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Auf der Suche nach prophetischen Hinweisen auf das Kommen und Wirken Jesu (Jeschuas) kommt man um Daniel nicht umhin, denn die Christen haben diese angebliche Prophetie für sich ausgeschlachtet. Das sage ich schon deshalb, weil sie fehlende Zeiträume auf eine Weise ersetzt haben, die ich für unzulässig halte und was ich in früheren Beiträgen auch schon aufgezeigt habe. Dabei kam ich damals zu dem Ergebnis, dass sich diese Prophetie nicht auf unsere Endzeit, sondern auf das 1.Jhd. beziehen müsse. Die prophetische Sicht Daniels habe ich aber seinerzeit nicht hinterfragt, was ich hiermit heute nachhole. Und es überrascht mich, dass die Juden das Buch Daniel nicht zu den prophetischen Büchern zählten, sondern zu den Erzählungen. Daher hat es für sie auch keine Bedeutung. Die Aussagen über die verschiedenen Reiche sind nicht prophetisch gemeint, sondern erlebte Zeitgeschichte. Wieder beantwortet es auch die Frage, wieso die Juden Jesus nicht als Messias erkennen konnten, wenn es doch so gute Vorhersagen gegeben haben soll.

Interessant Fakten zum Buch Daniel von Heinrich Tischner

http://www.heinrich-tischner.de/21-th/2bibel/theol/gt-bild/ic.htm

Die liberale persische Religionspolitik hat wahrscheinlich ihren Niederschlag im Buch Daniel gefunden. Dabei müssen wir freilich bedenken, dass dieses Buch erst zwischen 168 und 165 geschrieben wurde und mündlich überliefertes Material aus der babylonischen Gefangenschaft verwendet. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn historische Einzelheiten (Erinnerung an Königsnamen und ihre Taten) falsch in Erinnerung geblieben sind. Man hat jedenfalls den Eindruck, als ob sich hinter der Gestalt Nebukadnezars gar nicht der historische Chaldäerkönig und Eroberer Jerusalems, sondern die ersten Perserkönige verbergen: Nebukadnezar bekennt sich zu dem Gott Daniels [115] und stellt die jüdische Religion unter seinen persönlichen Schutz. [116] „Darius von Medien“ befielt geradezu die allgemeine Verehrung des Gottes Daniels. [117] Das hat wohl nichts mit der Religionspolitik der babylonischen Könige zu tun. Die verfolgten eine ganz andere Richtung und wollten den altbabylonisch-sumerischen Göttern zu größerem Einfluss verhelfen. Vielmehr scheint sich in diesen Geschichten die Bekehrung der persischen Könige zur Religion Zarathustras zu spiegeln, die der jüdischen Religion sehr ähnlich war.

Im Buch Daniel scheinen also eine Menge richtige Erinnerungen enthalten zu sein, allerdings hat die *Sage die historischen Tatsachen bunt durcheinander gewürfelt, so dass nicht nur Namen und Leben der Könige, sondern auch Persisches und Babylonisches nicht immer säuberlich voneinander geschieden sind.

Späteres Kapitel

Die *Apokalyptik

Erstmals mit dem Buch Daniel tritt eine neue Form von Frömmigkeit und zugleich eine neue Form von Literatur in Erscheinung:

In der hebräischen Bibel steht das Danielbuch unter der 3. Abteilung, den „Schriften“, gehört also weder zum „Gesetz“ [137] noch zu den „Propheten“ [138]. Das liegt daran, dass die Sammlung der „Propheten“ schon abgeschlossen war, als das Buch Daniel entstand.

Luther hat dagegen Daniel den „großen Propheten“ zugeordnet, wie er auch die Offenbarung als prophetisches Buch betrachtet. In der Tat haben beide Schriften etwas Prophetisches an sich. Und dennoch ist da ein wichtiger Unterschied:

Der Verfasser des Buchs Daniel erweckt den Eindruck, als sei dieses Buch vor vielen hundert Jahren zur Zeit der ersten Perserkönige geschrieben, und als stammten die Kap. 7-12 von Daniel selbst. Davon kann aber bei der Fülle historischer Irrtümer keine Rede sein. Umgekehrt zeigt aber auch der Verfasser klar, dass es ihm gar nicht um babylonische und persische Könige, sondern um die Zeit der Makkabäer geht. Ein großer Teil der angeblichen Weissagungen sind in Wirklichkeit Schilderungen der Gegenwart, aber nach Weissagungsmanier in Gestalt von Träumen und aus Sicherheitsgründen verschlüsselt in Bildern. Der Eingeweihte weiß, was gemeint ist. Das Buch will den angefochtenen Gläubigen der Makkabäerkämpfe zum Widerstand ermutigen. Dazu werden die überlieferten Danielgeschichten erzählt. Zugleich stellt es ihnen das baldige Ende der gottlosen Herrschaft vor Augen. Nur das ist echte Prophetie.

Das Besondere daran ist nun, dass der Untergang der gottlosen Herrschaft beschriebenen wird als Bestandteil des Weltuntergangs und Jüngsten Gerichts.

Man erwartet also dieses Ereignis in naher Zukunft und sieht in den Wirren der Gegenwart die Vorzeichen des kommenden Endes.

„Daniel“ führt seine Erkenntnisse auf Offenbarung (griech. apokálypsis) zurück. Wir nennen daher diese Frömmigkeitsform, die den baldigen Weltuntergang erwartet, Apokalyptik.

