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Wurde Jesus tatsächlich von Gott dazu bestimmt für die Sünden der Menschen zu sterben? Konnte Gott also deren Sünden nicht ohne das Blut des Lammes vergeben? Wieso konnte er es dann aber im ganzen AT, also mehrere tausend Jahre zuvor? Die Theologen behaupten, dies sei im AT immer im Hinblick auf das spätere Opfer Jesu geschehen und deshalb habe man auch immer Sühn- und Sündopfer erbringen müssen. Das aber steht nirgends geschrieben! Und es waren auch eben nicht immer Lämmer, die geopfert werden mussten. Es gab da sogar völlig unblutige Opfer.

 

Und ich denke spätestens mit der Predigt Jesu hätte eine solche Tatsache erwähnt werden müssen. Doch das Gegenteil ist der Fall. In den Evangelien findet sich kaum ein Hinweis, dass Jesus seinem Tod die Bedeutung der Sündenvergebung gegeben hätte. Jesus lehrte nirgends die Heilsbedeutung des Kreuzes!
Allerdings gibt es die gravierende Ausnahme in den Einsetzungsworten beim letzten Abendmahl, die angeblich von Jesus sein sollen bei Matthäus im 26. Kapitel. Dort soll er gesagt haben: „Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“

 

In Anbetracht dessen, dass die RKK auch Matt.28:14 nachträglich eingefügt hat, könnte es mit diesem Vers freilich ebenso zugegangen sein?

Warum berichtete Jesus also nichts von seinem „eigentlichen Auftrag als das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt beseitigen würde“, wenn es denn so gewesen wäre? Konnten denn die Jünger diese Botschaft nicht ertragen? Aber Jesus erzählte ihnen doch, dass er sterben würde, dass man ihn hinrichten würde, warum dann nicht auch den Grund dafür? Schließlich ist dies doch „die gute Botschaft“ überhaupt und dann sollte er es ihnen verschweigen? Das ist absurd.

 

Stattdessen vergibt Jesus nicht nur selbst ohne ein Blutopfer die Sünden, weil er dazu bevollmächtigt sei von seinem Vater, Luk.5:24, sondern er gibt diese Vollmacht auch noch an seine Jünger weiter und das alles völlig blutlos:

Joh.20:23
Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.«

Auch das „Vater Unser“ lehrte diese blutlose Weise:

Und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der sich an uns verschuldet!

Denke an das Beispiel der „Sünde wider den Heiligen Geist“, welche nicht vergeben wird; hingegen jede andere Sünde – ohne Blut!

Und auch Johannes hatte schon diese einfache Weise zur Vergebung der Sünden gepredigt:

Mark.1:4
… so trat Johannes der Täufer in der Wüste auf, indem er eine Taufe der Buße (oder: Sinnesänderung; vgl. Mt 3,2) predigte zur Vergebung der Sünden.

 

Nach Paulus aber, der ein anderes Evangelium predigte als Jakobus oder Jesus, 2.Kor.11:4, soll Gott den Menschen ausschließlich „in Christus“, also in seinem Tod, vergeben haben:

Eph.1:7
In diesem haben wir die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung unserer Übertretungen, nach dem Reichtum seiner Gnade,

Von wem stammt also das Gesetz dazu, welches wir in seiner Deutlichkeit eigentlich nur im anonymen Hebräerbrief finden:

Hebr.9:22
überhaupt wird beinahe alles nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen erfolgt keine Vergebung.

Mc Donald kommentiert:
»Fast alle Dinge« im Rahmen des Gesetz »werden mit Blut gereinigt«. Doch es gab einige Ausnahmen. So konnte z.B. ein Mann, der in einer Volkszählung Israels gemustert wurde, einen halben Schekel Silber als »Lösegeld« zahlen, statt ein blutiges Opfer zu bringen (2. Mose 30,11-16). Das Geldstück versinnbildlichte die Sühne für die Seele dieses Menschen, damit er als Angehöriger des Volkes Gottes angesehen werden konnte. Eine andere Ausnahme lässt sich in 4. Mose 5,11 finden, wo bestimmte Formen ritueller Unreinheit durch ein Feinmehlopfer geregelt werden konnten.

