Aktuelle Beiträge

Novum Testamentum Graece – NT Griechisch

(lateinisch: „Neues Testament – Griechisch“) ist seit Erasmus von Rotterdam Titel von originalsprachigen Ausgaben des Neuen Testaments, die sich unmittelbar am griechisch überlieferten Text (Textus receptus) und/oder griechischen Manuskripten orientieren.

In neuerer Zeit versteht man unter diesem Titel insbesondere eine wissenschaftliche Ausgabe des Textes des Neuen Testaments. Diese textkritische Edition (aktuell in der 28. Auflage) wird betreut vom Institut für neutestamentliche Textforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sie ist nach ihren ersten Herausgebern auch bekannt unter der Bezeichnung
NestleAland“ (NA).

Betrachten wir nun die beiden heute gängigen Varianten des NT-Griechisch – NTG

Der Textus Rezeptus

ist der von Rudolf Ebershäuser und Karl Hermann Kauffmann verteidigte Text der Schlachter 2000
Sie ist die Bibel der Reformation, der Täufer und Erweckungsbewegung. Dieser Text bezieht sich auf griechische Manuskripte, die in Vielzahl ab dem Jahr 1000 n.Chr. vorhanden waren (Mehrheitstext > Siehe extra Beitrag), nicht auf die ältesten und besten Manuskripte! Zu dieser Kategorie zählt auch die King James Bibel und die Luther 1912

Wie kam es zu dieser Übersetzung?

Ein holländischer Gelehrter (Humanist) Namens Desiderius Erasmus machte es sich zur Aufgabe eine Edition des griechischen Neuen Testamentes in aller Schnelle zu erstellen, um damit die Ehre einer Erstausgabe zu erhalten. Sein Name ging daher in die Geschichte ein –wie du ja hier gerade erlebst. Erasmus stützte sich bei seinem Text auf insgesamt sechs Handschriften, die aus dem 11. bis 15. Jahrhundert stammten. Es war ihm sicher dabei klar, dass sie keine hohen Ansprüche erfüllten, denn für die Evangelien standen ihm nur zwei und für die Offenbarung nur eine Manuskript zur Verfügung. Erasmus änderte dann diesen Text nach eigenem Ermessen ab, was man noch heute an seinen Randbemerkung nachvollziehen kann.

Trotz der Mängel wurde seine Edition, die Editio Princeps, im Laufe der Jahre zur Standartausgabe des griechischen Textes. Andere Nachfolger stützen sich auf seine Werke – mit all seinen Mängeln der wenigen späten, unsichereren Handschriften! Sie enthielten Hinzufügungen wie z.B. die Geschichte der Ehebrecherin in Johannes und den mit ziemlicher Sicherheit falschen Schluss von Markus.

In der zweiten Auflage 1519 verwendete Erasmus eine eigene Übersetzung des griechischen Textes, die sich allerdings immer nach der Vulgata ausrichtete. Er machte viele Korrekturen, wurde allerdings so krank, dass er sie nicht abschließen konnte. Luther und Tyndale stützen sich auf diese 2.Auflage Erasmus.

Aber eines enthielten sie nicht: Das Comma Johanneum, weshalb man Erasmus des Arianismus beschuldigte, weil er die Gottheit Christi leugnen würde (offensichtlich auch die Dreieinigkeit!)

Dieses findet man nämlich in der Vulgata, doch nicht in den meisten griechischen Manuskripten. Genauer gesagt: Nur drei griechische MS enthalten diesen Zusatz 1.Joh.5:7-8 und keine ist älter als 1000 n.Chr. Und genau dieser „Mangel“ wurde dem Erasmus zum Verhängnis, denn die Theologen seiner Zeit, welche durch diesen Text gerne die Dreieinigkeit beweisen wollten, legten größten Wert darauf, dass er in der gängigen Bibel zu finden sei. So beschuldigten sie ihn sogar der Pfuscherei am Text, weil er eben genau diese Lehre untergraben wolle. Erasmus soll sich daraufhin bereit erklärt zu haben, diesen „Fehler“ zu korrigieren, wenn man ihm beweisen könne, dass es denn einer sei. Er forderte also ein entsprechendes Manuskript mit dem ausführlichen Vers, weil er wusste, dass es keines gäbe. Angeblich wurde dann ein solches Manuskript hergestellt. Erasmus stand dann zu seinem Wort und fügte die Ergänzung in seiner dritten Edition ein, welche dann als Grundlagen für Stephanus, Beza, Elzeviers und alle weiteren diente.

