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Zwei Beispiele von alttestamentlichen Prophetien, die sich auf Jesus (Jeschua) beziehen und sich an ihm erfüllt haben sollen, habe ich bereits vorgestellt. (Jesaja 53 und Daniel 9)
Hier nun will ich einige neutestamentlich Aussagen ansprechen, die sich auf alttestamentliche Vorhersagen beziehen sollen. Meist wird das im NT damit „bestätigt“, dass man hinzufügte „wie geschrieben steht“ oder „damit erfüllt würde, was gesagt war …“. Wir wissen mittlerweile nur zu gut, dass diese Anmerkungen von den Evangelienschreibern hinzugefügt wurden, um ihr Glaubensansichten zu bestätigen und den neutestamentlichen Glauben den Juden, die damit evangelisiert wurden, schmackhafter zu machen. Wir haben auch schon einige dieser Zusätze als völlig aus der Luft gegriffene Hinzufügungen erkannt. Was aber ist mit den anderen?

Immanuel – Jungfrauen-Prophetie in Jesaja 7:14

Matt.1:21-22
Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus geben sollst; denn er ist es, der sein Volk von ihren Sünden erretten wird.« (Ps 130,8) 22 Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Jes 7,14): 23 »Siehe, die Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden, dem man den Namen Immanuel geben wird«, das heißt übersetzt: ›Mit uns ist Gott.‹ –

Was hat Immanuel mit Jesus (oder besser Jahuschua) zu tun? Gar nichts! Aber in Jes.7 wird von einer Jungfrau (oder besser „jungen Frau“) berichtet und das schien dem Kopisten gut dazu zu passen, dass Maria (Miriam) Jungfrau war, wenngleich sich beim Lesen des Kontextes bis Kap.8 herausstellt, dass es ganz und gar nicht passt und Jesus auch nie Immanuel genannt wurde.

Wenn du den Text genau verfolgst, kannst du erkennen, dass in Vers 21 der Engel spricht und in Vers 22 eine Erklärung des Autors (Matthäus selbst oder ein anderer, der dies für wichtig hielt) abgegeben wurde, dass sich dies alles auf die Prophetie des Jesaja in 7:14 beziehen würde und sich darin erfüllt haben sollte. Doch es hat sich gar nicht erfüllt, da es sich um zwei unterschiedliche Namen. Solche Dinge können geschehen, wenn eifrige Juden nachträglich „wie geschrieben steht“ in den bestehenden Text eingefügt haben, um den nach einigen Jahrzehnten immer noch Zweifelnden zu verdeutlichen, dass sich in Jaschua die Prophetien des Tenach erfüllt haben und dass Jaschua der verheißene Messias ist.

Sogenannte „Erfüllungszitate“ sind eine Spezialität des Matthäus-Autors, wobei er zehnmal mit dem Satz beginnt: „Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der HERR durch den Propheten gesagt hat, der da spricht ….“ Vgl.1:22; 2:15,17,23; 8:17; 12:17; 13:35; 21:4; 27:9

Das Wort für Jungfrau in Jes.7:14 ist nicht das gleiche, wie das, welches der Engel bei Matthäus gebrauchte; es handelt sich vielmehr in Jes.7 um eine junge Frau bis zur Geburt ihres ersten Kindes, unabhängig davon, ob sie verheiratet ist oder nicht. Auch geht es im gesamten Kontext nicht um eine Prophetie auf den kommenden Messias, sondern um ein Zeichen für den König Ahas, dass „Gott mit ihnen“ sein würde. Da Immanuel „Gott mit uns“ heißt, ist dies ein wunderbares Zeichen für den König, hat aber, wie man auch aus dem Kontext in Kap.8 erkennen kann, nichts mit dem Messias Jaschua zu tun. Aus dem Kontext in Jesaja 7 und 8 sehen wir, dass die Geburt und Namensgebung des Kindes einer jungen Frau (almah – nicht Jungfrau!) ein Zeichen für König Ahas war, dass Gott mit seinem Volk wäre, welches von zwei Völkern angegriffen wurde. Jes.7:10-16 Dieses Versprechen wurde von Jahuwah erfüllt. 2.Kö.16:9


Geburt in Bethlehem

Matthäus 2:5-6
Sie antworteten ihm: »Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht bei dem Propheten geschrieben (Mi 5,1): 6 ›Du, Bethlehem im Lande Judas, du bist durchaus nicht die unbedeutendste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Führer (oder: Fürst) hervorgehen, der mein Volk Israel weiden (= als Hirte leiten) wird.‹«

Wenn du nun bitte in Micha 5 nachlesen möchtest!

