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Wertvolle Hintergrundinfos zur Entstehung der Geburtsgeschichte und dem Stammbaum Jesu (Jeschuas)

Im Buch „Die Evangelien in aramäischer Sicht“ von George M.Lamsa S.270 fand ich folgende Hintergrundinformation zu Lukas:

„Die Besitzer von Manuskripten und die Abschreiber hatten daher die volle Freiheit, je nach Gutdünken einzelne Texte ihren Büchern einzuverleiben oder sie daraus wegzulassen. Damals gab es natürlich noch keine kirchliche Behörde, welche die Dokumente oder neuentdeckte Schriften über Jesus hätte prüfen und beurteilen können.“

 

Da erhebt sich für mich die Frage, ob man diese Geschichten mit der Ankündigung des Engels nicht später hinzugefügt haben könnte, um der bestimmten Zielgruppe, der das Manuskript helfen sollte, die Übernatürlichkeit Jesu zu erklären, denn auch die Schilderungen über Johannes, den Täufer soll laut Lamsa in den älteren Manuskripten gar nicht vorkommen.
Was Lukas also versucht haben könnte, wäre das, was auch Paulus versuchte: Dem Juden ein Jude und dem Griechen ein Grieche zu sein, um einen jeden zu gewinnen!

 

Auch das Folgende sieht mir nach einem Einschub aus, denn obwohl es gleich zu Anfang bei Matthäus doch heißt: „Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams“, beginnt er nach dem Stammbaum in Vers 18 noch einmal und fügt hierbei auch noch ein „aber“ ein: „Mit dem Ursprung von Jesus Christi verhielt es sich aber so …….

Interessant, wenngleich hier nicht das Thema, ist auch die Aussage des Matthäus über den Ursprung selbst! Beachte: Es fehlt gänzlich SOHN GOTTES oder SOHN des HÖCHSTEN!

 

Doch schauen wir weiter, was uns der aramäische Bruder schon vor Jahrzehnten an hochinteressanten Infos zu bieten hatte, welche verständlicher Weise nicht groß publik wurden:

„Der Verfasser des Lukas-Evangeliums – wer auch immer er gewesen sein möge – war mit den Jüngern Jesu und ihren Nachfolgern persönlich bekannt gewesen. Er hatte von ihnen die Erzählungen über Jesus gehört, und hatte außerdem auch die von Augen- und Ohrenzeugen Jesu geschriebenen Berichte gelesen. Anhand dieser einmaligen Umstände und Kenntnisse, war er in der Lage, die verschiedenen Notizen und Belege sorgfältig zu prüfen und gegeneinander abzuwägen, um danach seinen eigenen, ausgeglicheneren Tatsachenbericht zusammenzustellen. Er ließ einiges weg und änderte andere Stellen, die mit den übrigen Überlieferungen nicht übereinstimmten.

 

Gleich Matthäus verfolgte er z.B. die Abstammung Jesu bis auf David zurück, aber ungleich Matthäus, der sie über die königliche Linie Salomos geführt hatte, leitete Lukas sie über Nathan, einen anderen Sohn Davids. In seinem Evangelium schloss Lukas auch die Geburt Johannes des Täufers ein, die in den anderen Berichten nicht vorkommt.

Wahrscheinlich wollte er mit diesen Änderungen Vorurteile überwinden. Galiläische und samaritanische Christen hätte eine Abstammung Jesu von David über die königliche Linie Salomos nicht zugesagt, denn die alte Feindschaft zwischen dem Haus Davids in Judäa und den Zehn Stämmen im Norden war immer noch lebendig. Lukas versuchte mit diesem Kompromiss sein Evangelium beiden Gruppen, den Bewohner des Nordens wie auch jenen Städten des Südens, annehmbar zu machen.“ Zitat Ende

 

George M.Lamsa schreibt, dass das Matthäus-Evangelium eine „Darstellung des Lebens und der Lehre Jesu“ nach Matthäus war, also so, wie er seine Beweise sammelte und aufschrieb, indem er die „Stücke zusammen fügte und für das zusätzliche Material, wie z.B. Berichte über die Geburt und Abstammung Jesu“ sorgte. Dieser Punkt der Abstammung erlangte erst in einer späteren Periode Wichtigkeit. Die Frage nach der Geburt eines berühmten Mannes wird aktuell, sobald er einmal mächtig und berühmt geworden ist. Die ältesten Christen interessierten sich jedoch in erster Linie dafür was Jesus tat und sagte und weniger dafür, wo er geboren worden war.“

