Aktuelle Beiträge

Was ist das Wort Gottes nach biblischem Verständnis?
Inwiefern hat Gott sein Wort bewahrt?
Was ist „die Wahrheit“?

Ein Begriff, der sich so sehr in unseren Köpfen festgesetzt hat, ist „das Wort Gottes“ und dies bezogen auf die uns vorliegenden Bibeln mit ihren 66 Einzelbüchern. Das, was die Apostel und Jaschua aber in den meisten Fällen mit diesem Begriff verbinden ist aber keinesfalls die Bibel, sondern das Evangelium, die gute Nachricht von Gott! Am besten schaust du dir diesen Begriff einmal in einer Konkordanz an und unterstreichst einmal alle Stellen, wo es sich um die gute Botschaft handelt. Hier ein Text dazu:

Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid. 1.Thess.2:13

In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, die Heilsbotschaft von eurer Rettung, vernommen habt und zum Glauben gekommen seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden. Eph.1:13, Kol.1;5

Warum ist dieses Wort Gottes, das Evangelium, wirksam und kräftig und schärfer als ein zweischneidiges Schwert? Hebr.4:12 Weil es das Leben eines Menschen völlig verändern kann und zwar durch die Neuzeugung im Geist und die Veränderung durch den Geist Gottes, der danach in jedem wirksam ist. 2.Kor.3:18

Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts; die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;… Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben…. Joh.6:63; 5:24

Und „sein Wort“, war nicht sein eigenes Wort, sondern das Wort Gottes! Joh.14:10

…denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben in Wahrheit erkannt …. Ich habe ihnen dein Wort gegeben…Joh.17:8,14

Und direkt danach geht es weiter mit einem uns gut geläufigen Text, nämlich Joh.17:17. Diese Aussage solltest du dir einmal in Verbindung mit den gerade Erläuterten Zusammenhang eröffnen lassen.

Heilige sie in deiner Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit!

Nicht die Bibel ist „die Wahrheit“, sondern das Wort vom Evangelium, von der Erlösung und Neuzeugung des Menschen! Durch die Worte des Evangeliums werden sie geistgezeugt (meist mit wiedergeboren übersetzt) und somit geheiligt. Die Gläubigen sind schon rein, um des Wortes willen! Dies bezeugen auch Petrus und Jakobus:

…. ihr seid ja nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen wiedergeboren (oder: wiedergezeugt), nämlich durch das lebendige und ewig bleibende Wort Gottes.1.Petr.1:23

Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Jak.1:18

Wir werden nicht durch die Bibel geistgezeugt und erhalten auch nicht durch die Bibel neues Leben, nein, es ist dieses Wort Gottes: seine Verheißung der Rettung durch das Lamm Gottes, die Wahrheit des Evangeliums, das der Messias Gottes uns gebracht hat und durch die Jünger bis heute weitergegeben wird! Natürlich stehen diese Worte heute in der Bibel und wir sind froh dafür, dass sie erhalten wurden, aber das macht nicht automatisch alle Aufzeichnungen die in der Bibel stehen zum Wort Gottes! Diesen Unterschied sollte man schon machen!

In der Offenbarung Jesu Christi (Jaschuas) heißt es ebenfalls:

… und dieser (Johannes) legt nunmehr Zeugnis ab von dem Worte Gottesund von dem Zeugnis Jesu Christi, von allem, was er gesehen hat. 1:2

Dann sagte er zu mir: »Schreibe: Selig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind!« Weiter sagte er zu mir: »Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes 19:9

Zu allen Worten Gottes steht Jahuwah und hat sich durch die Propheten dafür verbürgt, dass es in Ewigkeit bleibt!

Wie sieht es denn aber mit dem AT aus?

