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Das goldene Kalb

Ein weiteres Beispiel des scheinbar schizophrenen Bibelgottes ist das vom goldenen Kalb, wo sich der Gott Mose angeblich als der „Der Zornige und Eifersüchtige“ erwies. 2.Mose 32:1
Hierbei ist mir nicht klar, wieso der wahre Gott, der sich als „gnädig, barmherzig und langsam zum Zorn“ bezeichnete, hier derart ausrasten sollte, wo es doch eh nur um einen Sockel für den Thron des Gottes ging und noch nicht den Götzen selbst, also das Bild des Gottes, das auf diesen Sockel sollte. Es war quasi das Pendent zu den Cherubin. Deshalb wird sicher auch gesagt, dass sie ein Fest für den HERRN (Jahwe) am nächsten Tag geplant hatten. Sie beabsichtigten doch gar nicht, ein Kalb zu verehren, wäre auch weit hergeholt, denn wenn überhaupt, dann sollte es ein Stier gewesen sein, der Kraft symbolisiert und kein Milchkälbchen. Das ergibt keinen Sinn.

Dennoch behauptet Petrus ja ebenfalls, dass es ein „Stier-Götzendienst“ war – eigenartig, wenn doch in Mose nur von einem goldenen Kalb die Rede ist! Aber in dieser Sache liegt eh noch ein weiterer Widerspruch in den Aussagen zu den Opfern, die hier nicht unser Thema sind. Vgl. Jer.7:22 mit Apg.7:42b

Apg.7:39
39 Doch unsere Väter wollten ihm nicht gehorsam sein; vielmehr stießen sie ihn von sich und sehnten sich nach Ägypten zurück 40 und sagten zu Aaron: ›Mache uns Götter, die vor uns herziehen sollen! Denn von diesem Mose, der uns aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, wissen wir nicht, was aus ihm geworden ist.‹ (2.Mose 32,1)

41 So machten sie sich denn damals ein Stierbild, brachten diesem Götzen Opfer dar und hatten ihre Freude an den Werken (oder: an dem Machwerk) ihrer Hände.

Wahrscheinlich waren die Autoren einiger Mosekapitel vom gleichen Kaliber, wie auch die Lügenschreiber oder Priesterbande, welche von Jahuwah in Jer.8:8-10, Jes.10:1f und in Hosea 6:9 als solche betitelt wurden. Hier scheint also nachträglich jemand hineingepfuscht zu haben, um den echten Jahwe-Gott zu verleumden. Und das kann sehr wohl mit Jerobeam zusammen hängen und seinen falschen Priestern, denn auch er hatte ja eine Anbetung mit zwei goldenen Kälbern, die bei ihm allerdings Stiere waren.

1.Kö.12:28
28 Als der König dann mit sich zu Rate gegangen war, ließ er zwei goldene Stierbilder anfertigen und sagte zum Volk: »Ihr seid nun lange genug nach Jerusalem hinaufgezogen. Seht, dies hier ist euer Gott, Israeliten, der euch aus Ägypten hergeführt hat

Er richtete auch Opferstätten auf den Höhen ein und bestellte zu Priestern beliebige Leute aus dem Volk, die nicht zu den Leviten gehörten.

In Mose formen sie e i n Kalb und behaupten: „das sind deine Götter, Israel, die euch aus Ägypten geführt haben“ 2.Mose 32:4 und bei Jerobeam formen sie z w e i Stiere und sagen: „Seht, dies hier ist euer Gott, Israeliten, d e r euch aus Ägypten hergeführt hat!« Umgekehrt hätte es ja noch gepasst, aber das hier strotzt ja nur so von Ungereimtheiten!

