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ACHTUNG! Endzeitliche Tora-Frömmigkeit

mit Gefahr aus der Gnade zu fallen!

 

In Sachen Gesetz und Tora fährt Steve Okunola die gleiche Linie mit Norbert Link : Kein Schweinefleisch und keine Krabben, also Speisegesetze des 1. Bundes, Zehnter und Sabbat mit Regeln, Festtage u.v.m.

 

Beide überfluten das Internet, besonders YouTube, mit ihrer alttestamentlichen, jüdischen Gesetzeslehre, die sie, im Gegensatz zum Apostelkonzil des 1.Jahrhunderts, als für Christen verbindlich verkünden. Und viele Gläubige, die wirklich Gott in allem wohl gefallen wollen, die Frömmsten und Gottesfürchtigsten also, fallen auf genau diese Gesetzlichkeiten herein und sind dann meist total irritiert wegen der vielen unterschiedlichen Textaussagen der Bibel und ihrer Lehrer.

Bitte lies die folgende Warnung gut durch:

Laßt euch nicht durch mancherlei und fremdartige Lehren fortreißen (= vom rechten Wege abbringen)! Denn es ist gut, daß das Herz durch GNADE gefestigt wird, NICHT durch SPEISEN, mit denen sich zu befassen noch niemandem Nutzen gebracht hat. Hebr.13:9.

 

Der Toralehrer mit Zehntenanspruch

Wie ich von seinen Anhängern erfuhr, kann man ohne einen Toralehrer die Tora, das Gesetz, nicht verstehen. Wir Heidenchristen brauchen also einen Menschen, der uns dir Tora lehrt, womit wir natürlich wieder beim katholischen System wären, was den kleinen Gläubigen für unfähig hält die Bibel selbst zu lesen und sie einfach verboten hatte. Katechismus ist auch heute dort noch das Lehrbuch weit über die Bibel hinaus. Die Juden haben ihren Talmud und die Christen brauchen also einen Toralehrer. Na, fein! Ich lerne ja gerne von Hebräern, die die Sprache und auch das hebräische Denken drauf haben, aber letztlich sehe ich keinen Hinweis in der ntl. Bibel, dass wir einen Lehrer spezifisch für die Tora brauchen – ganz im Gegenteil. Paulus lehrte den Unmündigen die neuen göttlichen Offenbarungsworte:

„Denn während ihr nach (der Länge) der Zeit schon Lehrer sein müßtet, bedürft ihr umgekehrt noch der Belehrung in den Anfangsgründen der göttlichen Offenbarungsworte und seid dahin gekommen, daß ihr Milch statt fester Nahrung nötig habt.“ Hebr.5:12

Er lehrte „die Geheimnisse Christi“! Eph.3:3-9 Nicht die Tora!

Ich muss allerdings auch zugestehen, dass man bei zwei verschiedenen Gesetzen in der Tora, die nicht übereinstimmen (3.Mose 26:46 / 5.Mose 28:69), und den vielen Gesetzen, die heute einfach nicht mehr anwendbar sind (Steinigungen, Priesterdienst, Opfer), dann schon einen Lehrer brauchen würde, der in jedem spezifischen Fall für Klarheit sorgt. Deshalb gibt es ja im Judentum auch die Rabbis, die Schriftgelehrten, die den Talmud schreiben, der das ganze Leben regelt. Aber Gott sei gelobt und dem Herrn Jaschua gedankt, dass er uns befreit hat von diesem religiösen System, sodass Johannes sagen konnte:

„Und was euch betrifft, so bleibt die (geistige) Salbung, die ihr von ihm (vgl. V.20) empfangen habt, dauernd in euch, und ihr bedürft keiner anderweitigen Belehrung; nein, wie seine Salbung euch über alles belehrt, so ist sie auch wahr und ist keine Lüge; und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt (nun auch) in ihm!“ 1.Joh.2:27