Das Buch Daniel hat Schule gemacht. In den folgenden Jahrhunderten wurde eine Fülle apokalyptischer Schriften geschrieben, die alle in ähnlicher Weise auf einen berühmten Heiligen der Vorzeit (Adam, Henoch, Mose, Jesaja) zurückgeführt werden, aber alle von den Problemen der Gegenwart handeln und das nahe Ende der Welt erwarten. In diesen Zusammenhang hinein gehört auch die Offenbarung des Johannes – mit dem wichtigen Unterschied, dass Johannes unter seinem eignen Namen schreibt.

Welche Vorstellung von Gott wird uns in den Schriften der Apokalyptik vermittelt?

Gott ist der Herr der Weltgeschichte. Auch wenn es drunter und drüber geht, auch wenn die Gläubigen und der wahre Glaube tödlich bedroht werden, hat Gott doch immer noch alle Fäden in seiner Hand. Er wird mit den menschlichen und teuflischen widergöttlichen Kräften am Ende doch fertig werden und den Sieg behalten.

Unsere Welt ist nicht von ewiger Dauer, sondern wird einmal ein Ende haben Das Weltende wird immer in naher Zukunft im Anschluss an irgendwelche Ereignisse der Gegenwart erwartet. Streng genommen ist aber der Weltuntergang nicht das Ende, sondern nur eine Zwischenstufe, der Übergang in eine erneuerte Schöpfung.

Das Weltende ist verbunden mit dem Jüngsten Gericht, wo alle Menschen, auch die schon längst Verstorbenen ihre endgültige Strafe oder ihren endgültigen Lohn bekommen, bestehend in Vernichtung oder Weiterlebendürfen. Das Gericht wird aber nicht von Gott selbst vollzogen, sondern von einer eigens dazu beauftragten Person. In Daniel 7 ist es der Menschensohn.

In allem merken wir deutlich den persischen Einfluss. Zitat Ende

Anmerkg. Von biblischer Prophetie in dem Sinne, wie die Christen das verstehen, also keine Spur!

Auch Thomas Jettel hat das Danielbuch zitiert und m.E. kann man gut erkennen, wie er sich schwer tut, manche der Aussagen in Christus erfüllt zu sehen. Aber es darf ja nicht sein, dass man die Bibel anzweifelt und so findet er dennoch hin und wieder den Dreh. Du kannst das alles selbst nachstudieren HIER

Auszug daraus:

Dan 9, 25M: bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten,

Nicht: „ein gesalbter Fürst“ (wegen der Wortstellung im Hebr. Daher ist nicht Cyrus Jes 44, 28; 45, 13 gemeint.), sondern ein Gesalbter, der ein Fürst ist.

Gemeint ist: bis zu einem Gesalbten, der zugleich ein Fürst ist; d.h. ein Priester, der zugleich ein König ist, ein Priesterkönig.

Und der Gesalbte, der auch Fürst ist, muss einer sein, der zum Heiligtum und zur Stadt in engem Verhältnis steht: ® Sach 6, 13; Psalm 110, 4

Mit dem (hier nicht bestimmten) Gesalbten (dem Priester, der auch Fürst ist) kann nur der Messiaskönig Jesus Christus gemeint sein.

(Meine Frage: WIESO kann nur der Messias gemeint sein? M.E. kann eben sehr gut auch ein anderer gesalbter Fürst gemeint sein und Jesus wird doch nicht als Fürst bezeichnet und war es auch im 1.Jhd. sowieso nicht)

Zuerst war er ein gesalbter Prophet (Jes 61, 1-3) dann amtete er als gesalbter Priester (Hebräer 5-7; Psalm 110) und dann wurde der gesalbte König auf dem Thron zur Rechten Gottes (Apostelgeschichte 2, 34-36; Psalm 2; Hebräer 1, 9 iVm 1, 13).

Bis = zu seiner Geburt oder seinem öffentlichen Auftreten (denn: NACH den 62 Wochen wird er erst ausgerottet. D.h. nach seiner Geburt bzw nach seinen öffentlichen Auftreten.)

D.h. die 62 Wochen gehen nicht ganz hin bis zum Tod des Messias. (Aha!)

Dan 9, 26: „Und nach den 62 Wochen wird [der] Gesalbte [ = Jesus Christus – so auch die traditionelle christliche Deutung.] abgeschnitten [o.: „ausgerottet“; d.h. getötet] werden,

der Gesalbte wird nach Ablauf der 7+62 Jahrwochen ausgerottet; allerdings nicht allzu lang danach, denn sonst könnte es nicht heißen „nach den 62 Wochen“.

Abschneiden = ein übliche Ausdruck für Tod: 1. Mose 9, 11; 17, 14; u.v.a.

Jesus Christus wurde ‚zerstört’ – und mit ihm die Sündenschuld. Und er verschwand von der Oberfläche, wurde begraben. Mit ihm wurde die Handschrift ausgetilgt, in seiner Person.

‚Austilgen’ würde also durchaus passen, besonders im Zusammenhang von V. 24.

und ihm wird nichts sein [o: er wird nicht haben].

D.h. etwas, das er haben sollte, ist ihm nicht geworden.

Christus wurde verworfen und empfing (bis zum heutigen Tag) „nichts“ (in Bezug auf Tempel und Herrschaft über Jerusalem). Er hat in Israel seine Stellung als Messias nicht bekommen.

Soweit mal. Es folgt noch ein ausführlicher Beitrag zu einigen der angeblich über 300 Prophezeihungen auf Jesus.
Hast du den Beitrag zu Jesaja 53 schon studiert?

Aus Liebe zur Wahrheit

Maggie D.

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Maggie Dörr
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