Diese Ausnahmen hatten es mit der Sühne oder Bedeckung von Sünden zu tun, obwohl allgemein gesprochen ein blutiges Opfer auch für die Sühne erforderlich war. Doch soweit es um die Sündenvergebung geht, gab es keine Ausnahme: Es musste »Blut« vergossen werden.“

 

Hat der allmächtige Gott und Schöpfer tatsächlich solche Gesetze gemacht? Nun wissen wir ja aus anderen Beiträgen dieser HP, dass diese Gesetze von einer dem Gericht verfallenen Priesterschaft im babylonischen Exil gemacht und wahrscheinlich von Esra verfasst wurden. Die ganze Gesetzgebung des Tenach steht damit auf wackligen Beinen. Das gilt besonders für die Opfervorschriften und „den duftenden Wohlgeruch“ von Sühnopferfleisch in der Nase eines Gottes, der doch Geist ist und nicht wie ein Mensch, der sich an Düften gebratenen Fleisches erregt und gnädig stimmen lässt. Von welchem Gott ist hier demnach die Rede?

 

Kannst du dir wirklich vorstellen, dass ein Gott, der das Gesetz machte „Du sollst nicht töten“, selbst dazu anstiftet, wütend und mordend durch die Lande zu ziehen und alles was lebt, nieder zu metzeln? Nein, sicher nicht. Und kannst du dir darüber hinaus vorstellen, dass dieser Gott einen genialen Erlösungsplan erfindet, der eben genau solche Praktiken enthält, nämlich die Hinschlachtung seines Sohnes durch eine wütende Priesterschaft. Ist nicht auch ein solch perverser Plan von Menschen erdacht, von Priestern, die vom Geist Gottes längst abgeschnitten waren? Ist es nicht ein ähnlicher Plan, wie der von späteren katholischen Priestern, Sünden gegen Ablasszahlungen zu tilgen?

 

Ich bitte dich nun, dass du dir einmal über zwei Gleichnisse Gedanken machst:

 

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, bei dem der „sündige Sohn“ vom Vater ohne Blutvergießen wieder angenommen wurde, sobald er umkehrte und bereute. Oder willst du sagen, dass der geschlachtete Ochse mit seinem Blut seine Sünden bedecken musste?

Und das  Gleichnis vom bösen Weingärtner, Lukas 20:9ff, wo Jesus einen Rückblick auf die Leidensgeschichte der verfolgten Propheten gibt und dann durch seinen Gott und Vater sein Kommen ankündigt. Ja, Jahwe schickte seinen Sohn, den Erben, um die Menschen zur Umkehr zu bewegen, doch sie brachten auch diesen Propheten um. – Und nun frage dich, wo in diesem Gleichnis etwas von Sühnetod und Sündenvergebung steht? Es geht immer nur lediglich um Umkehr zu ihrem Gott!

Und das Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht zeigt ebenso wenig einen Bezug zu einem Sühnopfer oder einer Erlösungsnotwendigkeit auf, denn hier werden lediglich die lauen und untreuen Knechte (Sklaven des Herrn) „entzwei geschnitten“ (Was immer hier die richtige Übersetzung sein sollte?) und zu den Ungläubigen gerechnet. Luk.12:46 Kann das aber wirklich sein, wenn es doch für jeden wichtig wäre, das Blut des Lammes zu ergreifen?

 

Dagegen stehen natürlich die Aussagen über den zornigen Gott, der nur durch ein Blutopfer besänftigt werden kann. Es müssen quasi andere Menschen dafür sterben, dass Jahwes Empörung gegen die Sünden seiner eigenen Schöpfung (!) so zu sagen beschwichtigt werden kann.
So ist diese Bibel halt nun mal gestrickt. Es gibt fast nichts Klares, Unwidersprüchliches darin! Das ist auch der Grund, warum ich bislang andere Auslegungen dafür hatte. Man findet für jede Theologie eine Erklärung in dieser Schrift. Aber interessant, dass Johannes den Zorn Gottes von den Menschen abgewendet sieht, wenn sie nur an den Sohn glauben, ihm vertrauen, auf ihn hören. Ich denke, er hatte Umkehr und Buße im Sinn, die Jesus ja auch überall seinen Brüdern im Geist predigte. Was aber hat der liebe Paulus später daraus gemacht?!