 

In Anbetracht einer übernatürlichen Zeugung durch Gott selbst, was in der ganzen israelischen Geschichte noch nie vorkam, sollte jedoch dieses Ereignis eigentlich bei allen Evangelisten vornan gestellt worden sein – ist aber nicht der Fall. Die Juden waren mehr daran interessiert zu beweisen, dass Jesus dem Fleisch nach auch wirklich aus dem Stamm Juda kam und somit der verheißene Messias Gottes! Die späteren Kirchenväter allerdings waren daran ganz und gar nicht interessiert, denn sie lehnten alles Jüdische ab und wollten stattdessen ihre Muttergöttin-Theorie installieren. Das sollten wir im Auge behalten!

 

Lamsa spricht auch den Personenkreis an, „für den der Text zusammen gestellt wurde, die Zielgruppe also. „Berichte, die den Juden in Judäa gefallen hätten, wären für Galiläer und Syrer abstoßend gewesen. Aus diesem Grund haben Markus und Johannes die Aufzählung von Jesu Genealogie und die Erzählung über seine Geburt weggelassen. Andererseits überging Matthäus die Geschichte des Weibes in Samaria, weil die Juden die Samariter hassten und ein zustimmender Bericht über ein Gespräch Jesu – eines Propheten – mit einer Samariterin für sie unannehmbar gewesen wäre. Johannes dagegen benutzte seinerseits die Gelegenheit, die Samariter und Heiden davon zu überzeugen, dass Jesus nicht nur die Juden, sondern auch die Heiden suchte.“

 

Mit dieser Erklärung macht übrigens für mich Jesu angebliche Aussage: Ich bin n u r zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt“ einen ganz anderen Sinn. Er hatte also den Rest der Welt nicht grundsätzlich erst mal ausschließen wollen. Es ging vielmehr um Zielgruppen.

 

Weiter bei Lamsa: „Diese Methode des Weglassens und Beifügens von Material in heiligen Schriften wird auch heute noch angewendet, wie aus der Behandlung der Nestorianischen Manuskripte hervorgeht, die zum Teil im 5.Jhd. geschrieben und kürzlich von Römisch-Katholiken, Anglikanern und Presbyterianern gedruckt worden sind. (Lamsa schrieb 1936!) Die unlängst erschienenen Bücher, welche alle auf dieselben Manuskripte zurückgehen, haben verschiedenen Inhalt, je nach Glaubensrichtung derjenigen, die von ihnen Gebrauch machen. Die Römisch-Katholiken lassen weg, was gegen ihre Lehre spricht und fügen bei, was durch die ursprünglichen Autoren als Ketzerei abgelehnt wurde. Die Anglikaner übergehen die Namen gewisser östlicher Kirchenväter, welche die Ausdrücke „Maria, Mutter Gottes“ und „Gott starb am Kreuz“ rügten, da nach ihrer Auffassung Maria nur die Mutter Jesu gewesen war und Jesus als Mensch starb. Nur die Presbyterianer druckten die Manuskripte wörtlich genau ab…..“

 

Welch ein Augenöffner! Und ganz wie ich es in meinen Beiträgen zur Inspiration der Bibel schon vermutet und teils auch belegt habe, besonders in Sachen Trinität.
Allerdings frage ich mich nun natürlich auch, was es mit der Erfüllung der Prophetie auf sich hat, dass der Messias aus Bethlehem kommen müsse, der Heimatstadt Davids? Micha 5 Denn eigentlich kam Jeschua weder von dort, noch blieb er nach seiner Geburt dort. Wir lesen von einer Volkszählung, bei der Josef und Maria in „ihren Geburtsort“ mussten, wobei man sich fragen muss: Wieso wohnten denn die beiden nicht in Judäa, sondern im von den Juden verhassten Galiläa?