Das hatte zur Folge, dass die verschiedenen Übersetzungen des 16. und 17. Jahrhunderts sich immer ähnlicher wurden und von allen Gelehrten zunehmen akzeptiert war. Es entstand der Satz: „Du hast also den Text, der nun von allen akzeptiert wird, in dem nichts verändert oder verfälscht ist.“

Dies war die Grundlage des Textus Rezeptus, was so viel heißt wie:
Text, der von allen akzeptiert ist!

Der Nestle-Aland Text

Ist eine kritischere Übersetzung des griechischen NT mit Bevorzugung älterer Handschriften, die nur in geringer Zahl vorhanden sind. In diesen fehlen überwiegend die Textaussagen, die auf die Gottheit Jesu und die Dreieinigkeitslehre hindeuten, da sie in den alten Manuskripten noch nicht vorhanden waren. Die besagten frühen Manuskripte sind:

Bis auf den Codex Vaticanus (seit 1475 im Vatikan) und den Codex Bezae sind die genannten Handschriften erst wieder im 19. oder 20. Jahrhundert aufgefunden worden und bieten daher heute eine seit den neutestamentlichen Anfängen nicht mehr da gewesene Qualität an Textüberlieferungen, die seit der 26. Auflage auch dem Novum Testamentum Graece zu Grunde liegen.

Dazu zählen Lutherrevisionen 1956 und 1984, Züricher 1931, Menge, Elberfelder revidiert, Ökumenische Einheitsübersetzung, Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neue Genfer, Neues Leben

Ich kopiere Infos aus Wikipedia dazu hier her:

Die erste Ausgabe des Novum Testamentum Graece legte der deutsche Theologe und Orientalist Eberhard Nestle im Jahr 1898 vor. Die Ausgabe verfolgte das Ziel, die damals neuen wissenschaftlichen Textausgaben von Tischendorf, Westcott/Hort und Weymouth zusammenzufassen. Der Text konstituierte sich jeweils durch die Mehrheit der drei Ausgaben (ab der 3. Auflage wurde Weymouth durch Bernhard Weiß ersetzt). Damit begann die Bedeutung des bis dahin vorherrschenden Textus receptus zu schwinden. Nestle verwendete bereits einen Textapparat, der die von ihm benutzten Textausgaben verzeichnete.

Sein Sohn Erwin Nestle entwickelte dann in der 13. Auflage von 1927 die Grundlagen des auch heute noch verwendeten Textapparates. Dort wurden vor allem erstmals die Lesarten der Handschriften, Übersetzungen und antiken Verweisstellen selbst in den Vordergrund gestellt. Ab der 17. Auflage begann er auch, von dem rein mechanischen Mehrheitstext der oben erwähnten drei Ausgaben abzuweichen und Änderungen, basierend auf neuen Erkenntnissen, zuzulassen.

Mit der 21. Auflage von 1952 wurde Kurt Aland Mitarbeiter der Edition. Hier wurde der Apparat durchgängig mit den Originalhandschriften abgeglichen. Vor allem wurden auch die seit 1930 neu gefundenen Papyri aus dem 2. und 3. Jahrhundert einbezogen.

Mit der 26. Auflage von 1979 ist der Text des Novum Testamentum Graece identisch mit der Textausgabe des Greek New Testament. Es bietet aber den wesentlich umfangreicheren Apparat und unterscheidet sich in Absatzgliederung, Orthographie und Zeichensetzung. Beide Ausgaben werden heute vom Institut für neutestamentliche Textforschung in Münster betreut. In der 26. Auflage wurde von Kurt Aland auch die heute noch gültige Form von Text und Apparat neu gestaltet. Die 27. Auflage behielt den Text der 26. Auflage bei, erweiterte aber den Apparat, die 28. Auflage veränderte den Text an ca. 30 Stellen in den katholischen Briefen.