 

Joh.3:36
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne ungehorsam bleibt, wird das Leben nicht zu sehen bekommen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihn gerichtet (= bleibt über ihm).«

 

Und nun frage dich abschließend, warum Jesus im Garten Gethsemane wie folgt gebetet haben soll, wenn er doch so klar wusste, dass er für die Sünden der ganzen Menschheit sterben sollte und dies Gottes Plan von Anbeginn an war:

»Vater, wenn du willst, so laß diesen Kelch an mir vorübergehen! Doch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!«

Jesus war klar, dass man ihn wegen seiner Richtigstellungen der Lehren der Tora und seinen Angriffen diesbezüglich auf die Pharisäer, die das Gesetz seines Gottes verdreht hatten, umbringen würde. Und freilich auch dafür, dass er einfach bedingungslos und unblutig Sünden vergab, was nach Ansicht der Pharisäer nur Gott zustand. (Vielleicht ging es aber letztlich dann auch um einen politischen Aufstand seiner Jünger, welcher uns verschwiegen werden könnte, für die er sich an ihrer Statt den Römern ausliefern ließ und für sie und ihr Fehlverhalten (Sünden) sein Leben gab? Wer kann das nach 2000 Jahren incl. Bibelfälschungen wissen?) Und er widerrief nicht, sondern gab für diesen Auftrag seines Gottes auch sein Leben hin. Er drückte sich nicht um die letzte Konsequenz, was aber die ganze Sache seines Todes deshalb noch lange nicht zu einem Heilsbringerereignis für die ganze Welt macht. Sein Tod bleibt ein Verbrechen, ein grausamer Mord, der unmöglich die Grundlage eines göttlichen Erlösungsplanes sein kann, denn wie kann aus einem faulen Fundament eine gute Frucht hervor kommen?

 

Man argumentiert hier gerne damit, dass Gott auf diese Weise die Pläne des Teufels vereitelt habe. Doch muss ich dagegen halten, dass es angeblich Gottes Pläne „von Grundlegung der Welt an waren“, seinen Sohn als „Lamm Gottes“ zu opfern. Off.13:8 Und daran habe ich große Zweifel – das entspricht nicht dem Bild eines allmächtigen Allvaters.

Aber Jesus sah offensichtlich auch eine Möglichkeit, dass Gott diesen letzten Schritt, diesen Kelch an ihm vorübergehen lassen könnte. Im Falle eines finalen Erlösungsplanes, in dem er das Opferlamm darstellen sollte, wäre es absurd, darum zu fragen.

Ungewohnte Gedanken erfordern das Aufgeben alter  Gewohnheitsstrukturen und sind immer schwer gehbare Wege, da diese neuen Wege erst ausgetreten werden müssen, wohingegen die alten bereits asphaltiert sind. Doch sogar Jesus sagte, dass es der schmale Weg sei und nicht der breite asphaltierte Highway, welcher ins Licht der Wahrheit und ins ewige Leben führen würde.

War der Vater Jesu und der Gott Jesu denn wirklich Jahwe?

Abschließend will ich noch einmal die Gelegenheit wahrnehmen, dich darauf hinzu weisen, dass dieser Jesus, dieses Lamm Gottes, im NT in Bezug gesetzt wird zu dem Lamm, das die Israeliten beim Auszug aus Ägypten schlachten sollten. Es geht in beiden Fällen um Befreiung aus der Knechtschaft (nach christlicher Ansicht) und somit zeigt es klar, dass Jesus, das Lamm Gottes mit dem gleichen Gott Jahwe in Beziehung steht, wie im AT. Es ist zwar ein Neues Testament, aber mit den alten Darstellern! Ebenso daran ersichtlich, dass auch im NT auf die „eherne Schlange“, als der erhöhte Christus von Paulus Bezug genommen wird. Weitere Beweise für die Gemeinschaft Jesu mit seinem Gott Jahwe in diesem Beitrag!

 

 

Aus Liebe zur Wahrheit – Mut zur Wahrheit!

Maggie D.

 

 

 

 

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