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Welche Einstellung hatte Paulus zu den Frauen?

Irgendwie habe ich schon immer im Geist gespürt, dass die Einstellung, die Paulus zu den Frauen hatte, nicht der von Jesus/Jaschua entspricht. Wenn ich an das Zusammentreffen Jaschuas mit Frauen denke, dann war es eher das krasse Gegenteil zu Paulus, denn der mied es anscheinend sogar über die Frauen auch nur zu sprechen (schreiben), was soweit geht, dass er Miriam (Maria), die Mutter Jaschuas eines einzigen Satzes würdigte und der lautet: Jaschua wurde aus dem Weibe geboren!

Es mag ja sein, dass traditionell die Frauen im 1.Jahrhundert an entscheidenden Gesprächen ausgeschlossen wurden. P.Lapide, jüdischer Theologe, schreibt, dass sogar ein Mann beim Betreten eines Hauses laut rufen musste, um den anwesenden Frauen Gelegenheit zu geben, sich in ihre Räume zurück zu ziehen. Doch solche Traditionen beachtete unser Herr in keinster Weise, wie wir aus verschiedenen Erzählungen ja wissen. Daran erkennt man auch wieder deutlich, dass Paulus von der Lehre und dem Wandel Jaschuas wenig wusste, weshalb er sich mit seiner Nachahmung offensichtlich schwer tat.

Pinchas Lapide schrieb Paulus in seinem Buch „Paulus zwischen Damaskus und Qumran“ einen erheiternden Brief, wo er ihn auch auf die Frauenfrage ansprach. Ich möchte dies hier gerne zitieren, weil es das Problem, selbst für einen Juden, so treffend darstellt:

„Lieber Paulus! ….

….. Doch jetzt kommen wir zur Gretchenfrage: Wie hältst Du’s mit den Frauen? Zu Antijudaismus, nämlich in gewissen feministischen Kreisen heute (19.Jhd.), hat deine seltsame Einstellung zu den Töchtern Evas geführt. Wie konntest du behaupten, dass die Frau „lediglich ein Abglanz des Mannes sei“ (1.Kor.11,7) und dass „die Frauen sich unterordnen sollen“ (1.Kor.14,34)? Weiterhin empfiehlst du, dass „ein Mann keine Frau berühre“ (1.Kor.7,1) und dass „er am besten nicht heirate“ (1.Kor.7,7) Das ist längst nicht alles Negative, was du über das „schwächere Geschlecht“, wie du es nennst, zu sagen hast. Wärst du so lieb, den Feministinnen, die uns Juden all diese Aussagen in die Schuhe schieben, vielleicht in einer kleinen Vision zum Beispiel klarzumachen, dass all dies dein eigenes Sondergut ist, das keineswegs der Torah oder der rabbinischen Lehrmeinung entspricht.“

Lapide ist offensichtlich verärgert darüber, dass das „Missverhältnis des Paulus zu den Frauen“ von einigen Theologinnen den Juden insgesamt angelastet wird. Er sieht daher die Notwendigkeit, daran zu erinnern, dass sich Paulus sogar von der jüdischen Tradition erheblich entfernt hatte, was man im Gegensatz von Jaschua nicht behaupten könne. Er zieht den Schluss, dass Paulus sehr unter starken gnostischen und stoischen Einflüssen gestanden habe. Sein Frauenbild unterläge daher unjüdischen Vorbildern und sei eine krasse Ausnahme! Sodann führt er namentlich einige Frauen auf, die er „große Gestalten“ in der Bibel nennt, wie Deborah, Miriam, Ruth, Esther, Jael u.a. Er folgert:
„Es ist daher denkbar, dass einige der übelbeleumundeten Damen von Korinth bei ihm Anstoß erregten“!“

So ordnete er spezifisch für Korinth an, dass „die Frauen in der Gemeinde zu schweigen hätten“!

„Die Frauen sollen in den Gemeindeversammlungen schweigen, denn es kann ihnen nicht gestattet werden zu reden, sondern sie haben sich unterzuordnen, wie auch das (mosaische) Gesetz es gebietet (1.Mose 3,16).“ 1.Kor.14:34 Menge

Dabei behauptet Paulus auch noch, dass die Unterordnung im mosaischen Gesetz steht und Menge verweist auf 1.Mose 3:16, wo Gott lediglich den Fluch ankündigt, der über der gefallenen Kreatur nun hereinbrechen würde. Was haben solche Auswirkungen aber in einer „neuen, erlösten Schöpfung“ , also unter Christen, noch zu tun?

Ist es nicht eine Schande, dass wir uns dieses Bild der Frauen im Christentum als christlich in die Gemeinden geholt haben! Paulus gerät in Wut gegenüber die weiblichen Neubekehrten, ehemals Prostituierten in der Versammlung zu Korinth und bringt sie brieflich zum Schweigen – und wir machen daraus einen Götzen, eine „christliche“ Lehre für alle Zeiten! Stellt euch vor, wie sehr das Paulus heute im Himmel betreffen wird, denn das hatte er „weiß Gott“ nicht beabsichtigt!

Ihr Ältesten, ist es nicht eine Blasphemie solche Paulusentscheidungen als „Gottesworte“ zu deklarieren? Erwachet und hört, „was der Geist der Gemeinde dazu zu sagen hat“!

Siehe dazu auch den Beitrag über die „Gehilfin des Mannes“! und „Frauen in der Gemeinde“

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