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Die in der PDF dargelegte Ansicht des Theologen Heinrich Tischners

B. Die-Entstehung-der-5-Bücher-Mose

deckt sich in etwa mit dem, was die Stuttgarter Erklärungsbibel in der Einleitung zu den Mosebüchern schreibt. Da heißt es auszugsweise S.3 (Klammertexte von mir):

„Die Mosebücher sind aus Überlieferungen der unterschiedlichsten Art zusammen gewachsen (? Eigenartige Ausdrucksweise für eine Vermischung verschiedener Schriften!), aber sie bilden in der gegenwärtigen Form eine Einheit, die nur aus praktischen Gründen in fünf Teile zerlegt worden ist.

 

Erst seit dem 1. Jahrhundert nach Christus werden sie Mose als Verfasser zugeschrieben.

 

Dagegen spricht weniger, dass von Mose Tod berichtet wird, denn das könnte nachträglich hinzugefügt worden sein, sondern dass das „Fünfbuch“ starke stilistische Unterschiede und inhaltliche Unausgeglichenheiten aufweist, wie sie beim Werk eines einzigen Autors nicht zu erwarten sind. Der Pentateuch (Tora) macht eher den Eindruck einer Sammlung als einer einheitlich konzipierten Niederschrift.

 

… eine planvolle Zusammenfügung von Quellen, d.h. von selbstständigen literarischen Werken (nicht von inspirierten Schriften!), die ihrerseits aus der Sammlung und Verarbeitung von Einzelüberlieferungen hervor gegangen sind. Derselbe Geschichtsverlauf wurde – wie man annehmen muss (!) – von verschiedenen Verfassern zu verschiedenen Zeiten zusammenhängend dargestellt und diese „Quellenschriften“ wurden von einem späteren Bearbeiter (Redaktor), oder auch stufenweise von mehreren in der Weise vereinigt, in der sie uns vorliegen.

 

S.5
Am deutlichsten erkennbar ist das theologische Profil bei der „Priesterschrift“. Im Unterschied zu den beiden älteren Quellenschriften (die dem Elohist und Jahweist zugeordnet werden) setzt sie die Erfahrung der nationalen Katastrophe von 587 v.Chr. voraus. Wahrscheinlich ist sie während des babylonischen Exils entstanden. (Exakt!)

 

… jede dieser charakteristischen „Stimmen“ erschien den Späteren erhaltenswert und wurde – soweit möglich – in den Gesamtzusammenhang der Mose-Bücher eingefügt. Zitatende

 

Erst im 19.Jhd. soll die Erkenntnis aufgekommen sein, dass der Pentateuch nicht das Werk eines einzigen Schreibers sein kann. Auch folgende Beobachtungen im Text waren der Hintergrund dieser Überlegungen:

 

– Zu Beginn der Genesis werden zwei verschiedene Berichte über die Schöpfung dargelegt, wofür man freilich auch Erklärungen fand, weil man das wollte. 1.Mose 1:1-24a und 2:4b-3:24

 

– Die biblischen Berichte unterscheiden sich jedoch durch Stil und Sprachgebrauch, sowie vor allem durch die Verwendung zweier unterschiedlicher Gottesnamen: יהוה, JHWH, und אֱלֹהִים, Elohim.

 

– Auch in anderen Texten konnten deutliche Unterschiede in der Stilistik und im Sprachgebrauch festgestellt werden. So heißt der Gottesberg in Exodus bis Numeri Sinai, im Deuteronomium dagegen Horeb.

 

– An verschiedenen Stellen finden sich Erzählungen, die offenbar aus zwei Versionen eines ähnlichen Berichts zusammengesetzt worden sind, so vor allem beim Sintflutbericht in 1.Mose 6-9 und der Schilderung der 10 Plagen in Ägypten in 2.Mose 7:14-11

 

Wenn du über die verschiedenen Theorien etwas mehr, aber dennoch für den normalen Gläubigen verständlich, erfahren möchtest, dann melde dich bei Bibelwissenschaft.de an und rufe diese Seite auf: http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/entstehung-des-pentateuch/

 

Darin wird zuletzt auch gesagt, dass neueste Funde aus Qumran (Tempelrolle) gar nicht im Pentateuch aufgenommen wurden, wenngleich sie wohl dorthin gehört hätten, was das Ganze nur noch komplizierter macht.

