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Was die meisten Christen heute darunter verstehen, geht aus ihrem Bekenntnis dazu hervor:

Die „Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel“  bekennt zusammenfassend:

• Da die Schrift vollständig und wörtlich von Gott gegeben wurde, ist sie in allem, was sie lehrt, ohne Irrtum oder Fehler.

• Dies gilt nicht weniger für das, was sie über Gottes Handeln in der Schöpfung, über die Geschehnisse der Weltgeschichte und über ihre eigene, von Gott gewirkte literarische Herkunft aussagt, als für ihr Zeugnis von Gottes rettender Gnade im Leben einzelner.

Sie bekennt im Einzelnen auch die Inspiration Gottes der gesamten Schrift als ein Geheimnis an:
Wir bekennen, daß die Schrift als Ganzes und alle ihre Teile bis zu den Worten des Urtextes von Gott durch göttliche Inspiration gegeben wurden.
Wir bekennen, daß die Inspiration jenes Werk war, in dem Gott uns durch seinen Geist durch menschliche Schreiber sein Wort gab. Der Ursprung der Schrift ist Gott selbst. Die Art und Weise der göttlichen Inspiration bleibt zum größten Teil ein Geheimnis für uns.
 > Gesamterklärung in einer gesonderten PDF

Da sich diese Erklärung auf 2.Tim.3:16 bezieht, möchte ich mit diesem Text beginnen:

 

2.Timotheus 3:16 exposed!

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“  Schla.2000 u.a.

Dagegen die Menge-Übersetzung:
„Jede von Gottes Geist eingegebene Schrift ist auch förderlich zur Belehrung und zur Überführung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit“

Der Kommentar der Stuttgarter Erklärungsbibel schreibt zur Lutherübersetzung:

>> V.14 weist auf die Bedeutung der überprüfbaren Überlieferungskette für die Zuverlässigkeit der Botschaft, V.15 auf die Bedeutung der heiligen Schriften. Sie umfasst zu jener Zeit die Bücher des ATs, die Timotheus aufgrund seiner jüdischen Erziehung von früher Jugend an kennt. (Ich mache darauf aufmerksam, dass wir nicht wissen, welche Schriften das waren. Es könnten auch nur das Gesetz Mose, die Psalmen und die Propheten gewesen sein! JedidaMD) Schon das AT verweist durch seine Verheißungen auf das Heil, das den Menschen im Glauben an Christus eröffnet wird (vgl.Rö.4); darüber hinaus ist „jede, von Gottes Geist inspirierte Schrift“ (so wörtlich V.16) die beste Hilfe zur Unterweisung im christlichen Glauben (Lehre), die Überprüfung der Lebensführung und die Auseinandersetzung mit der Irrlehre (Zurechtweisung) Zitat Ende <<

Das entspricht auch Rö.15:4, Joh.20:30f und 1.Kor.10:11 Und ich mache noch einmal deutlich, dass hier in den Quelltexten eben gerade nicht steht: „Die ganze Schrift ist inspiriert!“ und auch nicht „Alle Schrift ist inspiriert“! Das haben fanatische Menschen dort hineingelesen und es ist auch durch die wahrscheinlich gezielt verdrehte Übersetzung zu einem falschen Verständnis dieses Verses gekommen. Heute gibt es fast keinen Christen mehr, der dir nicht diesen Text auswendig vorsagt, sobald es ein Auslegungsproblem oder einen Widerspruch in der Bibel gibt, auch ungeachtet dessen, dass Paulus sich nur auf das AT bezogen haben kann. Jedes einzelne Wort ist mittlerweile zu einer „heiligen Kuh“ geworden, die man nicht anrühren darf und ernsthafte Bibelforscher treiben diese Sache wirklich auf die Spitze. Man kommt sich vor, wie ein Abtrünniger, wenn man nur ein wenig kritisch zu einem Bibeltext steht. Für mich bleibt nach Erkenntnis dieser wichtigen Texte die Frage hier offen: Welche Schriften sind durch Gottes Geist inspiriert und von daher auch heilig, denn wenn Paulus  sogar an einer Stelle sagt: Das sage i c h euch, nicht der Herr! – dann kann man doch nicht trotzdem behaupten, dass seine persönliche Empfehlung dessen ungeachtet „durch Gott gehaucht“ war, denn das bedeutet inspiriert: „Gott geatmet“! – womit eigentlich schon klar wird, dass es ursprünglich aus Gottes Mund kommen muss.