Ich sehe dementsprechend auch keinen Toralehrer im Neuen Testament! Die Juden hielten weiterhin an ihrer Tora fest, erkannten sie aber nicht mehr als rettendes Werk, denn „aus Gesetz kann niemand gerettet werden“! Rö.3:20, Apg.21:20 Doch die Heidenchristen wurden durch das Konzil davon befreit, erst Juden zu werden und dann Christen. Und sie hatten „von alledem nichts einzuhalten“. Apg. 15:19; 21:25 besonders Schla.2000, Hebr.9:10

Paulus und Petrus hätten sicher alle Hände voll zu tun gehabt, wenn sie den Heiden die Tora beigebracht hätten; da gäbe es gewiss einige Briefe, die auch uns heute lehren würden; doch nirgends bezeichnet sich einer von ihnen als Toralehrer, obschon Paulus darin gut gelehrt war, denn er wuchs ja unter einem Toralehrer auf.

Selbst Jaschua betätigte sich unter dem AB (er erlebte ja den NB nicht!) nicht als Toralehrer, sondern stellte lediglich von den Schriftgelehrten und Pharisäern verdrehte Lehren richtig. Nirgends lesen wir, dass er seine Jünger die Tora lehrte. Er sagte ihnen lediglich, dass er sie erfüllen würde und öffnete ihnen das Verständnis dafür, dass sie diese prophetischen Worte und die Verbindung zu ihm, dem Messias, erkennen konnten.

Ja, und eine Frage zuletzt: Kannst du mir eine Stelle im NT nennen, wo jemand den Zehnten zahlt oder den Zehnten empfängt? Paulus jedenfalls hatte oftmals Hunger zu leiden – vom Zehnten keine Spur! Und das, wo er doch priesterlich am Leib Christi diente und auch schrieb, dass man diejenigen, die geistlich dienen mitversorgen sollte! .Gal.6:6 Warum hat er denn nicht den Zehnten gelehrt? Da wäre er doch alle Sorge los gewesen?

Lieber Anhänger von Steve Okunola, kannst du dir vorstellen, welche Summen zusammen kommen, wenn nur 100 Anhänger (und er hat sicher mehr!) monatlich ihren Zehnten vom Brutto an ihren Toralehrer Okunola überweisen? Ich wäre schon zufrieden, wenn mir jeder, der durch mich vom Zehnten frei wird einmalig einen „letzten Zehnten“ als Spende schicken würde. Auch davon könnte ich schon gut leben. Aber ich muss keinen Prunkwagen fahren und muss auch nicht alles vom Feinsten haben, das ist m.E. eher die Frucht der Wohlstandsprediger.

Nun zu seiner Lehre

Mat.18:6-7 „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Anstoß [zur Sünde] gibt, für den wäre es besser, dass ein großer Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. 7 Wehe der Welt um der Ärgernisse (oder: Verführungen) willen! Wohl müssen die Verführungen kommen; doch wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis (oder: die Verführung) kommt!“

Steve Okunola postet den folgenden Beitrag eines Bruders zum Beweis dafür, dass das Gesetz Mose mit seinen 613 Gesetzen noch immer Gültigkeit hat. Ich will gerne einmal etwas dazwischen schreiben, damit du dich besser entscheiden kannst!

http://www.firstfruits.de/index.php/artikeln

2. Wurde die Torah (Gesetz) für die heutigen Gläubigen durch die Kreuzigung Yeshuas (Jesus) aufgehoben, oder hat sie noch Gültigkeit?

Yeshua (Jesus) sagt dazu im Neuen Testament Matthäus Kapitel 5, Vers 17-18

„Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz (Torah) oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!
Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht {ein} Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“

Es ist für jedermann leicht nachprüfbar ob Himmel und Erde weiterhin Bestand haben. Wenn dem so ist, gilt jedes noch so kleine Strichlein des Gesetzes weiterhin. Sofern man geneigt ist den Worten des Messias Ggn zu schenken, selbst wenn dies den Meinungen vieler Pastoren und dem eigenen Wohlbefinden widersprechen sollte.