 

Schwerlich lassen sich an diesen Darstellungen eine göttliche Inspiration der Tora erkennen! Noch nicht mal die „literarischen Stimmen“ können als göttlich eingehaucht eingestuft werden. Und wenn es zum großen Teil Schriften der im babylonischen Exil unter Strafe Gottes stehenden levitischen Priester sind, dann kann von einer göttlichen Inspiration sowieso keine Rede sein.
Was davon zu halten ist, möchte ich jedem Leser, Sucher und Prüfer selbst überlassen. Ich persönlich war auf der Suche nach Erklärungen zu den krassen Widersprüchen innerhalb der Tora und den widersprüchlichen Darstellungen Gottes, der vom Wesen her unveränderlich ist, auf diese Erklärungen in meiner Bibel gestoßen und habe dort nicht aufgehört, sondern weiter geforscht.
Dies führte mich u.a. zu der folgenden Darlegung:

 

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Der Übergang zur Gesetzesreligion

 

 Ausschnitt aus http://www.heinrich-tischner.de/21-th/2bibel/theol/gt-bild/ic.htm

 

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Das alttestamentliche Gesetz, wie es in Ex‑Dtn überliefert ist, stellt sich dem heutige Leser als ein einheitliches Gesetzeswerk vor, entstanden unter Mose zwischen der Offenbarung am Berg Sinai und der Einwanderung ins *Gelobte Land.

 

Bei näherer Betrachtung aber stellt sich heraus, dass diese vier Bücher sehr verschiedenartig angeordnetes Material enthalten, das sich zum Teil wiederholt und mit erzählenden Abschnitten durchsetzt ist. Es lassen sich etwa folgende ältere Einzelgesetze herausschälen:

 

  • die Zehn Gebote [118]
  • zehn *kultische Gebote [119]
  • das Bundesbuch [120]
  • eine priesterliche Rekonstruktion der Stiftshütte und Bundeslade [121]
  • priesterliche Opfergesetze [122]
  • priesterliche Bestimmungen über Reinheit, Aussatz und Versöhnungstag [123]
  • das Heiligkeitsgesetz [124]
  • einzelne priesterliche Bestimmungen in Numeri
  • das *Deuteronomium

 

Diese einzelnen Gesetze wurden offenbar zu verschiedenen Zeiten gesammelt. Die Zehn Gebote waren als eine Art Katechismuswissen für das Volk bestimmt. Die Bestimmungen des Bundesbuches waren wohl in einer Form aufgezeichnet, die jedermann leicht einsehen konnte, etwa nach außerbiblischen Parallelen auf großen öffentlich aufgestellten Steintafeln. Die priesterlichen Abschnitte enthalten priesterliches Berufswissen und könnten wenigstens teilweise Aufzeichnungen aus der Zeit des *Exils gewesen sein. Sie stellten zugleich ein Programm dar für die Zeit nach dem Wiederaufbau des Tempels. Das (priesterliche?) Heiligkeitsgesetz und das (levitische?) Deuteronomium hören sich eher wie eine Art Predigt an. Darin wurden der die alten Bestimmungen anlässlich einer Volksversammlung vorgetragen, wie es immer wieder berichtet wird. [125]

 

Aus dem bisher Gesagten (Kultzentralisation Josias, *prophetische Kritik am Opfer) ergibt sich ferner, dass der Grundbestand des Gesetzes Moses kleiner gewesen sein muss als das, was heute in Ex-Dtn steht. Es scheint aber auch mehr enthalten zu haben als nur die Zehn Gebote. Vielmehr können wir etwa folgende „Urgebote“ aus den einzelnen Gesetzessammlungen herausschälen:

 

  • Verbot anderer Götter
  • … von Gottesbildern
  • … des Missbrauchs mit Jahwe Namen
  • … der Magie
  • Sabbatgebot
  • Sabbatjahr
  • Passa, Pfingsten und Laubhüttenfest
  • Verbot des Genusses von Blut und Aas
  • … der schimpflichen Behandlung der Eltern
  • … des Mords
  • … des Ehebruchs
  • … des Diebstahls
  • … Menschenraubs
  • … der Blutschande
  • … der Unzucht mit Tieren
  • … des Trachtens nach dem Haus des Mitbürgers
  • … des falschen Zeugnisses
  • … der Begünstigung vor Gericht
  • … der Unterdrückung sozial Schwachen
  • … „das Böcklein in der Milch seiner Mutter zu kochen“ [126]

 

Alles andere, etwa die Opfer‑ und Reinheitsvorschriften scheint also später dazugekommen zu sein, wie die *Propheten richtig erkannt haben.