Rö.15:4 
So ist ja alles, was vor Zeiten geschrieben worden ist, für uns zur Belehrung geschrieben, damit wir durch standhaftes Ausharren (oder: Geduld) und durch den Trost, den die Schriften gewähren, an der Hoffnung festhalten.

Auch in dieser Aussage wird lediglich bezeugt, dass alles, was früher aufgeschrieben wurde und zu den Schriften zählt, nützlich aber doch nicht „heilig“ ist! Lies dazu auch 1.Kor.10:6,11

Was aber zeigt uns 2.Petrus 1:20-21?
Ich sehe ganz klar einen Unterschied zu 1.Tim.3:16, denn es handelt sich hier ausdrücklich um Weissagung oder so genannte „prophetische Rede“, die die Propheten Gottes an das Volk weitergaben und die sie auch schriftlich festhalten ließen (z.B. Baruch schrieb für Jeremia).
Keine dieser prophetischen Weissagungen der Schrift darf als rein menschlich gesehen werden.

Aber nicht jedes Buch der 66 Bücher ist eine Weissagung! Einige sind einfach Geschichtsberichte.

„..dass keine Weissagung der Schrift aus eigener Deutung geschieht … und niemals eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht wurde, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben durch den heiligen Geist“

Folglich „behauptet die Bibel (oder die Schrift)“ gar nicht von sich selbst, sie sei insgesamt inspiriert und auch die Apostel bezeichneten sie nie durchgehend als Gottes Wort, sondern als die heiligen Schriften oder einfach „die Schrift“ oder prophetischen Schriften. Rö.16:26 Was verstanden sie unter diesen Begriffen?

 

 

Die Schrift
Ein wenig tieferes Verständnis für den Begriff „die Schrift“ bekam ich, nachdem ich mir einige Aussagen der Apostel dazu anschaute, in denen sie von „der Schrift“ sprachen. Es waren alles Texte, die von Gottes Aussagen zeugten. Die „Schriften“ sind demnach Texte, die Worte Gottes enthalten. Diese meinte Paulus dann wohl auch in dem gerade zitierten Text, beginnend mit 2.Tim.3:15. Schau ihn dir dazu nochmals genau an! In 2.Petr.1:20-21 ist demnach von den Weissagungen Gottes die Rede, von „dem prophetischen Wort“ V.19, die immer von Gottes Geist angetrieben aus dem Herzen eines Menschen kommen. Man könnte den Begriff schon fast austauschen gegen „Gott“
„Dabei müßt ihr euch vor allem (oder: von vornherein) darüber klar sein, daß keine Weissagung der Schrift eine eigenmächtige Deutung zulässt…“

Vielleicht möchtest du dir ein paar Texte, die den Begriff „die Schrift“ enthalten, selbst in der Bibel anschauen, um zu einer eigenen Überzeugung zu gelangen: Luk.23:45, Joh.2:22 Apg.17:2,11, Röm.9:17, Gal.3:8,22; 4:30, 1.Kor.15:3, 1.Ti.5:18, Jak.2:8; 4:5, 1.Pet.2:6, 2.Petr.3:16

 

 

Heilige Schriften
Ich, Paulus, ein Knecht (= Diener) Christi Jesu, bin durch Berufung zum Apostel ausgesondert (= eigens dazu bestellt), die Heilsbotschaft Gottes zu verkündigen, 2 die er (d.h. Gott) durch seine Propheten in (den) heiligen Schriften voraus verheißen hat, nämlich (die Heilsbotschaft) von seinem Sohne. Rö.1:2
Du aber bleibe dem treu, was du gelernt hast und was dir zu völliger Gewißheit geworden ist; du weißt ja, von welchen Lehrern du es gelernt hast, 15 und kennst ja von Kind auf die heiligen Schriften, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung (oder: zum ewigen Heil) durch den auf Christus Jesus gegründeten Glauben. 2.Tim.3:13f

Die heiligen Schriften beziehen sich auf ewige heilige Aussagen Gottes, der durch seine Propheten seinerzeit sprach, also die prophetischen Bücher des Tenach und auf das Gesetz Mose, denn auch dies war schon immer heilig. Die 66 Bücher insgesamt werden dagegen nirgends als Heilige Schrift bezeichnet! Es gab sie schlicht noch gar nicht. Aber wenn wir sie einmal als Ganzes anschauen, dann müssen wir uns doch fragen, kann es sein, dass Gott sie diktiert hat, dass sie aus seinem Mund kommt? Woher kämen dann die vielen Widersprüche, mit denen ernsthafte Bibelforscher ständig zu kämpfen haben und die es tatsächlich gibt. Ich komme noch darauf zurück. Und wir müssten uns auch fragen: Dürfte sie dann überhaupt übersetzt werden, denn das verändert immer die ursprünglichen Worte?


