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In anderen Beiträgen habe ich nun schon darüber geschrieben, dass Jesus keine Feindesliebe praktizierte, dass er seinem fluchenden Vater sehr ähnlich war und nicht nur Pharisäer verfluchte, dass er kam um Feuer auf die Erde zu werfen und nicht Frieden, sondern das Schwert, was man dann in Off.6 auch prophetisch noch einmal bestätigt findet. Und hier will kurz darauf eingehen, dass Jesus einige Mal sehr wütend wurde und zwar nicht nur bei den Händlern im Tempel, wo er auch schon unangemessen heftig und wenig liebevoll mit der Sache umging – also kurz: von liebevollem Umgang mit den Nächsten keine Spur! Ein sanftes Wesen ist hier kaum zu sehen.

 

Ich fand eine entsprechende Studie dazu in dem Buch „Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden“ von Barth Ehrmann, einem anerkannten Lehrer an Bibelschulen, der ganz offen mit solchen Themen umzugehen weiß.

Ich werde versuchen ihn hier zusammenfassend zu zitieren.

Wissenschaftler sind sich längst sicher, dass das erste niedergeschriebene Evangelium das von Markus war. Matthäus und Lukas haben Markus‘ Bericht als Quelle über Jesus benutzt. Es ist daher möglich, Matthäus und Lukas danach zu untersuchen, wie sie Markus veränderten, wenn sie das Gleiche – allerdings auf verschiedene Weise – berichten. Dabei stellen wir fest, dass beide – Matthäus (8:2-4) und Lukas (5:12-16) – die Geschichte von Markus 1:41f, ihrer gemeinsamen Quelle, übernommen haben mit einem kleinen Manko allerdings. In der Quelle heilt Jesus einen Mann von einer Hautkrankheit und es wird geschrieben, dass er diesem danach drohte:

„Und Jesus drohte ihm und wies ihn alsbald von sich und sprach zu ihm: Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst …“

Zu beginn der Geschichte wird indes von Jesu Mitgefühl berichtet, doch Barth Ehrmann weist darauf hin, dass dies zwar den griechischen Texten, aber eben nicht den ältesten Textzeugnissen entsprechen würde, dem Codes Bazae, der von drei lateinischen Manuspkripten gestützt würde. Nach diesem nämlich müsse es heißen, dass Jesus kein Mitgefühl empfand für den Mann. Stattdessen spräche der Text davon, dass Jesus wütend wurde. Nach vielen Überlegungen Ehrmanns konstatiert er schließlich, dass man sich wohl für die „wütende“ Leseart entscheiden müsse, da sie „schwieriger“ und somit wahrscheinlicher „original“ sei. Und vor allem muss man sich fragen, wenn Jesus nach der Heilung den Mann so heftig bedrohte, warum sollte er dann zuerst Mitleid gehabt haben? Mitleid und Bedrohung in einer Schilderung – da stimmt was nicht.

Nun, wie haben Matthäus und Lukas diese Stelle übernommen? Sie ließen beide das Wort (wütend) ganz einfach weg. Wenn im Quelltext aber mitfühlend gestanden hätte, warum hätten dann die beiden das weglassen sollen? Es scheint also wahrscheinlicher, dass es umgekehrt war.

 

Und nun kommt das Erstaunliche:
Es gibt tatsächlich weitere Stellen, an denen Jesu im Markusevangelium (Quelle) wütend wird. In jedem Fall haben Matthäus und Lukas diese Berichte abgewandelt! In Markus 3:5 sieht Jesus mit Zorn diejenigen in der Synagoge an, die neugierig beobachten, ob er den Mann mit der verdorrten Hand tatsächlichen heilen wird. Bei Lukas gleicht der Vers fast genau dem von Markus – nur der Verweis auf den Zorn Jesu fehlt. Luk.6:6-11. Matthäus schreibt diesen Teil der Erzählung komplett um und erwähnt nichts von der Wut Jesu. Mat.12:9-14

 

In ähnlicher Weise wird Jesus in Mark.10:14 „unwillig“ über seine Jünger, weil sie verhindern wollen, dass Kinder zu ihm gebracht werden. Sowohl bei Matthäus als auch bei Lukas findet sich dies Geschichte, weitgehend wörtlich, – doch beide tilgen den Hinweis auf Jesu Wut. Mat.19:14, Luk.18:16 Mit einem Satz: Matthäus und Lukas zögern nicht, Jesus als mitfühlend zu beschreiben, doch niemals zeigen sie ihn als wütend. Finden sie diese Beschreibung einmal in ihrer Quelle, tilgen sie beide unabhängig voneinander. Dass die beiden gewünscht haben, Jesu Wutbild heraus zu nehmen, ist leicht nachvollziehbar. Es ist dagegen unwahrscheinlich, dass Schreiber absichtlich umgekehrte Änderungen vornahmen. Jedenfalls macht die abweisende Haltung dem Mann gegenüber absolut keinen Sinn in Verbindung mit einem ursprünglich gehegten Mitleid für ihn.

 

Für mich ein Hinweis, dass das Bild Jesu bereits von Anfang an verändert wurde und nicht erst in unserer Zeit ein Liebes-Jesus aus dem fluchenden Gottessohn gemacht wurde.

Ehrmann geht nun noch darauf ein, warum Jesus denn auf den Aussätzigen wütend gewesen sein könnte. Er bespricht den Kontext und Jesu Auftreten überhaupt, welches er eben auch nicht sanftmütig in anderen Schriftteilen erkennen kann, wo er nicht jeder Forderung oder Bitte nachkommt und Menschen ignoriert, die um eine Audienz bitten. Ich erinnere eben an seine Fluchpassagen, seinen Zorn auf die Pharisäer, die ihm die Autorität absprachen, Mark.3, sowie an sein ungehaltenes Verhalten seinen Jüngern gegenüber. Mark.9:19 Jedenfalls schreibt Ehrmann, dass es nur eine Mitleidsstelle geben würde und das sei die Heilung der Schwiegermutter der Petrus.

Vielleicht sollten wir unser Jesus-Bild ebenfalls korrigieren, so wie wir auch unser Gottes-Bild korrigieren müssen, denn auch dieses stimmt nicht mit den Fakten überein. Sie entsprechen wohl weitestgehend Wunschvorstellungen.

Aus Liebe zur Wahrheit – Mut zur Wahrheit!

Maggie D.

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