JedidaMD:
In dieser Aussage Jaschuas geht es nicht einfach um das GESETZ Mose, um die 613 Satzungen, sondern um die Tora, die weit mehr umfasst und die Propheten einschließt. Überwiegend enthält die Tora Verheißungen und Heilzusagen. Warum sollte Jaschua dies alles auflösen. Nein, er war dabei die Prophetien und Verheißungen in Bezug auf ihn zu erfüllen. Noch aber war es nicht soweit und solange es noch den Alten Bund gab, gab es auch nichts aufzulösen oder als veraltert zu erklären, wie das später bezeichnet wurde. Hebr.8:13 Zum Zeitpunkt seiner Ansprache war Jaschua Schriftgelehrter, also ein jüdischer Rabbi (Toralehrer), der an jedem Sabbat in den jüdischen Synagogen lehrte und stand voll hinter der Tora mit ihren Gesetzen; deshalb sagte er in den folgenden Texten mehrfach: Ich aber sage euch! „ego de lego hymin“, was übrigens im Griechischen keinen Gegensatz darstellt – und damit lehrte er, wie ein Rabbi lehrte, nämlich im Ringen um du gottgefälligste Auslegung einer Anweisung Gottes. Damit stellte er sich keineswegs über die Tora, sondern er erklärte sie auf seine Weise, er legte sie aus! Es ist also richtig, dass Jaschua auch das Gesetz Mose nicht aufgehoben, sondern in seinem damaligen Verständnis erklärt hatte und es ist auch richtig, dass er sagte, es sei gültig!

Nun folgen diese Worte:


Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht {ein} Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz (Tora) vergehen, bis alles geschehen ist.“

Was wollte der Herr damit sagen? Ich denke, dass er damit aufzeigen wollte, dass keine Verheißung und keine Prophetie der Tora (leider mit Gesetz übersetzt!) einfach wegfallen würde, sondern alles geschehen, also alles in Erfüllung gehen werden, was geschrieben steht! Diese Aussage kann sich nicht auf das Gesetz der 10 Gebote beziehen, denn die werden nicht einfach „geschehen“! Schade, dass im NT an allen Stellen einfach mit „Gesetz“ übersetzt wurde, was, wie du hier sehen kannst, den Sinn entstellen kann. Leider hat Jaschua ansonsten zum Gesetz im Neuen Bund nichts gesagt! So müssen wir uns an die Apostel und ihre Briefe halten, um etwas über die Praxis des Gesetzes unter dem Neuen Bund zu erfahren. Schauen wir, was der Bruder weiter „beweist“:

Die Frage zur Gültigkeit des Gesetzes (Torah) wird auch vom Apostel Paulus klar und deutlich beantwortet, da die Apostelbriefe erst nach der Kreuzigung verfasst wurden sind.

Römerbrief Kapitel 3, Vers 28-31:

„So kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes.

Oder ist Gott nur der Gott der Juden und nicht auch der Heiden? Ja freilich, auch der Heiden!

Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt.

Heben wir nun das Gesetz (Torah) auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz (Torah).“

JedidaMD: Auch Paulus bestätigt, dass die Tora nicht aufgehoben, sondern erfüllt und damit bestätigt wird. Wenn sie denn aber erfüllt ist, ist sie „veraltert“ und es tritt etwas Neues an diese Stelle, wie z.B. bei den Opfergesetzen, die durch das eine Opferlamm Gottes erfüllt wurden und damit veraltert waren!

Indem er hier von einem »neuen« (Bunde) redet, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das geht dem Untergang entgegen. Hebr.8:13

Der Mensch wird im Neuen Bund, wie Paulus oben schreibt, „ohne Werke des Gesetzes gerechtfertigt“! Das aber heißt nicht, dass das Gesetz der 10 Gebote aufgelöst ist, denn es ist im NB auf unseren Herzen eingraviert, in unseren Geist geschrieben, also ein geistliches Gesetz – das Gesetz des Geistes! Rö.2:15
Dazu mehr HIER, besonders Punkt 4

Römer Brief Kapitel 6, Vers 15:

Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!