Mit Sicherheit kann hier eigentlich nichts gesagt werden, denn es könnte sich um den König Hiskia handeln, wie auch um einen anderen Fürsten des Friedens, den man ja so sehnlichst erwartete. Unter Hiskia gab es viele Jahre Frieden und aus Vers 9 sehen wir auf welche Zeit es sich bezieht:

»Und dann, an jenem Tage« – so lautet der Ausspruch des HERRN –, »da werde ich deine Rosse aus deiner Mitte vertilgen und deine Kriegswagen vernichten;

Kann sich das auf die Zeit Jesu beziehen? Und war Jesus der weltliche König und Friedensbringer, oder sagte er nicht vielmehr, er sei gekommen, nicht um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

Wer des Englischen mächtig ist, der möge sich weitere Information bei einem Rabbi Michael Skobac holen.

Joh.7:42
Hat nicht die Schrift gesagt (2.Sam 7,12; Mi 5,1), daß Christus aus dem Samen (= der Nachkommenschaft) Davids und aus der Ortschaft Bethlehem, wo David gewohnt hat, kommen soll?«

Ja, die Frage ist berechtigt: Hat NICHT die Schrift gesagt ….?

Johannes schweigt sich über die Geburt Jesu vollständig aus, weiß offenbar nichts von Bethlehem und wundert sich darüber, dass »aus Nazareth Gutes kommen« soll.

Bethlehem als Geburtsort kommt also nur in den Geburtsgeschichten von Matthäus und Lukas vor. Ist also der Geburtsort gar nicht historisch überliefert, sondern aus der Weissagung erschlossen und einfach als gegeben in ein Evangelium aufgenommen?

Die 30 Silberstücke

Matthäus 27:9
Damals erfüllte sich das Wort des Propheten Jeremia (Sach 11,12-13; Jer 32,6): »Sie nahmen die dreißig Silberstücke, den Geldbetrag für den so Gewerteten, auf den man von seiten der Israeliten einen solchen Preis ausgesetzt hatte, 10 und gaben sie für den Töpferacker, wie der Herr es mir geboten hatte.« Mat.27:9-10 Menge

Der Bezugstext:

Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN ist an mich so ergangen: 7 Siehe, Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und sagen: Kaufe dir mein Feld, das bei Anatot liegt; denn dir steht das Lösungsrecht zu, es zu kaufen! Jer.32:6-7

Die Elberfelder gibt einen Querverweis zu Sach.11:12f an, wo es zwar um 30 Silberlinge geht, die aber in keinem Zusammenhang mit den Ereignissen in Mat.27 mit Judas stehen. Einige sehen dann diese alttestamentlichen Stellen sogar als Prophetien an.

McDonalds kommentiert entsprechend:
Als Sacharja nach seinem Lohn fragt, erhält er dreißig Silberschekel – das Lösegeld für einen Sklaven, der von einem Stier getötet worden war. Dieser Lohn wird dem Töpfer hingeworfen, eine Weissagung im Hinblick auf das, was Judas nach dem Verrat an dem Herrn tun würde.

So kann man auch in biblische Aussagen Dinge hineinlesen, die absolut nichts mit dem zu tun haben, was hunderte von Jahren später einmal geschieht.

Prophetien über einen Mann aus dem Stamme Judas

Viele Prophetien weißen auf einen Mann aus dem Stamm Judas hin, einen König über Israel. Aber war das Jesus wirklich? Man erwartete es und man sehnte sich danach und leider hat man einige neutestamentliche Aussagen in diese Richtung „bezwungen“, darunter vielleicht auch die Stammbäume, die sooo viele Ungereimtheiten aufweisen, sodass man die Wahrheit nicht mehr entfesseln kann.