 

Aus dem bisher Gesagten geht auch hervor: Der kleine Mann kannte das Gesetz entweder aus der priesterlichen mündlichen Verkündigung (*Thora), den auswendig gelernten Geboten oder einem eventuell öffentlich angebrachten Gesetzestext mit bürgerlichen Vorschriften, nicht aber aus einem im Dorf aufbewahrten Gesetzbuch. Noch zur Zeit Jesu hatten die Gesetzeslehrer eine Scheu davor, die überlieferten Vorschriften aufzuzeichnen. Wahrscheinlich lagen in alter Zeit selbst den Priestern keine schriftlichen Aufzeichnungen vor – abgesehen von den Tafeln mit den Zehn Geboten; sie wussten das allein durch mündliche Überlieferung.

 

Nun wird aber bereits von Mose und Josua berichtet, sie hätten das Gesetz wiederholt aufgezeichnet, und spätestens unter Josia wird ein solches Gesetzbuch sogar greifbar. Wir müssen also damit rechnen, dass sich – parallel zur Aufzeichnung der Heilsgeschichte – während der Königszeit auch geschriebene Gesetzessammlungen gebildet haben, die in die heutigen Mosebücher eingeflossen sind. Sie hatten aber mangels Publikationsmöglichkeiten wenig Gelegenheit, über einen engeren Kreis hinaus bekannt zu werden.

 

Wie wir am Ende des Buchs Hesekiel [127] erkennen können, haben sich Priester im *Exil Gedanken über einen Wiederaufbau des Tempels und eine Neuordnung des Gottesdienstes gemacht. In solchem Zusammenhang dürfte auch die Rekonstruktion der *Stiftshütte, der *Bundeslade und des *Gottesdienstes zur Mosezeit [128] entstanden sein. Diese Zukunftsentwürfe und Rekonstruktionen der Vergangenheit hatten aber wenig Chancen, verwirklicht zu werden. Bessere Chancen hatten stattdessen Aufzeichnungen eines Priesterkollegiums über Opfer- und Reinheitsvorschriften, wie sie wahrscheinlich noch im alten Tempel praktiziert wurden. Sie waren die Grundlagen für den nach der Gefangenschaft wiederaufgenommenen Tempelkult.

 

Im *Exil hatten die Juden auch reichlich Gelegenheit, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen: Um 560 wurde ein Geschichtswerk abgeschlossen, das mindestens die Bücher Richter, Samuel und Könige umfasste und alles Geschehen und besonders die Könige nach ihrem Verhalten an Hand des *Deuteronomiums beurteilte. Wir nennen es daher das Deuteronomistische Geschichtswerk.

 

Zur gleichen Zeit machten sich Priesterkreise daran, das Material über die Frühzeit zu sammeln und als Buch herauszugeben, das uns heute in den Büchern Mose und Josua vorliegt. Ähnlich wie der *Deuteronomist mit seinem Bericht über die Zeit nach der Landnahme fügten die Priester in die überlieferten Texte (vor allem der *Jahwist, der *Elohist und die verschiedenen Gesetzessammlungen) eine Menge eigenes Material ein, nicht nur an Vorschriften, sondern auch Listen und Daten und theologisches Priesterwissen wie die Schöpfungsgeschichte[129]. Damit war der Grundstock der heutigen Mosebücher gelegt, die der Jude Thora nennt. Dieser Prozess hat wohl einige Jahrhunderte gedauert. Ein Endherausgeber hat dieses priesterliche Werk mit dem *deuteronomistischen so verknüpft, dass zwischen Mose, Josua und den Richtern ein fast nahtloser Übergang entstanden ist.

 

Als Esra und Nehemia um 440 in Jerusalem wirkten, dürfte die Priesterschrift im Wesentlichen fertig gewesen sein. Das Gesetz, das Esra vorgelesen hat, [130] unterschied sich wohl nicht wesentlich von den heutigen Mosebüchern.

 

Inzwischen hatten die Juden, wie wir gesehen haben, größten Wert auch auf äußerliche Vorschriften gelegt, um in der Fremde ihre Identität nicht zu verlieren. So ging die Aufzeichnung der alten Vorschriften Hand in Hand mit der neuen Lebensgestaltung streng nach Vorschrift. So entstand die typische Frömmigkeit, die uns aus der Zeit Jesu als Eigenart der *Pharisäer bekannt ist.

 

Diese Gesetzesfrömmigkeit kommt bereits in den jüngeren Teilen des Alten Testaments zum Ausdruck, so zum Beispiel in den *Rahmenpsalmen 1 und 119 und an vielen anderen Stellen. Aus diesen Psalmen geht hervor, dass die strenge Gesetzeserfüllung von frommen Juden nicht als Last, sondern als eine Ehre, ja sogar als Freude empfunden wird. Die Meinung, die Petrus Apg 15,10 äußert, dass das Gesetz ein Joch sei, „das weder unsere Väter noch wir haben tragen können“, ist christlich, nicht jüdisch.