*

Wenn du nun noch immer keine rechte Vorstellung von allem hast, dann empfehle ich dir die Für und Wider zwischen Rudolfs Ebertshäusers Verteidigung des Textus Rezeptus und einem Befürworter des Nestle-Aland Textes, zwischen dem Plädoyer für eine Irrtumslosigkeit des überlieferten Textus Rezeptus und einer Gegendarstellung mit entsprechenden Beweisen zu lesen:

http://www.advent-verlag.de/adventecho/neu/AE-2004-11-03b-Receptus.pdf

Diese Arbeit ist von Johannes Kovar, adventistischer Dozent für Neues Testament. Ich beziehe mich hier nur auf seine Äußerungen zu Bibelübersetzungen nicht auf die von E.White!
Es ist eine Erörterung der Frage, welche Textgrundlage für moderne Bibelübersetzungen vertrauenswürdig ist. Seine Arbeit soll dazu beitragen, eine sachlich korrekte Diskussion führen zu können. So sollte man sie auch betrachten, denn seine dargelegten Fakten sind wirklich sehr hilfreich.

Auch in dieser PDF findest du wertvolle Hinweise, besonders auch über neue späte Funde alter Handschriften:
http://www.bibelinfo.net/images/Bibel/Entstehung/entstehung07.pdf

Welche Bibel ist die richtige?

Leider sagt sie uns das nicht in ihrem Text! Mehr noch: Sie kündigt in ihrem Text noch nicht einmal eine Bibel an, welche man dann als „Wort Gottes“ bezeichnen könnte oder sollte. Auch Jaschua gab nie einen diesbezüglichen Schreib- oder Sammelauftrag von biblischen Schriften. Doch nun sind sie trotzdem da und wir sind ja auch froh und dankbar dafür, denn was wüssten wir denn sonst? Doch haben wir freilich nun die Qual der Wahl.

Insgesamt kann man aber sagen, dass die Texte der beiden Bibelversionen (NA/TR) zwar an über 300 Stellen voneinander abweichen, aber dies überwiegend unwesentliche, dem christlichen Glauben nicht schadende Formulierungsunterschiede betrifft – bis auf einen gravierenden Unterschied, den man nicht unterschätzen darf: Die Gottheit Jesu (Jaschuas), die im Textus Rezeptus an einigen wohlbekannten Stellen hinzugefügt ist (der Text wurde dahingehend leicht verändert, z.B. auch durch Kommasetzung, siehe dazu den Beitrag „Sind Textänderungen inspiriert?“) Das bekannteste Beispiel ist sicher das sogenannte „Commaneum Johannum“, dessen Entstehungsgeschichte bekannt ist und aus der man den Trend der Theologen und Übersetzer gut erkennen kann.

Sicher wirst auch du dich nun entsprechend deiner Theologie entscheiden! Doch ich bitte dich ernsthaft: Bete zuvor! Frage Gott selbst und warte ab, was er dir zeigen wird! Sei offen für die Wahrheit!

Allen, die fließend englisch sprechen empfehle ich die Aramäische Übersetzung von Georg M.Lamsa!

Und allen, die über die Suchmaschine zum ersten Mal hier gelandet sind, empfehle ich weitere Beiträge zur Bibel HIER!

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

Processing your request, Please wait....

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Liebe Leser!

Liebe WAHRHEITSSUCHENDE!
.
Du bist hier auf dieser Homepage gelandet, weil es Gottes Führung ist! Es ist sein Geist, der dich führt und nicht der Geist Satans! Gott weiß seine Kinder zu bewahren - hab also keine Angst! Nimm seine Führung an und schau dich hier um im Vertrauen auf IHN, den URQUELL allen Seins! Vertraue IHM, dass er gute Absichten damit hat, auch wenn es erst einmal schmerzen sollte.
.
Viel Erkenntnis und neues Bewusstsein!

.
Maggie Dörr
.
.

Juni 2019
M D M D F S S
« Mai    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930