Jesaja 11:1ff
Sodann wird ein Reis aus dem Stumpfe Isais hervorgehen und ein Schößling (Spross) aus seinen Wurzeln Frucht tragen; 2 und der Geist des HERRN wird auf ihm ruhen: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Heldenkraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. 3 An der Furcht des HERRN wird er sein Wohlgefallen haben; und er wird nicht nach dem richten, was seine Augen sehen, und nicht Recht sprechen nach dem, was seine Ohren hören;

Jedenfalls fragen sich heute viele, ob er denn wirklich ein Jude war, denn schließlich kam er aus „Feindesland“ Galiläa angereist und war Nazarener – wie können er oder seine Eltern dann Juden gewesen sein? Dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Jeremia 30:9
….. sondern dem HERRN, ihrem Gott, werden sie dienen und ihrem König David, den ich ihnen erwecken will.

Kommentar McDonald: Die Verheißung, dass Gott den König David erwecken wird, wird allgemein auf den Herrn Jesus, den Sohn Davids, gedeutet. Allerdings meinen auch einige, es gehe um den buchstäblichen David, der von den Toten auferweckt würde.

Ich vermute, dass in diesem Sinn, nämlich den Juden mit dem Evangelium zu dienen, koste es was es wolle, einige Deutungstexte hinzugefügt wurden.


Matthäus 2:14-15
Da stand Joseph auf, nahm in der Nacht das Kindlein und seine Mutter mit sich und entwich nach Ägypten; 15 dort blieb er bis zum Tode des Herodes. So sollte sich das Wort erfüllen, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Hos 11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Wenn du nun den Verweistext nachliest, wirst du unschwer erkennen, dass dies keine Prophetie auf Jesus ist! Es geht dort um den Sohn, den von Gott so bezeichneten „Erstgeborenen Israel“ und seinen Auszug aus Ägypten.

Kindermord in Bethlehem

Matthäus 2:17-18
Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia (Jer 31,15) gesagt ist, der spricht: 18 »Ein Geschrei hat man in Rama vernommen, lautes Weinen und viel Wehklagen: Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, daß sie nicht mehr da sind.«

Im Verweistext geht es um Rahel, die um ihre verschleppten Kinder weint, die wieder zurückkehren werden. Es geht ganz und gar nicht um den Kindermord in Bethlehem!


Jeremia 31:15f
So hat der HERR gesprochen: »Horch! In Rama wird Wehklage laut, bitterliches Weinen! Rahel weint um ihre Kinder, will sich nicht trösten lassen wegen ihrer Kinder: ach, sie sind nicht mehr da!«


Der Sohn Gottes in der Prophetie


Hebräer 1:5
Und wiederum: „Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein“?

Bitte lies den Text bei 2. Samuel 7:12-17 und erkenne selbst, dass es im Kontext nicht um Jesus geht, sondern um Salomon, der dann auch den Tempel bauen ließ – eben wie prophezeit wurde!


Der Fürst/Knecht David


Hesekiel 34:22f

so will ich nun meinen Schafen zu Hilfe kommen, damit sie euch nicht mehr zur Beute werden, und ich will zwischen den einzelnen Schafen Gericht halten.« 23 »Ich will aber einen einzigen Hirten über sie bestellen, der sie weiden soll, meinen Knecht David: der soll sie weiden, und der soll ihr Hirt sein! 24 Und ich, der HERR, will ihr Gott sein, und mein Knecht David soll Fürst in ihrer Mitte sein: ich, der HERR, bestimme es so! 25 Und ich will einen Friedensbund mit ihnen schließen

Eindeutig eine Prophetie auf den verheißenen Messias. Frage ist nur: Hat sie sich in Jeschua erfüllt?

Kommentar eines jüdischen Christen
David Baron erklärt:

Selbst die Juden erklären den Namen »David« in diesem Text als Bezeichnung für den Messias – den großen Sohn Davids, in dem sich alle Verheißungen des davidischen Hauses vereinen. So sagt Kimchi in seinem Kommentar zu Hesekiel 34,23: »Mein Knecht David – das ist der Messias, der aus dem Samen Davids zur Zeit der Erlösung kommen wird.« Und über Vers 24 in Kapitel 37 merkt er an: »Der König, der Messias, sein Name wird David genannt werden, weil er aus dem Samen Davids ist.« Dem schließen sich praktisch alle jüdischen Kommentatoren an.1

1

(34,17-24) David Baron, The Shepherd of Israel, S. 8-9.