Sagt denn Gott nicht hier irgendwo etwas von gesammelten Schriften oder der Bibel als solches? Auch hier fand ich nur ähnliche Zeugnisse, wie im NT, denn alle Propheten sprachen „vom Wort des HERRN“, was so viel heißt wie „das Wort Jahuwahs“ oder „das Wort Gottes“. Und dieses persönliche Wort „geschah an Jeremia (oder auch an Abraham und Jesaja)“. Jer.25:13; 36:1-6,27, 1.Mo.15:1 u.v.a. und sie sagten: „Hört das Wort Jahuwahs!“

Im Tenach wird klar, dass „das Wort Gottes“ all jene Aussagen sind, die er höchst persönlich gesprochen hat, heilige Worte also, die niemals wieder aufgelöst werden:

Auf ewige Zeit, o HERR, steht fest dein Wort im Himmel. Psalm 119:89, Jes.40:8

… Worte, die schnell laufen und ausführen, wozu er sie gesandt (beauftragt) hat! Psalm 147:15

…ebenso verhält es sich auch mit meinem Wort, das aus meinem Munde hervorgeht: es kehrt nicht leer (= wirkungslos) zu mir zurück, sondern erst dann, wenn es das ausgerichtet hat, was ich gewollt habe, und das zustande gebracht hat, wozu ich es gesandt habe.« Jes.55:11

Auch aus Hebr.11:3 sehen wir, dass Gott die Welten durch sein Wort bereitet hat und damit ist sicher nicht die Bibel gemeint, sondern das Wort, was er aussprach und das „wurde“! Er sprach und es wurde Licht!

Schauen wir weiter, was Gott selbst als „Wort Gottes“, als Sein Wort bezeichnet:

Bei mir selbst habe ich geschworen, hervorgegangen ist aus meinem Munde Wahrheit und ein Wort, das unverbrüchlich ist: Jes.45:23, Jes.66:2

Es sind alle seine Verheißungen! Jos.23:14 Und es sind die Worte des Bundes! Jer.11:2 Und es sind die Worte des Gesetzes! Psalm 119:61 und dort noch viele andere Verse, Mal.3:22 – sowie alle seine prophetischen Aussagen, Worte, die er seinen Engelsboten und den Propheten eingehaucht hatte, damit sie exakt das sprachen, was er wollte. Es sind Weisungen (Rechtsordnungen) und Offenbarungen! Vgl. Jes.8:20; 51:16 Und damit ist auch insgesamt „die Summe Seines Wortes“ gemeint, welches in Psalm 119:160 angesprochen ist, was der Kontext auch deutlich zeigt. Keinesfalls ist damit die gesamt Bibel, alle heiligen Schriften, gemeint!

Da schrieb Mose alle Worte des HERRN nieder. 2.Mose 24:4, vgl. 20:1 und Josua 8:32
Bei diesem Wort Gottes, das Mose aufschrieb, handelt es sich um das GESETZ oder die Wortes des BUNDES, auch 10 Worte genannt.

Und genau das sprach Jaschua an als er die Schriftgelehrten in Markus 7 anklagte:

Dann fuhr er fort: »Trefflich versteht ihr es, das Gebot Gottes aufzuheben, um die euch überlieferten Satzungen festzuhalten. 13 und hebt damit das Wort Gottes durch eure Überlieferung auf, die ihr weitergegeben (= allmählich herausgebildet) habt; und Ähnliches derart tut ihr vielfach.« Menge Üb

Beispiele für Gottes Schreibauftrag an Mose

2.Mose.34:27-28
Weiter gebot der HERR dem Mose: »Schreibe dir diese Verordnungen auf! Denn auf Grund dieser Verordnungen habe ich mit dir und mit Israel einen Bund geschlossen.« 28 Hierauf verweilte Mose dort beim HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken; und er (d.h. Gott; vgl. V.1) schrieb auf die Tafeln die Gebote des Bundes, die zehn Gebote.