Und wenn sie Juden waren und einen jüdischen Messias laut Verheißung zugesagt bekommen hatten, warum gingen sie dann nach Galiläa zurück? Angeblich wurden von dort sogar alle Juden nach Judäa ausgewiesen. Ja, kein Wunder, dass die Juden später verächtlich über den Mann aus Galiläa sprachen, denn eine Geburtsurkunde mit dem Siegel Bethlehems führte er sicher nicht mit sich. Und in Galiläa, wo er sich die meiste Zeit seines Lebens aufhielt, hätte er mit einem judäischen Bethlehem-Geburtsnachweis sofort auf der „Abschussliste“ gestanden.
Zu alle dem fehlen mir aber leider ernst zu nehmende Hintergrundinfos, außer, dass die Sache mit der Volkszählung wohl auch einige Fragen aufwirft. Einen fragwürdigen Anfang hatte der Sohn Gottes, das muss man schon sagen! Und leider hat er auch bis Dato nicht viel dazu beigetragen, dass seine Anhänger die wahren Hintergründe erfahren könnten und ihren Kritikern gegenüber wahrhaftige ernst zu nehmende Antworten zu bieten hätten. Außer Glauben und Vertrauen läuft da nicht viel Überzeugendes. Schade!

Das Jungfrauengeburt-Ereignis erscheint ebenfalls nicht in der Didache, auch bekannt als die Lehre der zwölf Apostel. Die Didache ist möglicherweise die älteste erhaltene Urkunde des Christentums. Die Didache enthält eine Zusammenfassung der Lehren, welche deutlich von Jesus in Matthäus und vielleicht auch von Johannes stammen. Sie war Teil des Kanons der syrischen christlichen Kirche. Die Schrift- Sprache zeigt, dass es zwischen 50 n. Chr. und 200 n. Chr. geschrieben wurde. Die meisten Gelehrten sagen, dass die Didache vor und nicht nach 100 n.Chr geschrieben wurde.“ (Camden McCormack Cobern, die neuen archäologischen Entdeckungen und ihren Einfluss auf das Neue Testament (Funk & Wagnalls Company, 1917)

 

Welche Zeugnisse haben wir also für die JFG? Es sind nur die beiden Zeugen Matthäus und Lukas in der Vorgeburtsgeschichte – mehr haben wir nicht!!!! Und die sind offensichtlich später hinzugefügt worden. George M.Lamsa schreibt, dass das Matthäus-Evangelium eine „Darstellung des Lebens und der Lehre Jesu“ nach Matthäus war, also so, wie er seine Beweise sammelte und aufschrieb, indem er die „Stücke zusammen fügte und für das zusätzliche Material, wie z.B. Berichte über die Geburt und Abstammung Jesu“ sorgte. Dieser Punkt der Abstammung erlangte erst in einer späteren Periode Wichtigkeit. Die Frage nach der Geburt eines berühmten Mannes wird aktuell, sobald er einmal mächtig und berühmt geworden ist. Die ältesten Christen interessierten sich jedoch in erster Linie dafür was Jesus tat und sagte und weniger dafür, wo er geboren worden war.“

http://liebezurwahrheit.info/die-zeugung-jesus-und-die-jungfrauengeburt/

In Anbetracht einer übernatürlichen Zeugung durch Gott selbst, was in der ganzen israelischen Geschichte noch nie vorkam, sollte jedoch dieses Ereignis eigentlich bei allen Evangelisten vorn an gestellt worden sein – ist aber nicht der Fall. Die Juden waren mehr daran interessiert zu beweisen, dass Jesus dem Fleisch nach auch wirklich aus dem Stamm Juda kam und somit der verheißene Messias Gottes! Die späteren Kirchenväter allerdings waren daran ganz und gar nicht interessiert, denn sie lehnten alles Jüdische ab und wollten stattdessen ihre Muttergöttin-Theorie installieren. Das sollten wir im Auge behalten und dabei George Lamsas Hinweise auf das willkürliche Ändern von „heiligen Schriften“ im Sinn haben. Dann tun wir uns auch mit den vielen Widersprüchen und Ungereimtheiten im Geschlechtsregister nicht mehr so schwer. Und ich verstehe den Paulus nun gut, dass er wegen der Geschlechsregisterstreitigkeiten, die es ganz offensichtlich damals schon gab, warnte. 1.Tim. 1:4 und Titus 3:9 Spätestens wenn Jesu Christus als Friedefürst des kommenden Messianischen Reiches zurückkommen wird und in Israel den Thron Davids wiederherstellen wird, wissen wir die Wahrheit. Bin gespannt, welcher der vielen Jesusfiguren, die man uns in den 2000 Jahren angeboten hat, dann letztlich erscheinen wird.

Sie auch diesen Beitrag:

http://liebezurwahrheit.info/geschlechtsregister-jesu/

 

Aus Liebe zur Wahrheit

Maggie D.

 

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