Dieser Gott hat dann erst gesehen, dass es ein halsstarriges Volk ist, das er besser nun vernichtet und er bezeichnet sie gegenüber Mose als „dein Volk“. 32:7 Auch dass Aaron mit von der Partie war und das auch noch so schnell (man musste ihn nicht lange überreden, er hatte ja keine Einwände, dieser heilige Priester Gottes!) , ist sehr unwahrscheinlich. Er hatte Gott doch gerade zuvor mit seinen Zauberwundern beim Pharao erlebt. Und trotzdem soll er direkt in Aktion getreten sein, obwohl das Volk ihn ja schließlich gebeten haben solle: Lass uns einen Gott machen, der vor uns her zieht, denn Mose kommt wohl nicht mehr! Sieht eher so aus, als wollte ihn nachträglich jemand schriftlich schlecht darstellen, Aaron, Mose und seinen Gott! Vielleicht steht deshalb dort auch „zur Schadenfreude ihrer Gegner“ 32:25 – welcher Gegner?

Und dieser ganze Abfall des Volkes soll dann auch noch direkt nach der wunderbaren Befreiung und dem Durchzug durchs Meer und der siegreichen Vernichtung des Despoten Pharao stattgefunden haben? 2.Mose 19:4 Erscheint doch alles sehr unwahrscheinlich. Gerade waren sie noch beeindruckt vom Erscheinen Gottes auf dem Horeb und hatten große Gottesfurcht und dann diese abstruse Abwendung. 2.Mose 19; 20:18-21 Mal davon abgesehen kann ich mir auch nicht vorstellen, wie man Gold in der Wüste schmilzt und ein Kalb daraus formt.

Doch nun schaut euch diese perverse Aktion an:

2.Mose 32:19
Als er sich dann dem Lager genähert hatte und das Stierbild und die Reigentänze sah, da geriet Mose in lodernden Zorn, so daß er die Tafeln aus seinen Händen schleuderte und sie am Fuß des Berges zertrümmerte. 20 Dann nahm er das Stierbild, das sie angefertigt hatten, verbrannte es im Feuer und zerstieß es zu feinem Staub, den streute er aufs Wasser und ließ es die Israeliten trinken.

Ich kann mir diese Aktion einfach nicht bildlich und praktisch vorstellen. Mag ja ein ganz kleines Kälbchen gewesen sein, eben anders, als man es uns immer auf Bildern zeigt, aber dennoch ist das doch keine schnelle Aktion, was Mose da angeblich in der Wüste gemacht haben soll. Und was sollte es bewirken? Sollten sie ihre eigene Sünde trinken, ihren Götzen zu sich nehmen? Was hatte das für Folgen? Scheinbar keine, denn kurz darauf ließ Mose diese Sünder ja dann auch noch hinrichten:

2.Mose 32:27f
Als nun Mose sah, daß das Volk zügellos geworden war – denn Aaron hatte ihm die Zügel schießen lassen zur Schadenfreude für ihre Feinde –, 26 trat Mose in das Tor des Lagers und rief aus: »Her zu mir, wer es mit dem HERRN hält!« Da scharten sich alle Leviten um ihn. 27 Zu diesen sagte er: »So spricht der HERR, der Gott Israels: ›Gürtet euch ein jeder sein Schwert an die Hüfte, geht im Lager hin und her von einem Tor zum andern und erschlagt ein jeder den eigenen Bruder und ein jeder seine Freunde und Verwandten!‹«

Die Krönung der Geschichte: Eine Massenmordanweisung von Mose, die durch nichts zu überbieten ist: Bruder gegen Bruder und gegen Freunde. Hatte das aber wirklich der HERR gesagt? Oder war es vielmehr die Entscheidung des Moses, der außer sich war vor Zorn und seiner eigenen Meinung hier mehr Gewicht verleihen wollte und das mit „So spricht der HERR“ verstärkte? – denn den gereute ja das Unheil, das er sich in der ersten Wut ausgedacht hatte. Nun verlangt Mose, dass ein jeder, der sich zum HERRN bekennt, seinen Bruder erschlagen solle und es fielen 3000 Mann dem Schwert anheim. Diese Mörder wurden alsdann als heilig dem HERRN geweiht und dienten ihm als Priester. Nun stelle sich das heute mal einer vor!