Mose hatte also lediglich für die „10 Worte“, die 10 Gebote, einen Schreibauftrag. Später wird in der dritten Person über Mose berichtet, dass er Lagerplätze während der Wüstenwanderung notierte, ohne dass wir einen Schreibauftrag Gottes erkennen zu können. 4.Mose 33:2 Und in 5.Mose 31:19,22 erfahren wir von Jahuwahs Auftrag an Mose, „das Lied Mose“ aufzuschreiben. Größere Schreibaufträge der ganzen geschichtlichen Ereignisse fehlen, denn sie sollten sie, wie auch das Gesetz, lediglich ihren Kindern weiter erzählen. 5.Mose 11:18-20 Aus diesem Grund wurde ja auch Jahrtausende nichts schriftlich festgehalten, bis im babylonischen Exil die hebräische Sprache langsam verloren ging und die Schriftgelehrten dann doch zum Griffel griffen. (Möglicher Grund von einigen)

Nun heißt es dann auf einmal, dass es Mose war, der alles aufgeschrieben habe, besonders kurz vor seinem Tod, die ganzen 613 Gesetze aus einem 2.Gesetz, das über das des Gesetzes vom Sinai weit hinaus geht, Kap.12-Ende. 5.Mose 31:9 Von einem Auftrag Gottes fehlt aber jede Spur. Sollte es dennoch von Gott sein? Vgl. dazu ausführlicher den Beitrag „Wer hat das 2.Gesetz – das Deuteronomium – geschrieben?“

Beispiele für Gottes Schreibauftrag an Jeremia

Jeremia 30:2 und 25:13
So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!

Jeremia 36:2-4
Nimm dir eine Buchrolle ( Schriftrolle auf Papyrus) und schreibe alle Worte darauf, die ich zu dir geredet habe über Israel und über Juda und über alle Völker, von dem Tag an, da ich zu dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis zu diesem Tag! 3 Vielleicht werden die vom Haus Juda auf all das Unheil hören, das ich ihnen anzutun gedenke, und umkehren, jeder von seinem bösen Weg, sodass ich ihnen ihre Missetaten und ihre Sünden vergeben kann! 4 Da rief Jeremia den Baruch, den Sohn Nerijas, und Baruch schrieb, wie Jeremia es ihm vorsagte2, alle Worte des HERRN, die er zu ihm geredet hatte, auf eine Buchrolle.

Auf eben diese Schriften bezogen sich Jaschua und die Apostel in den meisten Fällen, denn sie erklärten den Jüngern, was über ihn in diesen prophetischen Schriften stand und was mit ihm geschehen würde. Dabei bezogen sie sich überwiegend auf die großen Propheten, die so genannten hinteren Propheten, im Gegensatz zu den vorderen, die aus den geschichtlichen Büchern Josua, Richter, Samuel und Könige bestanden.

Beispiele neutestamentlicher Aussagen mit Bezug auf das AT
„Es steht geschrieben…!“

An vielen Stellen finden wir den Ausspruch „Es steht geschrieben“ oder „wie geschrieben steht in ..“ Wie häufig alttestamentliche Textstellen im NT zitiert werden, kannst du am übersichtlichsten sehen, wenn du eine Menge-Übersetzung online aufmachst und das Stichwort „geschrieben“ eingibst. Menge deshalb, weil er immer in Klammern den alttestamentlichen Vers angibt!

Ich gebe dir hier einen kurzen Überblick, wenngleich ich dich darauf aufmerksam machen muss, dass es nachgewiesen wurde, dass „wie geschrieben steht“ auf nachträglich Hinzufügungen der Abschreiber zurück geführt werden kann, denn diese wollten den zu evangelisierenden Israeliten „nachweisen“, dass Jaschua der Messias ist, der in der Tenach vorhergesagt wurde. Sie taten es also aus gutem Grund, nicht aus böser Absicht.

Sogenannte Erfüllungszitate sind eine Spezialität des Matthäus-Autors, wobei er zehnmal mit dem Satz beginnt: „Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht ….“ Vgl.1:22; 2:15,17,23; 8:17; 12:17; 13:35; 21:4; 27:9

Ein Beispiel, indem das Ganze ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, findet sich in Mat.27:9, wo es um den Blutacker und die 30 Silberstücke geht. Es soll ein Hinweis auf Jeremias Aussage sein, der aber nichts dergleichen sagt.