Hier ein kurzes Video, das dies veranschaulicht:
http://www.youtube.com/watch?v=98b3Rj9Fly0
Einige Texte dazu, on denen der Begriff „Heilige Schriften“ benutzt wird: Rö.1:2; 9:17; 11:2, 2.Ti.3:15

Ist es demnach richtig von einer Inspiration der Bibel als Ganzes zu sprechen?
Ich möchte dir die Entscheidung selbst überlassen. Erinnere dich, es gibt keine einzige Aussage darüber in der Bibel! Den Haupttextbeweis, der im Allgemeinen angeführt wird, hat sich als verdreht herausgestellt und besagt lediglich, dass alles, was Gott je gesagt hat, sei es das Gesetz, der Bund, seine Verheißungen oder die prophetischen Weisungen, von ihm inspiriert sind, aber nicht jedes von Menschen geschriebene Buch der Bibel.
Und bedenke, dass sogar die Briefe des Paulus von Petrus nicht als inspiriert dargelegt werden, sondern „durch die ihm von Gott gegebene Weisheit“ geschrieben wurden. Dem hat Paulus nicht widersprochen.
„… wie ja auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat“ 2.Petrus 3:15

 

Wollte Gott sein Wort bewahren?

Wenn wir also nicht von einer Gesamtinspiration ausgehen können, dann werden freilich auch Schriften interessant, die man erst gar nicht in die Bibel aufgenommen hat und hierzu zählen nicht nur die Apokryphen, sondern auch andere Schriften, wie das Buch Henoch oder das Buch Jaschar, das in Josua 10:13 angesprochen ist. Des Weiteren hier ein Auszug, der uns erkennen lassen kann, warum die Priester, die den Kanon zusammenstellten, wahrscheinlich das Buch Henoch verwarfen:

10 Und nun weiss ich dieses Geheimnis, dass die Sünder das Wort der Wahrheit vielfach ändern und verdrehen werden, und dass sie schlimme Reden führen, lügen und grosse Betrügereien erfinden werden und dass sie Bücher über ihre Reden schreiben werden. (z.B Talmud oder Deuteronomium oder Opfergesetze?)

11 W e n n sie aber alle Reden richtig niederschreiben in ihren Sprachen und nichts ändern und kürzen an meinen Reden, sondern alles richtig niederschreiben, alles, was ich zuvor über sie bezeugt habe: so weiß ich ein anderes Geheimnis, dass nämlich den Gerechten und Weisen die Bücher werden gegeben werden zur Freude, zur Rechtschaffenheit und zu vielfältiger Weisheit.

Diese Aussagen Henochs bezeugen quasi das Vorherwissen, dass die wahren Schriften manipuliert würden oder zumindest geändert werden könnten! Und das passt auch dazu, dass Gott überhaupt davor warnte, man solle das nicht tun. Wäre es nicht möglich oder hätte er zugesagt, sein WORT zu  bewahren, dann erübrigten sich Warnungen diesbezüglich.   

Jedenfalls warnt Gott die Schreiber bereits in den Sprüchen davor, seine Aussagen (sein Wort, das er durch Gesetz und Propheten gab) zu verändern. Demnach wusste er, dass es passieren würde und hatte nicht vor, sein Wort zu bewahren, sondern diejenigen zu strafen, die sich das anmaßen würden. So lesen wir es auch in Offbg.22:8
„Füge nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht zur Rechenschaft zieht und du als Lügner dastehst!“ Sprüche 30:6

Und dann lese ich doch urplötzlich zum ersten Mal, wie Gott in der Bibel durch seine Propheten genau dies tut! Jahuwah in Aktion! Er bezeichnet die Priester-Schreiber als Lügner und zieht sie zur Rechenschaft! Genau, wie es Henoch vorhergesagt hatte!