 

Ende des Zitates

 

 

 

Das 5.Mose-Buch – Das  2.GESETZ

 

„Das 5. Mose-Buch wird nach der lateinischen Bibel auch Deuteronomium genannt. Das ursprünglich griechische Wort bedeutet „Zweites Gesetz“. Die Bezeichnung weist darauf hin, dass in diesem Buch von einer Art zweiten Gesetzgebung durch Mose berichtet wird, einem zweiten Bundesschluss, der nicht am Berg Sinai (2.Mo.19-24), sondern vor dem Eintritt in das verheißene Land im Grenzgebiet von Moab stattfindet. Das ganze Buch besteht aus einer Reihe von Mose-Reden, in die als Kernstück die Verkündigung des Gesetzes (12:1-26:15) eingebettet ist.

 

Viele der hier verkündeten Gesetze sind in anderer Formulierung schon im „Bundesbuch“ (2.Mo 21-23) und im 3. Mose-Buch enthalten. Trotzdem werden sie, mit Ausnahme der 10 Gebote (Kap.5) nicht als bekannt vorausgesetzt oder als Wiederholung gekennzeichnet (!) Auf den Inhalt gesehen sind sie in mancherlei Hinsicht als Weiterentwicklung (!) älterer Bestimmungen zu erkennen; aber der Form nach treten sie nicht als deren Interpretation, sondern als ursprüngliche Setzung auf.“
Zitiert aus der  Einleitung zum 5.Mose-Buch der Stuttgarter Erklärungsbibel

 

Diese einleitenden Worte bestätigen den Anhaltspunkt, dass die Tora, wie sie uns heute vorliegt, als „nachexilisch“ eingestuft werden muss, dass sie also durch die Schriftgelehrten der Leviten in Babylon geschrieben wurden und, wie der Kommentar es schön formuliert, „weiterentwickelt“ wurden. Sie sind demnach unter der Rubrik „Menschengebote“ einzuordnen, wie das Jaschua ja auch in aller Deutlichkeit in Mat.15 und 23 anprangerte und wie es auch Jesaja schon brandmarkte. Jes.29:13

 

 

 

Dazu zitiere ich an dieser Stelle noch einmal ausführlich Douglas Reed zum Deuteronomium, wenngleich ich nicht darin übereinstimme, dass es sich um eine levitische Priesterschaft gehalndelt hat, denn dazu fand ich keinen Anhaltspunkt in der Bibel. Gott klagt immer lediglich „eure Priester“ an. Er bezeichnet die falschen Priester nie als Leviten.

 

 

 

Die Leviten und das Gesetz

 

Während der hundert Jahre, die auf die Eroberung Israels durch die Assyrer folgten, begannen die Leviten das Gesetz niederzuschreiben. Anno 621 v. Chr. hatten sie das fünfte Buch Mose, das Deuteronomium, fertig erstellt und verlasen es im Tempel zu Jerusalem.

 

Es war dies die Geburt des Mosaischen Gesetzes, das Mose, falls er überhaupt gelebt haben sollte, freilich nie gekannt hat. Es wird ihm zwar zugeschrieben – daher sein Name –, doch alle namhaften Forscher sind sich darüber einig, dass es in Wahrheit das Werk der Leviten war, die Mose (sowie Jahwe) einfach das in den Mund legten, was ihnen in den Kram passte. Eine korrekte Bezeichnung wäre „das levitische Gesetz“ oder „das judäische Gesetz“.

 

Das Deuteronomium ist für den offiziellen Judaismus und Zionismus das, was das Kommunistische Manifest für die zerstörerische Revolution unseres Jahrhunderts war. Es bildet die Grundlage der Thora („des Gesetzes“), also der fünf Bücher Mose, deren griechische Bezeichnung Pentateuch lautet. Der Pentateuch ist das Rohmaterial, aus dem später der Talmud geschaffen wurde, und letzterer ist seinerseits die Basis jener „Kommentare“ und „Kommentare zu Kommentaren“, welche in ihrer Gesamtheit das jüdische „Gesetz“ darstellen.

 

Beim Deuteronomium handelt es sich um ein politisches Programm, einen Plan zur Ausplünderung und dauerhaften Unterjochung sämtlicher anderer Nationen. Im Westen ist dieser Plan im Verlauf des 20. Jahrhunderts bereits in erheblichem Umfang verwirklicht worden. Somit ist das Deuteronomium von unmittelbarer Bedeutung für die Geschehnisse der Gegenwart, und wenn man letztere in diesem Lichte analysiert, tritt vieles, was zuvor rätselhaft und verworren schien, in großer Klarheit zutage.