Damals erfüllte sich das Wort des Propheten Jeremia (Sach 11,12-13; Jer 32,6): »Sie nahmen die dreißig Silberstücke, den Geldbetrag für den so Gewerteten, auf den man von seiten der Israeliten einen solchen Preis ausgesetzt hatte, 10 und gaben sie für den Töpferacker, wie der Herr es mir geboten hatte.« Mat.27:9-10 Menge

Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN ist an mich so ergangen: 7 Siehe, Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und sagen: Kaufe dir mein Feld, das bei Anatot liegt; denn dir steht das Lösungsrecht zu, es zu kaufen! Jer.32:6-7

Die Elberfelder gibt einen Querverweis zu Sach.11:12f an, wo es zwar um 30 Silberlinge geht, die aber in keinem Zusammenhang mit den Ereignissen in Mat.27 mit Judas stehen. Einige sehen dann diese alttestamentlichen Stellen sogar als Prophetien an.

Lukas 24:27,32,45 (Matth.26:56, Luk.3:4; 4:17, Joh.5:39; 7:38,42)

Und Jaschua sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 27 Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.
Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg, und als er uns die Schriften öffnete?
Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, 46 und sprach zu ihnen:
So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen

Beachte auch hier wird nirgends vom „Wort Gottes“ gesprochen, sondern von den Schriften des AT!

Matthäus 12:17
So sollte das Wort des Propheten Jesaja seine Erfüllung finden, der da sagt (Jes 42,1-4)

Jaschua sagte auch hier nicht, dass sich das „Wort Gottes“ erfüllen sollte! Er selbst bezeichnete demnach Jesajas Aussagen, die dieser als Prophet stellvertretend für Gott zu den Menschen brachte, nicht als das WORT GOTTES!

Markus 12:26
Habt ihr nicht gelesen im Buch Moses

Aber auch auf die Psalmen nimmt Jaschua Bezug

Matth.21:42 (auch 20:42, Hebr.10:7): Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«? (Psalm 118:22)

Und ebenso auch die Apostel in Apg.1:16,20

Trotz all der positiven Bestätigungen dürfen wir jedoch nicht außer Acht lassen, dass Jaschua auch Korrekturen an dem vornahm, was man den Israeliten als Torah gelehrt hatte und dabei bezog er sich nicht nur auf mündlich Überlieferungen sondern auch auf andere Schriften der Tenach. Ein Beispiel mag hier genügen. Ich werde in einem gesonderten Beitrag über Matt.5:17ff genauer darauf eingehen. In Mat.5:43 sagt Jaschua: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist, du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen…“ Der Psalmist stellte es geradewegs als ein Gebot dar, die Feinde zu hassen, Ps.119:21-22, während es die Tenach an keiner Stelle lehrt. Diese Aussage und auch die psalmistische Quelle muss ihren Ursprung in den falschen Auslegungen derer haben, die „von Menschen aufgestellte Regeln“ verkündigt haben, als seien es Lehren Gottes. Jes.29:13, Mat.15:9 War der Psalmist falsch gelehrt worden? Kann seine Aufforderung demnach von Gott inspiriert sein? Vergl. dazu David Stern im Kommentar zu Mat.5:43

Die Apostel nehmen überwiegend Bezug auf PROPHETISCHE SCHRIFTEN
in Apg.7:42; 8:32 und Paulus unterredete sich mit den interessierten Gläubigen „anhand der Schriften“. 17:2,11; 18:28, 1.Kor.15:3 Damit sind nicht alle möglichen Schriften gemeint, sondern eben die prophetischen, besonders Jesaja 53, aus denen er beweisen konnte, dass Jaschua der Messias ist, der verheißene Erlöser Jahuwahs, den er predigte. 1.Petr.2:6, 2.Petr.1:20 Er teilte ihnen „den ganzen Ratschluss Gottes mit“! Apg.20:20,27,32 Dabei handelte es sich um den Heilsplan, den er in den Propheten erkennen konnte. Und die Beröer forschten in diesen Schriften nach, ob sich das wirklich so verhielt, wie er es ihnen mitteilte. Apg.17:11

Auch Jakobus zitiert aus dem Tenach:

…. und daß so erst das Schriftwort sich erfüllt hat, das da lautet (1.Mose 15,6): »Abraham glaubte aber Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ›Gottes Freund‹ genannt (Jes 41,8)