„Wie könnt ihr sagen: »Wir sind weise und haben das Gesetz des HERRN bei uns«? Ist’s doch lauter Lüge, was die Schreiber daraus machen!
Die Weisen müssen zuschanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Weises lehren, wenn sie des HERRN Wort verwerfen?“ Jeremia  8:8-9

„Denn sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um!
So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Aber sie sprechen: Wir wollen’s nicht tun!“ Jeremia 6:13,16

Auch im Nordreich Israel gab es Schreiber, denen Gott wegen ihrer Lügen Gericht androhte. Lies Jes.10:1 Und sogar die Hirten und Propheten Israels werden von Gott der Lüge beschuldigt. Jer.23 Sie haben Gottes Worte (Gesetze und Rechtsordnungen) verdreht, haben Lügenträume geweissagt und warum? Gott sagt es selbst: „Weil sie das Volk mit ihren Lügen irreführen wollten“! 23:32,36

Ihr Ziel war es offensichtlich Macht und Herrschaft über das Volk zu erhalten. Diese Ziele haben sie nie aufgegeben und beherrschten sie als „Synagoge Satans“ noch im 1. Jahrhundert. Sie verbreiten jüdische Legenden, sicher nicht nur mündlich! Und vermischen das Wahre mit der Lüge – typisch für dämonisches Vorgehen gegen die Wahrheit. Off.3:9, Titus 1:14

Dabei legten sie es zweckmäßigerweise auch darauf an, den Namen Gottes in Vergessenheit zu bringen und ihre Baalsnamen dafür einzusetzen. Auch das sind Anklagen Jahuwahs, die sich hundertprozentig erfüllt haben, besonders auch in den Schriften der Bibelbücherschreiber! Jer.23:27, Hosea 2 Sie schworen nicht mehr bei Jahuwah, sondern beim HERRN, was übersetzt Baal heißt! Vergl. 5.Mose 10:20 mit Jer.5:2 u. 12:16 Hier wurden offensichtlich Namen weggelassen und HERR oder BAAL eingefügt. Vgl. weiter Amos 6:10b im Gegensatz zu Mal.3:16, Psa.119:55; 105:1, Spr.30:4 Welche Aussagen sind nun von Gott inspiriert, welche sind Gottes Wort? Ohne Kontext und Verständnis des Zusammenhangs weißt du gar nicht, ob du nun den Namen benutzen sollst oder nicht. Und genau das hat der Feind Gottes auch bezweckt! Es ist exakt heute unsere Situation: die einen kämpfen um die Heiligung des Gottesnamens und die anderen behaupten weiter, es genüge Herr zu sagen. Durch Vermischung und Verschleierung hat der „Durcheinanderbringer“ offensichtlich Erfolg!

Dennoch halte ich die Aussagen Gottes in den Prophetenbüchern für inspiriert, denn eben das sagt ja Paulus in 2.Tim.3:16 und Gott sagt es auch von seinen eigenen Worten, die in Ewigkeit bleiben und nie vergehen – das hat er zugesagt! (Siehe den Beitrag „Gottes Wort“)

An dieser Stelle halte ich es auch für angebracht, liebe Geschwister, euch zu ermutigen, dass ihr euch wirklich einmal ernsthaft anschaut, wie die Bibel eigentlich entstanden ist! Und ich habe dazu eine seriöse Quelle, die sich gar nicht mit dem Thema Inspiration beschäftigt und die es in kurzen Worten schildert, herausgesucht:

 

Die Entstehung des Alten Testaments

Über die Entstehung der alttestamentlichen Schriften wissen wir aus dem Alten Testament selbst relativ wenig; andere zeitgenössische Werke, die darüber berichten könnten, gibt es nicht. So müssen wir aus den einzelnen Schriften selbst zu erkennen versuchen, wann, von wem und unter welchen Umständen sie geschrieben wurden. 
Tatsächlich haben wir mit einem sehr lebendigen Entstehungsprozess der biblischen Schriften zu rechnen, an dem viele Menschen beteiligt waren, die die Nähe Gottes erfahren hatten und davon berichteten. Bevor die ersten Teile des Alten Testaments niedergeschrieben wurden, waren sie schon jahrhundertelang mündlich weitergegeben worden. Ab dem 9. Jahrhundert v.Chr. sind die Texte dann schriftlich fixiert worden. Menschen sammelten die Worte, Erzählungen, Dichtungen und Sprüche, aber auch amtliche Mitteilungen, etwa aus der Umgebung der Königshöfe. Stellenweise gibt das Alte Testament selbst Hinweise darauf, welche Quellen dabei benutzt wurden oder wo weiteres Material zu finden sei. Am bekanntesten ist der Hinweis auf die »Chroniken der Könige von Israel« oder »Juda« (z. B. 1. Könige 11,41; 14,19; 14,29), in denen man über die Taten der Könige mehr lesen könne. Leider sind diese Dokumente verloren