Wurde in den obigen Versen deutlich, dass das Gesetz weiterhin Bestand hat, werden wir im folgenden Vers sehen, warum das auch absolut notwendig ist.

JedidaMD: Scheinbar übersieht man hier wieder, dass es heißt, wir im Neuen Bund seien nicht mehr unter dem „Gesetz Mose“! Nein, wir sind unter dem „Gesetz Christi“! 1.Kor.9:20-21

„ …obgleich ich nicht ohne Gottes Gesetz lebe, vielmehr dem Gesetz Christi unterworfen bin!“

Römerbrief Kapitel 7, Vers 7

„Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!“

Nur durch das Verstehen des Gesetzes, der Torah (das „Alte“ Testament), ist es uns überhaupt erst möglich, zu erkennen was richtig und was falsch ist. Dieses ist der Maßstab, welcher Gott für das menschliche Zusammenleben untereinander und in der Beziehung zu Gott, für die Menschen festgelegt hat. Daher ist das Gesetz auch heute noch für jeden Gläubigen gültig. So steht es jedenfalls in der Schrift.

JedidaMD: Das ist alles richtig! Wir brauchen ein Gesetz, um Gut und Böse zu erkennen! Aber dieses Gesetz ist im Neuen Bund nicht mehr das mosaische Gesetz der 613 Gebote, sondern es ist das „Gesetz des Geistes des Lebens“, das Gott auf unsere Herzen graviert hat, und uns dazu auch noch die Zusage schenkt, dass ER es in uns schaffen wird, was vor ihm wohlgefällig ist. Dies ist der Wandel im Geist, der im Gegensatz zum Wandel im Buchstaben des Gesetzes steht, denn dieses „geistliche Gesetz“ auf unserem Geist wird vom Geist des Herrn bewegt und macht uns zu Menschen, die das rechte Wollen und Vollbringen haben! Rö.2:15, Phil.2:13, Hebr.13:21, Rö.8:2,4

„ ….. denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.

Dies alles betrifft aber nur die 10 Gebote! Was ist aber mit den anderen 613 Geboten?

Das kannst du im Folgenden erfahren:

Gelten die 613 Gesetze der Tora noch für Christen im Neuen Bund?

Gott hat die Tora auf unsere Herzen geschrieben und der NB wurde uns als Tora gegeben.

Auf unseren Herzen stehen aber nicht 613 Gebote, sondern nur 10. Diese wurden auch im Tempel nur im Allerheiligsten, im Innersten, in der Bundeslade aufbewahrt. Die 613 Ritual- und Zeremonialgesetze wurden außerhalb aufbewahrt.

Heute, im Neuen Bund, sind wir der Tempel Gottes und tragen das Gesetz Gottes immer mit uns herum, denn Gott hat es auf unseren neuen Geist, oder anders ausgedrückt, auf unsere Herzen geschrieben. Unser Herz ist der neue Aufbewahrungsort des heiligen und ewigen Gesetzes Gottes, ganz so, wie im AB die Bundeslade.


Im NB können uns nur noch geistliche Dinge verunreinigen. Mark.7:14-23

„Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken!“ Röm.14:17

Es ist alles rein! (Bezieht sich nur auf Speisen!) Rö.14:20


Es zählt nur noch eine neue Schöpfung – und die ist momentan nur geistlich.
Der Rest gilt als mit Christus gekreuzigt, zählt nicht mehr:

Wenn ihr mit Christus den Grundsätzen der Welt abgestorben seid, was lasset ihr euch Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt?

zum Beispiel: «Rühre das nicht an, koste jenes nicht, befasse dich nicht mit dem!»

was alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt.