Ebenso finden die Sprüche Erwähnung:

Oder meint ihr, die Schrift mache leere Worte, wenn sie sagt: »Eifersüchtiges Verlangen hegt der Geist, den er (d.h. Gott) Wohnung in uns hat nehmen lassen«? 6 Um so reicher ist aber die Gnade, die er zuteilt. Darum heißt es (Spr 3,34): »Gott widersteht den Hoffärtigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.« Jakobus 4:5

Die vorderen geschichtlichen Prophetenbücher werden nur indirekt angesprochen, da Elias und auch Davids Geschichte gut bekannt ist unter den Israeliten im 1.Jhd, was freilich auch auf mündliche Überlieferung, von denen Paulus häufig spricht, zurück geführt werden könnte. So war es ja lange Zeit üblich und von Gott gewollt. Hätte Jahuwah gewollt, dass eine Bibel entstehen sollte, dann hätte er nicht den Auftrag der „Mund zu Mund-Überlieferung“ gegeben, sondern alles in Bücher zu schreiben! 2.Mose 13:8f

Wir kennen leider die Schriftenzeugen nicht, die dazu vorlagen, aber Paulus schreibt in Röm.11:2 „…die Schrift sagt von Elia“ und berichtet über die Überrest-Methode Gottes, die im Buch der Könige geschildert wird. Und er erwähnt in Galater 3:10 wörtlich einen Text aus dem Deuteronomium. Eben aufgrund dieser Bezugnahme gehe ich davon aus, dass auch das 2.Gesetz vorlag, was aber von Gott ausdrücklich nicht akzeptiert war. Lies bitte selbst in Maleachi 3:22, wo Er darauf hinweist, dass sie sich auf das Gesetz vom Sinai (Horeb) beziehen sollten. Offensichtlich hatte Paulus davon keine Kenntnis, was auch nicht weiter tragisch war, denn Christus war so wie so „das Ziel des mosaischen Gesetzes“ und hatte den Fluch aufgehoben, der auf die Nichteinhaltung von Gesetzen folgte. Und das war es ja was Paulus vermitteln wollte.

Allerdings sprach Paulus nicht ausnahmslos vom Tenach, wenn er lehrte, sondern verwirrenderweise auch von jüdischen Traditionen und Überlieferungen, die es nicht einmal im Tenach gab. 1.Ti.2:9-15 1.Kor.11:7 Dann kann das doch nicht als Wort Gottes bezeichnet werden! Was dies aber in der Folge für Probleme im aktuellen Leben eines Menschen aufwirft, wenn man seine Anweisungen an traditionelle Juden als Wort Gottes für unsere heutigen Christen betrachtet, das sehen wir ja beim Schweigegebot für Frauen in der Gemeinde und bei der Kopfbedeckung! Aber kein Wunder, dass Paulus das einfließen ließ, denn er war ja vor seiner Bekehrung ein religiöser Eiferer der „Überlieferungen der Väter“, nicht ein Eiferer der Bibel oder der Tenach. Gal.1:14

Um es kurz zusammen zu fassen:

Es wird im NT nicht auf alle Schriften Bezug genommen, aber auf alle Erzväter, auf alle wichtigen „biblischen Personen“. (Liste im Anhang) Was ich gut bezeugt vorfand waren das Gesetz Mose (Ordnungen und Rechtsbestimmungen für ganz Israel, alle Propheten Israels, Psalmen und auch einige Sprüche. Diese sollten wir, wie auch Jaschua (Jesus) und die Apostel als Gottes Wort annehmen. Inwieweit das auf alle 5 Bücher Mose zutrifft, müssen wir allerdings noch gesondert klären, denn wir wissen nicht wirklich genau, welche Schriftrollen in welchem Umfang im 1.Jahrhundert vorlagen. Leider finden wir in den uns überlieferten neutestamentlichen Schriften keine direkte Aussage vom Herrn bezüglich des Wahrheitsgehaltes der alten Schriften, was aber noch nicht bedeutet, dass er sich dazu nie geäußert hätte. (siehe Hinweise in Mat.5, w.o. erwähnt) Die Frage ist, wenn er es getan hätte, was die RKK, die die Schriften zum Kanon prüfte, damit gemacht hätte? Wir können leider heute nur sehen, welche Hinzufügungen sie vorgenommen haben, wie z.B. Mat.28:19 > FN 1 und 1.Joh.5 Comma Johanneum, aber verständlicherweise nicht, was ausgelassen wurde. Wer natürlich an eine Unfehlbarkeit der Bibel glauben will, braucht sich darüber keine Gedanken zu machen.