Ab dem 5. Jahrhundert v.Chr. haben jüdische Gelehrte die heiligen Schriften dann zu größeren Einheiten zusammengefügt, beginnend mit der Tora, den fünf Büchern Mose. Die jüngsten Bücher wurden erst im 2. Jahrhundert v.Chr. niedergeschrieben. So sind von den Anfängen mündlicher Überlieferung bis zu den letzten schriftlichen Aufzeichnungen des Alten Testaments etwa tausend Jahre vergangen
Die Geltung einzelner Bücher war im Judentum lange umstritten. Vermutlich stand der genaue Umfang der hebräischen heiligen Schriften gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. fest. In den Jahrhunderten nach der Zerstörung des Tempels und Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n.Chr. fixierten jüdische Gelehrte die Gestalt des Textes bis in kleinste Einzelheiten. Der so bearbeitete hebräische Text wird »masoretischer Text« genannt, weil er in seiner heutigen Gestalt auf der »Masora« genannten Überlieferungstätigkeit jüdischer Gelehrter (»Masoreten«) beruht. Er ist bis heute die Grundlage für die Übersetzung des Alten Testaments. Ende Zitat

Lies bitte nicht darüber hinweg, sondern prüfe dich selbst, wie du darüber denken kannst. Kannst du annehmen, dass es sich bei diesem Kanon des ATes wirklich durchgängig um göttliche Inspiration handelt? Hast du nicht auch gedacht, jedes Buch sei zu seiner Zeit von der Hauptperson niedergeschrieben worden und nicht 800 Jahre später?

 

 

Widersprüche oder gesamtinspiriert?

Nun möchte ich noch kurz auf die eingangs zitierte Chicagoer Erklärung zurückkommen, welche die Widerspruchsfreiheit der gesamten Bibel bezeugt. Kann ich das nach meinem Studium über einige Jahrzehnte bestätigen? Nein, leider nicht! Ich gebe dir ein Beispiel, das deinen Glauben nicht erschüttern wird; dennoch ist es ein Widerspruch:

Im NT lesen wir, dass das Gesetz durch „Weisung von Engeln empfangen wurde“. Apg. 7:53, Hebr.2:2 In Galater 3:19 heißt es ähnlich, es sei „von Engeln verordnet durch die Hand eines Mittlers“. Weder in 2.Mose 20 noch in 5.Mose 5:4, wo die Gesetzesanordnung Gottes wiederholt wird, schildert Mose etwas von Engeln. Die Stuttgarter Erklärungsbibel bezeichnet in ihrem Kommentar die Engel-Version als allgemeine jüdische Anschauung. David Stern, messianischer Jude, zeigt in seinem Kommentar zu Apg.7:53 über eine ganze Buchseite, wie die Juden zu dieser Sache standen und welche Uneinigkeiten es darüber gab. Die Sichtweise der Engel-Version scheint aus dem Gnostischen zu kommen oder aber sie hat sich aus der ängstlichen Vorstellung der Hebräer entwickelt,  ihrem Gott zu begegnen und dabei zu sterben. Vgl. Kol.2:18 Mit Engeln als Mittler war ihnen vielleicht eine angenehmere Vorstellung. Jedenfalls wird klar, dass es sich nicht um biblische Wahrheiten handelt, sondern um jüdische Vorstellungen, die hier an sage und schreibe drei Stellen im NT verankert sind! Es handelt sich demnach eindeutig um Widersprüche, die man zwar erklären kann, aber aufgrund dieser Gegebenheiten man nicht sagen kann, es sei Gottes inspiriertes Wort, denn welches der beiden Versionen ist dann das Seine? Von welchem Geist sind die drei Texte mit der jüdischen Version inspiriert, vom Geist Jahuwahs oder vielmehr von einem jüdisch-gnostischen Geist?
Vergl. Auch Apg.1:9-12 mit Lukas 24:50-51, beide Schriften sind von Lukas! (Betanien oder Ölberg)

Und welche Variante der letzten Worte unseres Herrn Jaschua sind die wahren Worte, oder sagte er etwa all diese Worte und jeder der Schreiber hatte nach 30 Jahren eine andere göttliche Inspiration, die sich zu einem Ganzen zusammen fügen soll? Hältst du das für möglich? Entscheide selbst!
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? … (Essigschwamm …) aber Jesus schrie abermals laut und gab den Geist auf (verschied). Mat.27:46,50, Mark.15:34,37

Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er. Lukas 23,46

Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! – und neigte das Haupt und verschied. Joh.19:30

Kann man Gott nun sehen oder nicht?