Es sind nur Gebote und Lehren von Menschen, haben freilich einen Schein von Weisheit in selbstgewähltem Gottesdienst und Leibeskasteiung, sind jedoch wertlos und dienen zur Befriedigung des Fleisches. Kol.2:20f


Das Fleisch oder der alte Mensch sind vor Gott tot, wenn wir in Christus sind! 2.Kor.5:16 Und durch diesen Tod sind wir dem Gesetz, das für diesen alten Menschen bestimmt war, gestorben.

Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetze getötet worden durch den Leib Christi Rö.7:4

Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens. Rö.7:6

Diese Aussage ist so gehaltvoll, so deutlich! Es wäre nur einfach besser gewesen, wenn Paulus vom Gesetz der Satzungen gesprochen hätte, damit nicht wieder einige denken, er würde von den 10 Geboten sprechen. Nur die kann er aufgrund vieler weiterer Textbeweise ja nicht gemeint haben.

Die Satzungen waren „Satzungen des Fleisches“, die begrenzte Gültigkeit hatten, also nicht ewig waren. Sie galten nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt:

Es sind nur – neben Speisen und Getränken und verschiedenen Waschungen – Satzungen des Fleisches, die bis zur Zeit einer richtigen Ordnung auferlegt sind. Hebr.9:10

Die richtige Ordnung kam mit dem Messias nach Golgatha!

Die 613 Satzungen sind Gesetze für „alles Fleisch Israels“. Sie sind im Gegensatz zu den 10 Geboten nicht geistlich, da sie nur das Fleisch betreffen (Essen, Anziehen, Reinigen, sexueller Verkehr usw.). Das alles im Kontrast zu dem Gesetz der 10 Gebote Gottes, die er in unserem neuen Geist verankerte: sie sind geistlich und werden durch einen Wandel im Geist ausgelebt. Einen Wandel im Fleisch führt ein neuer Mensch nicht mehr! Also benötigt er auch keine entsprechenden Gesetze mehr. Gott sieht den natürlichen Menschen in Adam als bereits tot. Er legt uns deshalb für diesen toten Menschen keine Gebote mehr auf.

Das „Gesetz der Gebote in Satzungen“ ist beseitigt! Eph.2:15

Das zeigt auch Kolosser 2:14,16! Wenn es da in V.14 heißt, dass der Schuldschein, der in Satzungen bestand und gegen uns war, gelöscht wurde, indem er ans Kreuz genagelt wurde, dann kann hier nicht das Gesetz gemeint sein, denn Jaschua (Jesus) sagte ausdrücklich, dass es nicht aufgehoben, also gelöscht würde (Mat.5:17) und auch Paulus bezeichnete es als heilig und gut (Rö.7:12, 1.Ti.1:8) – doch heilige Dinge werden nicht ans Kreuz genagelt!

Die Satzungen sind, wie wir aus dem gesamten Zusammenhang erkennen können, die Forderungen des Zeremonialgesetzes, z.B. Speise- und Festtagsvorschriften. Diese haben die Gläubigen des ABes in eine Schuldigkeit versetzt, sie zu erfüllen. Taten sie das nicht, wurden sie zu Anklagen gegen sie, also zu einem Schuldschein. Üblicherweise wurden die Straftaten der zu Kreuzigenden schriftlich am Pfahl befestigt, damit sie jeder sehen konnte – ihr persönlicher Schuldschein! Es handelt sich demnach in obigem Text um Anklagen gegen die Sünder (Schuldschein), die am Kreuz Christi durch seinen stellvertretenden Tod aufgehoben wurden.