 

Ehe das Deuteronomium schriftlich niedergelegt wurde, gab es lediglich eine mündliche Überlieferung dessen, was Gott zu Moses gesagt hatte. Die Leviten spielten sich als Gralshüter dieser Überlieferung auf, und das gemeine Volk musste ihnen wohl oder übel glauben. (Die anmaßenden Behauptungen der Leviten waren eine der Hauptursachen für den Zorn der israelitischen „Propheten“.) Falls vor der Verlesung des Deuteronomium irgendwelche Manuskripte existierten, so waren sie fragmentarischer Natur und wurden von den Priestern sorgfältig gehütet; die einfachen Angehörigen des Stammes wussten davon so wenig wie heutzutage irgendwelche Kleinbauern in Kentucky von griechischer Poesie.

 

Dass sich das Deuteronomium von allen bisherigen Gesetzen unterschied, geht schon aus seinem Namen hervor, der „zweites Gesetz“ bedeutet. Es war das Gesetz des levitischen Judentums; wie bereits hervorgehoben, waren die Israeliten „keine Juden“ und hatten dieses Gesetz nie gekannt.

 

Bezeichnenderweise war das Deuteronomium, das fünfte Buch unserer Bibel, das scheinbar die natürliche Fortsetzung der vorherigen vier darstellt, das erste, das seine heutige Form erhielt. Die beiden ersten Bücher Mose, Genesis und Exodus, bilden zwar den historischen Hintergrund, wurden von den Leviten aber erst später erstellt. Das dritte und das vierte Buch Mose (Leviticus und Numeri) entstanden zu einem noch späteren Zeitpunkt.

 

Das Deuteronomium stellte die in der früheren Überlieferung festgelegten moralischen Gebote förmlich auf den Kopf. Die Leviten hatten sich nämlich das Recht herausgenommen, nach freiem Ermessen Streichungen vorzunehmen und Ergänzungen hinzuzufügen. Sie waren fest davon überzeugt, dass Gott sie ermächtigt hatte, das Gesetz, welches er Mose mündlich offenbart hatte, zu verändern, um „den sich ständig wandelnden Existenzbedingungen im Geiste der traditionellen Lehre gerecht zu werden“ (Dr. Kastein). Zitat Ende

 

Diese Überzeugung kommt mir doch bekannt vor. Erinnert mich tatsächlich an den Katholischen Katechismus.

 

Aber zum Abschluss einmal eine andere Überlegung, auf die mich eine liebe Schwester brachte: Kannst du dir vorstellen, was es heißt, dass Geschehnisse über Jahrhunderte nur mündlich weiter gegeben und am Ende, ca. 1000 Jahre später, von Menschen niedergeschrieben wurden? Stell dir das einmal in unserer Zeit vor!

 

Nun magst du einwenden, dass Petrus doch darauf hinwies, dass „Männer getrieben durch den heiligen Geist von Gott her redeten“ 2.Petr.1:21 Ja, das mag ja für Weissagungen gelten, wie der Kontext es zeigt, aber sicher nicht für die Priestersekte in Babylon, denn die lebten im Exil, standen unter dem Gericht Gottes und gewiss in dieser Zeit nicht unter Seiner geistlichen Führung und Inspiration. Nein, wie Jaschua bemerkte, hatten sie einen anderen Vater, den Teufel! Und sie lehrten ganz und gar nicht Gottes Gedanken, sondern Menschengebote! Leider entschieden diese Gelehrten auch, welche Schriften in den Kanon eingefügt werden sollten. Dabei verwarfen sie auch so einige Schriften, die später gefunden wurden, wie die Ergänzungen zum Buch Daniel.

 

Noch ein anderes Thema, auf das ich hin und wieder angeschrieben werde: Die Glaubenshelden und ihre Vorbildfunktion, die im NT zwar angesprochen, im AT aber nicht unbedingt nachvollziehbar ist. Nur durch die Beschönigungen in Überlieferungen kann man sich erklären, dass menschliche Schwächen der so genannten Erzväter, auf deren Glaubensvorbild wir z.B. im Hebräerbrief hingewiesen werden, abgemildert oder weder von den Schreibern kommentiert, noch von Gott selbst gerügt werden. Als Beispiel sei Abrahams Lüge in 1.Mose 20:2,12 gegenüber 1.Mose 12:11-13,18f erwähnt; aber auch Jakobs hinterlistiger Betrug in 1.Mose 31:4-13 gegenüber 30:37-43

 

Aus Liebe zur Wahrheit

 

JedidaMD                                                                                                            

 

 

 

 

 

 

 

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