… der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen. 1. Timotheus 6,16

Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist. 2. Mose 24,9-10

Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt. Johannes 1,18

Ich sah den Herrn über dem Altar stehen und er sprach:… Amos 9,1
Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. … 2. Mose 33,11

Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. 2. Mose 33,20 und 23

In Jeremia 33:17 verspricht Gott angeblich: „Es soll David niemals fehlen an einem, der auf dem Thron des Hauses Israel sitzt“. Entweder stimmt diese Übersetzung so nicht oder es ist nicht eingetroffen, denn im Jahre 586 fiel Jerusalem und das davidsche Königtum endete. Danach fehlt es in der Linie Davids an einem Thronfolger, der erst durch Jaschua (Jesus) und auch hier vorerst nur im geistlichen Reich, wieder besetzt wurde. Aber auch Hos.3:4f widerspricht der Jeremia-Text, denn dort heißt es,
dass Israel viele Tage ohne einen König sein würde.


Bei diesen Widerspruchs-Beispielen möchte ich es belassen. Es gibt ja Schriften von Moslems, die über hundert Widersprüche in der Bibel fanden; von diesen kann man allerdings mit Leichtigkeit einen Großteil erklären. > FN Und es gibt ein Buch mit dem Titel „Schwer zu verstehen“, das auch viele dieser nur vordergründig widersprüchlichen Texte aufzuklären weiß. Doch es gibt halt auch einige echte Widersprüche, was mir völlig klar ist, wenn ich verfolge, wie diese Schriften entstanden sind! Und ich bin sehr froh, dass ich in meiner Beziehung zu Gott nicht allein auf diese Schriften angewiesen bin, sondern auch das lebendige Zeugnis in meinem Geist habe, wie es uns im NB zugesagt ist! (Siehe den Beitrag „Sola Sciptum – Die Bibel allein?“)
> FN 
http://www.youtube.com/watch?v=oNHCZHE6JsA&feature=related

Abschließend schreibe ich dir noch einen Kommentar aus der Stuttgarter Erklärungsbibel zu Micha 4:1-5 ab. Ich möchte dir mit dieser Erläuterung zur Entstehung dieses Textes einmal mehr vor Augen führen, dass man das unmöglich als Gottes Werk betrachten kann, was hier passiert ist.


„Was in 3:12 gesagt wurde ist nicht Gottes einziges und schon gar nicht Gottes letztes Wort über den Zion. Die Kapitel 4 und 5 bilden ein kunstvoll symmetrisch angelegtes Textgefüge (das zeigt er darunter in einer Skizze auf!), mit dem solcher Annahme widersprochen und die überragende endzeitliche Bedeutung Jerusalems und des Zionberges mit Hilfe alter und neuer Prophetenworte dargestellt wird. Diese Worte stammen wohl nur zum geringsten Teil von Micha (der vorstehende Abschnitt z.B. findet sich fast wörtlich gleich in Jes.2:1-5 und es ist unter den Auslegern umstritten, ob er auf Jesaja, Micha oder einen unbekannten Propheten der Exils- oder Nachexilzeit zurückgeht). Zusammengestellt und dem Michabuch eingefügt wurden die beiden Kapitel wahrscheinlich erst in exilischer oder nachexilischer Zeit. Zum vorliegenden Abschnitt A vgl. die Parallele zu Jes.2:1-5 und die Erklärungen dort. Unterschiede liegen vor in der Zufügung von V.4 und in der Abänderung von V.5.  > Zitat Ende, Lies auch Ähnliches über „Die Entstehung der 5 Bücher Mose“

Falls du jetzt immer noch einwendest: Aber die Bibel wird doch als „Wort Gottes“ bezeichnet, dann brauchst du den nächsten Beitrag, der dies näher betrachtet.

Aus Liebe zur Wahrheit – JedidaMD                               

http://www.die-bibel.de/bibelwissen/entstehung-der-bibel/altes-und-neues-testament/

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