In Agp.15 ging es nicht um die rituellen Gebote, auch nicht um die 10 Gebote, die waren nie ein Thema, weil das Gesetz der 10 Gebote heilig und ewig ist und als solches nie in Frage gestellt wurde. Nein, es ging um noch ältere Vorschriften aus dem Bund mit Noah! Die Noahidischen Gebote, die für die ganze Menschheit gelten, wurden hier für die Heidenchristen bestätigt (sieben sind im Talmud aufgeführt). Was war der Grund dafür? Diese vier Punkte waren übliche Praktiken heidnischer Religionen: Befleckung durch Götzen, Unzucht mit diesen und Essen von Opferfleisch, das nicht ausgeblutet war und dem Genuss von Blut. Für treue Juden war es abstoßend, aber von Heiden wurden diese Dinge praktiziert. Deshalb diese Anordnung!

Einige Lehrer meinen nun, dass dies genau umgekehrt sein müsse, nämlich dass man den Heiden vorerst „nur“ diese wenigen Anforderungen der Torah auferlegte, um sie nicht zu überfordern. Später, wenn sie sich in den Gemeinden der Juden integriert hätten, würde man ihnen auch die anderen 600 Satzungen noch nachreichen. Wo aber ist der biblische Beweis dafür? Ich lese stattdessen auch in Apg. 21:25 die klare Anordnung:

Was aber die gläubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir hingesandt und angeordnet, daß sie von alledem nichts zu beobachten haben, sondern sich nur hüten sollen vor dem Götzenopfer und dem Blut und dem Erstickten und der Unzucht. Schlachter Textus Rezeptus!

 

Wäre es hier dann nicht angebracht gewesen, dass Paulus auf den mutmaßlich „vorübergehenden“ Status dieser Aussage hingewiesen hätte?!

Juden, wie Paulus und Petrus, hielten dennoch teilweise weiter an diesen rituellen Gesetzen fest, Apg.10:14, denn sonst hätten sie die Juden nie erreicht. Diese waren schon wegen der Beschneidung entsetzt! Paulus schrieb aber z.B. über die Speisevorschriften in Römer 14 klare Worte.

Ich weiß und bin in dem Herrn Jesus davon überzeugt, daß nichts an sich selbst unrein ist; sondern nur für den, der etwas für unrein hält, ist es unrein. Röm.14:14

In alledem aber lass dich von Paulus ermahnen, deinen Bruder nicht wegen einer Speise zu verurteilen! Es steht jedem frei, zu tun, wie es ihm beliebt. Gäbe es weiterhin Speisevorschriften, dann wären die Worte des Apostels in Römer 14 sicher anders ausgefallen!

Wenn du Unsicherheiten hast, dann lies das ganze Kapitel!

Zerstöre nicht wegen einer Speise Gottes Werk! Es ist zwar alles rein, aber es ist demjenigen schädlich, welcher es mit Anstoß isst. 14:20

In 1.Kor.8:8 spricht Paulus noch einmal die Speisevorschriften an und betont hier die Freiheit darin mit folgenden Worten:

„Speise aber macht uns nicht angenehm vor Gott; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, besser. Seht aber zu dass nicht diese eure Freiheit den Schwachen zum Anstoß werde.“

Daraus kann ich als Fazit nur auf 1.Tim.4:1f hinweisen, wo Paulus prophetisch vor genau solchen Lehren warnte:

„Der Geist aber kündigt ausdrücklich an, daß in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, weil sie sich irreführenden Geistern und Lehren, die von Dämonen herrühren, zuwenden, 2 verführt durch das heuchlerische Gebaren von Lügenrednern, die das Brandmal der Schuld im eigenen Gewissen tragen. 3 Es sind dies Leute, die das Heiraten verbieten und Enthaltsamkeit von Speisen (gebieten), welche Gott doch dazu geschaffen hat, daß die Gläubigen und alle, welche die Wahrheit erkannt haben, sie mit Danksagung genießen sollen. 4 Denn alles von Gott Geschaffene ist gut, und nichts (davon) ist verwerflich, wenn man es mit Danksagung hinnimmt; 5 es wird ja durch das Wort Gottes und durch Gebet geheiligt.