In diesem Sinne könnte man auch Psalm 2 und 110 sehen.

Apg.2:34
Denn nicht David ist in die Himmel hinaufgefahren; wohl aber sagt er selbst (Ps 110,1): ›Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde hinlege zum Schemel deiner Füße!‹ 36 So möge denn das ganze Haus Israel mit Sicherheit erkennen, daß Gott ihn zum Herrn und zum Christus (= zum Messias) gemacht hat, eben diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt!«

Sie müssen sich nicht auf Jesus (Jeschua) beziehen, aber die jüdischen Schreiber wollten es so, damit Israel erkennen könne und auch die Christen wollen es so und sie suchten nach Texten, die sich auf Jesus beziehen könnten und sie fanden ca. 300 davon. Ja, wie ich schon öfter feststellen musste: Mit der Bibel kann man alles beweisen, denn sie enthält zu allem etwas, wenn man es aus dem Kontext und aus der ursprünglichen Bestimmung heraus reißt. Und da sie in sich so viele Widersprüche enthält, findet man tatsächlich in jede Richtung etwas. Leider hat es Jahre gedauert, bis ich mir das eingestehen konnte. Man hat uns betrogen!

Hier noch zwei weitere aus Apostelgeschichte 2

Apg.2:25f
David sagt ja mit Bezug auf ihn (Ps 16,8-11): ›Ich habe den Herrn allezeit vor meinen Augen gesehen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke. 26 Deshalb freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; zudem wird auch mein Leib in (oder: auf) Hoffnung ruhen;

Apg.2:30
Weil er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide zugeschworen hatte, es solle einer von seinen leiblichen Nachkommen auf seinem Throne sitzen (Ps 89,4-5),

In Psalm 89 ist sicher von einem leiblichen Nachkommen Davids die Rede, doch auch ziemlich sicher nicht von Jeschua. Weil David sein auserwählter Knecht war, hatte er ihm geschworen, es niemals an einem Erben auf seinem Thron fehlen zu lassen, und dass sein Reich auf alle Geschlechter hin Bestand haben wird. Eine ununterbrochene Dynastie sollte auf einem ewigen Thron sitzen! – doch erfüllt hat sich diese Weissagung nicht. Und weil sich ja angeblich alles erfüllen muss, was geschrieben steht, so deutet man die Vorhersagen halt auf Jesus und nennt ihn den Wurzelschössling Davids. Aber eine „ununterbrochene David-Dynastie“ lässt sich auch mit solchen Deutungen nicht mehr nachträglich verwirklichen. Sie erfüllte sich halt nicht, auch wenn Gott geschworen hat. Hat er das denn? Wer weiß es schon?

Der evang. Theologe Markus Barth sagte dazu:
„Wir geben zu, dass seit dem 1.Jhd.n.Chr. Christen prophetische Aussprüche aus der hebräischen Bibel (AT) gesucht, gesammelt und wiederholt haben, um den Juden die Messianität Jesu zu beweisen.“
Newsletter 2 des Komitee Kirche und das jüd. Volk, Weltkirchenrat Genf

Doch man ging sogar noch weiter:
Denn frei erfunden
sind diese „Wie-geschrieben-steht-Bezeugungen“:
Joh.7:38; Eph.5:14, Jak.4:5, Mat.2:23

Diese Seite diebibel.info wird nicht müde die Anzahl der über Jesus gemachten Prophezeiungen im AT zu loben und benutzt dabei auf einer Seite drei verschiedene Zahlen dafür, nämlich über 200, dann 300, zuletzt 250… Und solche Seiten gibt es in Mengen!

Auf der nächsten Seite bringt er einige dieser ca.200-400 Prophezeiungen:

http://www.diebibel.info/?id=42

Mal ehrlich: Ich wäre früher nie drauf gekommen, dass man solche Dinge seit fast 2000 Jahren behaupten könne, ohne dass es stimmt. Ich wurde eines Besseren belehrt. Es hilft nur selbst zu prüfen!

Und bitte sei nicht sauer auf mich, weil ich dir das alles zeige und dein Glaubensgebäude mächtig wackelt. Sei sauer auf diejenigen, die uns belogen haben und es noch immer tun!

Aus Liebe zur Wahrheit

Maggie D.

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