Meine Überlegung geht jedenfalls dahin: Wenn Jaschua die Schriftgelehrten und ihre Väter als Lügner bezeichnete, bezog er sich dann lediglich auf deren mündliche Aussagen und den Talmud oder vielmehr auch auf die Schriften des Tenach, die nachweislich manipuliert waren? Kann man das überhaupt trennen? Hierzu verweise ich dich auf die verschiedenen Beiträge zur Entstehung der Bibel, besonders auf die Aussagen von Dr.Kastein, in dem Beitrag „Ein Jude über die Entstehung des Tenach“. Ich möchte hier abschließend Jaschuas Worte aus Mat.19:8 ins Gedächtnis rufen, die mir rätselhaft sind, wo er sagt: „Von Anfang an ist’s nicht so gewesen … Mose hat das nur wegen eurer Herzenshärte so bestimmt“. Ja, hat denn Mose die Gesetze gemacht oder hat er (oder die Schriftgelehrten) sie verändert? Und dazu noch Mat.5:21ff „Zu den Alten ist gesagt … ich aber sage euch….“!

Wichtig ist aber jedenfalls, dass Jaschua nie sagte, dass die Schriften, die er zitierte, von Gott eingehaucht oder inspiriert seien! Er hat nie behauptet, dass Mose zum Schreiben inspiriert war und auch nicht, dass dieser selbst alle Mose-Schriften geschrieben habe. Nein, er sprach gar nicht von Mose-Büchern, sondern immer nur vom Gesetz Mose, also das 1. Gesetz, das Mose von Gott am Horeb erhalten hatte; oder eben von prophetischen Schriften.

Das Wort Gottes zu verdrehen hat für uns heute einen völlig anderen Sinn bekommen, als für Paulus, der damit einzig die Entstellung des Evangeliums meinte. Vergl. Dazu 2.Kor.4:2 und Kontext
Heute beschuldigt man mit diesem Vorwurf alle Irrlehrer, die irgendeine biblische Lehre falsch auslegen.

Wenn Jahuwah anklagt: Ihr verwerft mein Wort! – dann meinte er niemals die Bibel!

Und wenn ich heute, nachdem ich dies alles gelesen habe, für mich sage: Die Bibel ist nicht Gottes Wort! – dann verwerfe ich nicht die Bibel, sondern eine falsche Vorstellung davon, die man mir fälschlicherweise über Jahrzehnte eingeprägt hat – und ich weiß, dass das weh tut und man momentan nicht richtig damit umzugehen weiß! Möge Gott uns helfen in seinem Sinn zu differenzieren!

Ø FN 1 Link

Mein Fazit

Die Bibel ist m.E. eine Sammlung von Schriften, die Menschen zusammengestellt haben, ob unter geistlicher Leitung weiß niemand, und die teils von Menschen mit göttlicher Weisheit geschrieben wurden, teils aber auch von Gott inspiriert waren (Propheten!), darüber hinaus aber auch von Lügenschreibern geprägt wurden, wie die Schrift und Gott selbst ja selbst sagt. Jer.8:8 Der ganze Tenach ist ein komplexes Textkonvolut, entstanden durch Sammlung verschiedenster Schriften, von zahllosen Autoren und in der Regel weit nach den geschilderten Begebenheiten verfasst.