Aber bei den 613 Satzungen geht es ja bei Weitem nicht nur um Speisen und Reinheit. Dieser Katalog enthält ja Rechtsordnungen, die wir heute gar nicht mehr ausführen können. Wir kämen hinter Schloss und Riegel, wenn wir z.B. unseren missratenen Sohn vor die Stadt schleppen und steinigen würden. Dies aber ist eines der Gesetze, welches in 5.Mose 21:18-21 gefordert ist. Auch in Bezug auf vorehelichen Geschlechtsverkehr und Vergewaltigung gibt es Forderungen, die man heute nicht einhalten darf. Vergl.22:23-24; 28-29; 19:11-13 Oder lies einmal den Anfang von 5.Mose 23 wo es um Harnröhren, Bastarde und Moabiter geht. In 5.Mose 20:10-15 wird auf das damalige Kriegsrecht eingegangen und zu Raubzügen und Sklavenhaltung ermutigt. Alles Vorschriften des 2. Gesetzes, des Deuteronomium, das nicht unbedingt mit allen Satzungen vom Sinai, dem 1.Gesetz, übereinstimmt. Wobei dann schon auch die Frage auftaucht: Welches der beiden Gesetze sollten wir denn überhaupt halten und welches ist zweifelsfrei wirklich von Jahuwah Gott?

(Siehe dazu den Beitrag „Von wem ist das 2.Gesetz?“ )

Aber auch in 3.Mose 20:18,23 und 19:20-22, 15:31, 14:33-45 gibt es altertümliche Gesetze, die man nur einhalten kann, wenn man unter einer Theokratie und nicht unter einer Demokratie steht.


Einige wollen die Gesetze aber halten, weil sie eine tiefe Weisheit darin sehen, denn Schweinefleisch sei ja doch auch ungesund – das mag sein, wenn man hochgezüchtete Mastschweine täglich verzehrt. Aber was ist dann mit Krabben? Die gibt es heute aus Aquazucht, völlig sauber und sehr eiweißreich. Was ist dann mit Mischgeweben, denn Stoffe von zweierlei Faden soll man ja auch nicht tragen und überhaupt: keine Jeans für Frauen, das ist Männerkleidung usw, usw….. also entweder – oder!

 

Diejenigen, die jetzt noch trotz aller Beweise einwenden mögen, dass wir aber doch in den Ölbaum Israels eingepfropft wurden, möchte ich antworten: Das ist nur ein Bild! Es zeigt, dass Israeliten aus dem Volk entfernt wurden und dafür wurden Heiden (Fremdlinge) eingefügt, die an den Verheißungen für Israel teilhaben sollen, also an dem Saft und der Kraft der Wurzel dieses Baumes. Sie sollen Miterben und Bürger Israels sein. Eph.3:6 Sie sollen an den geistlichen Gütern Anteil haben. Rö.15:27, doch von einer Teilhaberschaft am Gesetz (Tora) steht nirgends etwas! Im Gegenteil: die trennenden Satzungen wurden zuvor beseitigt! Eph.2:15 Warum soll es die nicht mehr geben? Weil sie veraltet sind! Es gibt etwas Neues! Das neue Gesetz des Geistes!

Indem er hier von einem »neuen« (Bunde) redet, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das geht dem Untergang entgegen. Hebr.8:13

In einem weiteren Beitrag geht es um die Erfüllung der Reinheitsgebote und Opfergesetze, aus denen wir ebenfalls gut erkennen können, dass die 613 Satzungen zu ihrem Ziel kamen und nicht mehr benötigt werden. Und zuletzt schauen wir uns noch die Noaidischen Gesetze an!

Das alles findest du HIER!

Lies auch den Beitrag „Tora-Gehorsam im Neuen Bund?“

sowie Welches sind die neutestamentlichen Satzungen – die Tora des NB?

 

„Sollte wirklich keines der Toragebote aufgelöst werden?“

 

 

 

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

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