HERRN ein besonderes Gelübde erfüllen will, und zwar in betreff von Personen nach dem Schätzungswert, 3 so soll der Schätzungswert einer männlichen Person im Alter von zwanzig bis zu sechzig Jahren fünfzig Silberschekel nach dem Gewicht des Heiligtums http://www.bibelwissenschaft.de/fileadmin/templates/_gfx/bibeltext/icon_notes.gif betragen; 4 ist es aber eine weibliche Person, … usw.

Leviten-Weihung und Auslösung

Im Gegensatz zu diesen Forderungen der Auslösung lesen wir in 4.Mose 3 und 8 eine von Jahwe neu eingesetzte Praxis der Auslösung. Wie diese Texte zeitlich einzuordnen sind, kann ich nicht sagen, doch letztlich blieb ja die Praxis der Leviten bestehen.

4.Mose 14-19

…. auf diese Weise sollst du die Leviten aus der Mitte der Israeliten aussondern, damit die Leviten mir gehören. 15 Darnach sollen die Leviten hineingehen, um den Dienst am Offenbarungszelt zu verrichten. So sollst du sie reinigen und als Webeopfer weben; 16 denn sie sind mir aus der Mitte der Israeliten ganz zu eigen gegeben: als Ersatz für alle Erstgeburten, für alle Kinder, die unter den Israeliten zuerst zur Welt kommen, habe ich sie für mich genommen. 17 Denn mir gehört alles Erstgeborene in Israel, von den Menschen wie vom Vieh; an dem Tage, als ich alle Erstgeburten im Lande Ägypten sterben ließ, habe ich sie mir geheiligt. 18 So habe ich denn die Leviten als Ersatz für alle Erstgeborenen unter den Israeliten genommen 19 und habe die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen aus der Mitte der Israeliten zu eigen gegeben, damit sie den von den Israeliten zu leistenden Dienst am Offenbarungszelt verrichten und den Israeliten als Deckung dienen, auf daß kein Unglücksschlag die Israeliten trifft, wenn sie selbst sich dem Heiligtum nähern würden (oder: an das Heilige heranträten). Vgl. auch 3:44-51

Aus Liebe zur Wahrheit

Maggie D.

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