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Der paradiesische Fluch ist als menschlicher Einschub entlarvt!

Kapitel 2 und 3 der Genesis erzählen die Geschichte vom Sündenfall, welchen Adam und Eva im Paradies (Garten Eden) verursacht haben sollen. Diese Geschichte wird von aramäisch-verständigen Fachleuten als ein Gleichnis bezeichnet, das mit Metaphern eine lehrreiche Geschichte erzählen will. Diese Metaphern wurden leider wörtlich übersetzt, was zu vielen Missverständnissen geführt hat. Das größte davon ist, dass Gott nicht wirklich einen Baum erschaffen hat, ihn vor deren Nase platzierte und sagte: „Bitte nicht anrühren – und schon gar nicht essen!“

 

Liebe Geschwister, das wird ganz schön schwierig, von dieser Vorstellung wieder loszukommen. Es wurden ja auch unzählige Meinungen darüber veröffentlicht, was der „Baum der Erkenntnis“ denn zu bedeuten hatte. Meine kannst du hier lesen
Aber es hat den Vorteil, dass man sich nun nicht mehr mit den Fragen über die komischen Texte des Gleichnisses auseinandersetzen muss, wie darüber, ob denn Gott nicht wusste, wo sich Adam und Eva versteckt hatten und dass sie gesündigt hatten. Ein solcher Gott, der uns hier dargestellt wird, ist genauso eigenartig wie der, den uns der Hiobbericht vorstellt. Dort ist es einer, der sich mit Rebellen einlässt und sich von diesen versuchen und anreizen lässt und so nebenbei eine ganze Familie auslöscht, nur um diesem Rebellen „eine angemessene Antwort geben zu können“. Auch diese Erzählung ist kein historischer Bericht, sondern semitische Weisheitsliteratur.

1.Mose 3:16-19

16 Zum Weibe aber sagte er: »Viele Mühsal will ich dir bereiten, wenn du Mutter wirst: mit Schmerzen sollst du Kinder gebären und doch nach deinem Manne Verlangen tragen; er aber soll dein Herr sein!«

17 Zu dem Manne (oder: zu Adam) aber sagte er: »Weil du der Aufforderung deines Weibes nachgekommen bist und von dem Baume gegessen hast, von dem zu essen ich dir ausdrücklich verboten hatte, so soll der Ackerboden verflucht sein um deinetwillen: mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang! 18 Dornen und Gestrüpp soll er dir wachsen lassen, und du sollst dich vom Gewächs des Feldes nähren! 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen bist; denn Staub (oder: Erde) bist du, und zu Staub (oder: Erde) mußt du wieder werden!« 1.Mose 3

Rocco A. Errico „Nach jüngsten Erkenntnissen der Textkritik und anderen wissenschaftlicher Untersuchungen gehörte Genesis 3:14-19 ursprünglich nicht zum „Sündenfall“. In einer älteren Version der Erzählung wurden Adam und Eva direkt, nachdem Jahwe Gott ihren Ungehorsam entdeckt und ihre Verteidigung angehört hatte, aus dem Garten Eden vertrieben. Die Verbannung war die ursprüngliche und einzige Strafe, die dem Mann und der Frau auferlegt worden war. Die Verfluchung steht in keinem direkten Zusammenhang mit dem Vergehen. Diese Verse beschreiben den gegenwärtigen Existenzzustand des Mannes, der Frau, der Schlange und des Ackerbodens. Nachträglich erklärt der biblische Verfasser ihre gegenwärtige Situation als Bestrafung. Deshalb sind die Verse 14-19a ein Zusatz des biblischen Erzählers.

 

Der Verfasser der Verse verwendet semitische Redewendungen. Diese Textstelle erweckt den Anschein, Gott habe Dornen und Disteln und Schweiß extra zur Bestrafung der Menschheit erschaffen, obwohl gesunder Menschenverstand uns anders lehrt. Wir wissen, dass Dornen und Disteln Waffen der Natur sind, mit denen sich bestimmte Pflanzen schützen. Ebenso wissen wir, dass sich der Körper, wenn er überhitzt ist, durch schwitzen selbst abkühlt und Gifte ausscheidet. Diese Reaktionen sind kein Fluch!

 

Nun zu uns. Natürlich sind Dornen und Disteln lästig und wenn sie uns stechen tut das weh. Diese Redewendung bedeutet also: Für das menschliche Paar würde das Leben beschwerlich werden. Sie missbrauchten das Vertrauen, das zwischen ihnen und ihrem Schöpfer bestand, indem sie die einzige Einschränkung, die Gott ihnen auferlegt hatte, missachteten.
In der bildhaften Sprache des Nahen Ostens weist „Schweiß“ auf das Elenden hin, das durch trügerische philosophische Überzeugungen des Menschen entsteht. Gott verflucht in der Geschichte nur die Schlange und den Ackerboden und sonst nichts. In Wirklichkeit verflucht Gott gar nichts, niemals. Die Menschheit selbst erschafft sich durch Unwissenheit und das Ausleben selbstzerstörerischer Gedanken „Dornen“ und „Disteln“ und isst ihr Brot „im Schweiße ihres Angesichts“. Die Geschichte vom Sündenfall ist eine Parabel (eine Erzählung) und sollte nicht als historischen Bericht missverstanden werden. Zitat Ende

Leider ist der Autor oder aber der Übersetzer des Autors ein wenig missverständlich in der Sache: Verfluchte Gott nun die Schlange oder verfluchte er gar nichts? Gehört die Schlange zum Einschub oder nicht? Das wird leider nicht ganz klar.

Rocco A. Errico schreibt in seinem Buch „Es werde Licht – Die sieben Schlüssel zur aramäischen Welt der Bibel“, dass es in der Bibel über 1000 solcher Redewendungen gibt, die man dummerweise alle Wort-für-Wort übersetzt hat, sodass man eigentlich „nur Bahnhof versteht“! Das hat natürlich zur Folge, dass ihre wahre Bedeutung nicht nur missverstanden, sondern auch gar nicht hervor treten kann. Wir haben also das Problem, dass wir nicht verstehen, was an der Stelle zum Ausdruck kommen soll und zudem noch irritiert sind, weil es so, wie man es übersetzt hat, anderen Texten widerspricht.

Aus Liebe zur Wahrheit

JedidaMD

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Viel Erkenntnis und neues Bewusstsein!

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Maggie Dörr
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