Sie ist demzufolge keinesfalls unfehlbar, weil teilweise auch allzu menschlich (Schriftgelehrte aus der Synagoge Satans schrieben ebenfalls Bücher und nahmen Veränderungen vor!) Sie ist nützlich zur Lehre und zum Richtigstellen der Dinge, wenn wir sie entsprechend weise anwenden und ihre Autoren und Heilszeiten unterscheiden lernen. 2.Ti.3:13-16, Rö.15:4 Ebenso taten es die Apostel! Und vergessen wir nicht: Wir wandeln im Geist Jahuwahs und nicht im Geist der alten Propheten oder irgendeines Buches!

Ich liebe die biblischen Schriften nach wie vor, denn wo sonst sollte ich soviel über Gott erfahren, der sich selbst in der Bibel äußert und grundlegende Aussagen über sich selbst macht. Wie sollten wir seine Gedanken über die Menschen und seinen Rettungsplan mit ihnen erkennen? Joh.20:31 Ich habe aber auch immer schon die sinnlosen Brand- und Schlachtopfervorschriften (nicht die Sühn- und Schuldopfer!) gehasst und jahrelang um Erkenntnis gebetet und nun weiß ich, dass sie nicht von Jahuwah sind und bin dankbar für diese Erkenntnis. Ich halte es so, dass ich 5.Mose 12-Ende einfach ausklammere.

Mit der alten Priesterschaft, die offensichtlich gar nicht von Gott am Sinai eingesetzt wurde, und ihren Weihungsritualen, bin ich auch skeptisch. Benötige sie aber auch nicht, denn wir haben einen großen Hohepriester, der nicht aus dem Stamm Levi, sondern aus dem Stamm Juda ist und der im Himmel mit einer Schar Priester aus Israel im Heiligtum für uns dient. Warum sollte ich mich also mit dem alten Priestertum auseinandersetzen? Es genügt mir zu wissen, dass es auch falsche, verlogene Priester gab, wie es auch falsche Propheten gab und noch heute gibt.

Mit den Geschichtsbüchern Israels bin ich ebenfalls vorsichtig, weil ich weiß, wer sie geschrieben hat und wie Jaschua diese Schreiber („eure Väter“!) beurteilte. Sie enthalten aber sehr wohl wahre israelische Geschichte mit ihren Königen und ihren Kriegen, ihrem Götzendienst und Ungehorsam usw. Können also auch zur Information nützlich sein.

Bitte lest alle Beiträge zur Bibel nicht nur einmal, sondern ein zweites Mal unter ernsthaftem Gebet! Jahrelang wurde Lüge oder Falschdarstellung in uns eingehämmert. Nun wird es Zeit sie mit der Wahrheit zu ersetzen. Dazu reicht es nicht, sie einmal schnell durchzulesen! Da müssen wir unseren Sinn erneuern und brauchen die Salbung Gottes! Bete um Wahrheit und die Liebe zu ihr!

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

liebezurwahrheit.info


A N H A N G

Alttestamentliche Bibelpersonen im NT erwähnt

Elia ist im NT gut bezeugt!
Mat.17:3, Luk.1:17; 4:25f, Joh.1:25, Röm.11:2, Jak.5:17

Abraham und Sara sind im NT gut bezeugt!
Mat.8:11; 22:32, Luk.16:22ff, Joh.8:56, Röm.11:1, Apg.7:2, Gal.3, Hebr.11:8-11

David ist ebenfalls im NT sehr gut bezeugt!
Luk.6:3, Joh.7:42, 2.Tim.2:8, Apg.2:25-34; 13:36; 15:16, Off.3:7

Und natürlich Mose!
Joh.3:14, Apg.26:22
Seine Geburt: Apg.7:20,22,29-40 Nach der Geburt verborgen: Hebr.11:23 Lied Mose: Off.15:3
Seine Erscheinung: Mat.17:3 Rotes Meer: 1.Kor.10:2, Hebr.3:16; 11:27f, 2.Kor.3:7-15, Hebr.3:5;7:14

Henoch
Luk.3:37, Hebr.11:5, Judas 1:14

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Liebe Leser!

Liebe WAHRHEITSSUCHENDE!
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Viel Erkenntnis und neues Bewusstsein!

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Maggie Dörr
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