Die Leviten kamen dem Befehl Moses nach, und so fielen an diesem Tage von dem Volk gegen dreitausend Mann. 29 Da sagte Mose: »Weiht euch heute dem HERRN zu Priestern! Denn ein jeder ist sogar gegen den eigenen Sohn und gegen den eigenen Bruder schonungslos vorgegangen; darum soll euch heute Segen verliehen werden!«

Durch blutige Exekution auch ihrer eigenen Kinder und Gehorsam gegenüber Mose (nicht Gott selbst) bewähren sich diese Männer als Priester!

30 Am andern Tage aber sagte Mose zum Volk: »Ihr habt eine schwere Sünde begangen; darum will ich jetzt zum HERRN hinaufsteigen! Vielleicht kann ich euch Sühne für eure Sünde erwirken

Wie, wo, was? Ich denke, die wurde durch den Massenmord der 3000 bereits gerächt?

31 So kehrte denn Mose zum HERRN zurück und sagte: »Ach bitte! Dieses Volk hat eine schwere Sünde begangen: es hat sich einen Gott aus Gold angefertigt! 32 Und nun – vergib ihnen doch ihre Sünde! Wo nicht, so streiche lieber mich aus deinem Buche aus, das du geschrieben hast!«

Mose hatte den Sündern nicht vergeben, hatte sie erschlagen lassen, aber nun bittet er Gott diesen zu vergeben. Hier stimmt doch was nicht! Und diesmal lässt sich der HERR nicht überreden und seiner Reue aus 32:14 gedenkt er scheinbar auch nicht mehr und kündigt erneut eine Heimsuchung an, bei der er das Volk mit Unheil dafür schlug, dass sie das goldene Kalb gemacht hatten. 32:30ff – und sie werden alle aus dem Buch ausgelöscht! – Aus für immer und ewig!

33 Der HERR aber antwortete dem Mose: »Wer gegen mich gesündigt hat, nur den werde I C H aus meinem Buche ausstreichen.

Keine Rede von sofortiger Vernichtung durch Erschlagen! Nein, Gott hatte das nie angeordnet, sondern E R wollte selbst das Urteil fällen!

Und der Abschluss der Sache:

2.Mose 33:1ff
Gott gibt Mose hier bekannt, dass er „die Nase voll hat von den Israeliten“ und dass er nicht mehr mit ihnen ziehen will „weil sie ein halsstarriges Volk seien; und aus Furcht, ER könnte sie unterwegs vertilgen“. Was wird uns hier wieder für ein schwacher Gott aufgezeigt, der befürchtet, er könne seinen Zorn nicht in den Griff kriegen und sein eigenes Volk ausrotten?
Der Erzähler, ob Mose ist fraglich, lässt Mose im Verlauf der Begebenheit sogar als Ratgeber Gottes auftreten. Weiterhin wird geschildert, dass Gott Mose die Verantwortung für dieses eigensinnige Volk und deren Führung übergeben wollte, womit Er selbst sich als unfähig hinstellt, hilflos diesem störrischen „Sohn“ beizukommen. Glaubst du da an Inspiration? Welch ein Gott! Unbeherrscht, zornig und wie ein Mensch bereuend; ein Gott der sich von einem Menschen überreden lässt und seine Entscheidung innerhalb kurzer Zeit bereut.

Liebe Geschwister, diese Darstellungen entsprechen niemals der Wahrheit. Sie weisen zu viele Widersprüchlichkeiten in sich selbst auf und sie geben uns ein völlig falsches Bild von unserm Schöpfergott!

Ich kann euch nur empfehlen, in Zukunft diese Bibel, wenn überhaupt, dann mit anderen Augen zu lesen. Am besten informiert ihr euch erst einmal darüber, wie sie entstanden ist und welche Manipulationen gemacht wurden, um sie uns heute in dieser Version aufzutischen. Dazu habe ich an anderer Stelle schon verschieden Bücher empfohlen, besonders gut, aber auch ausführlich, fand ich das von Elliot Friedman „Wer schrieb die Bibel?“

Wenn du neu auf diese Seite gekommen bist,
dann schau dich einfach einmal hier um!

Aus Liebe zur Wahrheit – JedidaMD

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